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Arbeitnehmer- und Arbeitgebervereinigungen

Die Sozialwahl ist eine Listenwahl. Es beteiligen sich aber keine politischen Parteien. Vielmehr können Gewerkschaften, andere selbstständige Arbeitnehmervereinigungen mit sozial- oder berufspolitischer Zielsetzung sowie deren Verbände Vorschlagslisten mit Kandidaten für das Parlament der DAK-Gesundheit aufstellen. Aber auch einzelne Mitglieder der DAK-Gesundheit haben die Möglichkeit, Wahlvorschläge zu machen und eine sogenannte freie Liste zu gründen. Für die Wahl der Arbeitgebervertreter können Arbeitgebervereinigungen, deren Verbände oder auch freie Listen von Arbeitgebern sich beteiligen. Über die Zulassung zur Wahl entscheidet der Wahlausschuss der DAK-Gesundheit.

Der Wahlbriefumschlag ist das Logo der Sozialwahl

Die Sozialwahl ist eine Briefwahl. Wählen können Mitglieder der DAK-Gesundheit, die das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben. Mitversicherte Familienangehörige sind nicht wahlberechtigt.

Rechtzeitig vor dem Wahltag verschickt die DAK-Gesundheit unaufgefordert die Wahlunterlagen an ihre Wahlberechtigten. Bestandteil ist ein roter Wahlbriefumschlag. Er ist bereits fertig adressiert und kann mit dem angekreuzten Wahlzettel darin ganz einfach und für den Wähler kostenlos in den nächsten Briefkasten geworfen werden. Deshalb prangt auf Plakaten und Wahlinformationen immer ein stilisierter roter Briefumschlag als Logo.

Sozialwahl im Jahr 2023

Die Parlamente der Selbstverwaltung wurden zuletzt bei der Sozialwahl 2017 gewählt. Mit ihrer Stimme entschieden die Versicherten über die Zusammensetzung der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Verwaltungsräte der Ersatzkassen TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH und hkk. Die nächste Sozialwahl findet im Jahr 2013 statt.

Um Versicherten die Möglichkeit zu geben, sich bis dahin noch besser über das Wirken der Sozialparlamente zu informieren, haben die Sozialparlamente der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Ersatzkassen DAK-Gesundheit, TK, BARMER, KKH, hkk und HEK eine neue Informationsplattform ins Leben gerufen:

www.soziale-selbstverwaltung.de

Uwe Klemens, Vorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), erklärt: "Unsere Demokratie lebt davon, dass sich die Menschen an der Entscheidungsfindung direkt beteiligen – auch in einem so wichtigen Feld wie der Sozialversicherung. Um dieses Prinzip weiter zu stärken, braucht es noch mehr Öffentlichkeit, noch mehr Transparenz. Das wollen wir mit unserer neuen Informationsplattform leisten."

Wahlergebnis 2017

Fast 1,35 Millionen Mitglieder der DAK-Gesundheit haben bei der Sozialwahl 2017 ihre Stimme abgegeben. Dabei kam es zu folgendem Ergebnis:

ListeStimmenProzentsatzSitze

Liste1

DAK Mitgliedergemeinschaft e.V. Gewerkschaftsunabhängig.
Gegründet 1955. Versicherte und Rentner in der Kranken- und Rentenversicherung

623.95946,7213

Liste 2

DAK-VRV e.V. DAK – Versicherten- und Rentnervereinigung seit 1977 bei der DAK-Gesundheit und der Deutschen Rentenversicherung

277.98920,816

Liste 3

ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

133.0699,963

Liste 4

BfA DRV-Gemeinschaft - Freie und unabhängige Interessengemeinschaft der Versicherten und Rentner in der Deutschen Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Unfallversicherung e.V.

154.42311,563

Liste 5

IG Metall

39.8062,981

Liste 6

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Deutschlands e.V.
Kolpingwerk Deutschland
Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.

73.4895,502

Liste 7

Deutscher Gewerkschaftsbund

32.9182,460
zusammen1.335.653 28

Für die Wahl der zwei Arbeitgebervertreter im Jahr 2017 wurde nur eine Liste eingereicht. Die vorgeschlagenen Kandidaten sind damit ohne Wahlhandlung gewählt.