DAK Psychreport 2026

Das IGES Institut in Berlin analysiert im Auftrag der DAK-Gesundheit die Entwicklung der Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen und bündelt die Ergebnisse im DAK Psychreport.
Kernergebnisse des Psychreports – auf einen Blick
- Psychische Erkrankungen lagen 2025 auf Platz zwei der Erkrankungsgruppen, die die meisten krankheitsbedingten Fehltage bei der Arbeit verursachten.
- 2025 kamen auf 100 Versicherte 366 Fehltage und 10,7 Krankschreibungsfälle. Das ist mehr als noch im Vorjahr (2024: 342 Tage; 10,4 Fälle).
- Im Gesundheitswesen kamen 2025 auf 100 Versicherte 474 Fehltage, die Branche liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt.
- Depressionen verursachten mit rund 202 Fehltagen je 100 Versicherte den meisten Arbeitsausfall, gefolgt von den Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen.
- Die durchschnittliche Falldauer im Jahr 2025 betrug rund 34 Tage. Sieben Prozent der DAK-versicherten Beschäftigten hatten 2025 mindestens eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung (Betroffenenquote).
Kernergebnisse im Detail
Hohe Bedeutung der psychischen Erkrankungen für den Krankenstand
Im Jahr 2025 lagen psychische Erkrankungen mit einem Anteil von 18,7 Prozent an allen krankheitsbedingten Fehltagen hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Krankenstand an zweiter Stelle. Im Vorjahr waren psychische Erkrankungen hinter den Atemwegserkrankungen und den Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems noch an dritter Stelle. Im Vergleich zum Vorjahr ist mit 366 Fehltagen pro 100 Versicherte ein erneuter Anstieg festzustellen (2024: 342 Tage). Psychische Erkrankungen führen zu deutlich überdurchschnittlich langen Krankschreibungen, 2025 stieg die durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung auf 34,2 Tage (2024: 32,9 Tage).

Abbildung 1: Erkrankungsgruppen, die die meisten Fehltage bei der Arbeit verursachen; Quelle: Daten der DAK-Gesundheit 2025.
Psychisch bedingte Fehlzeiten nach Geschlecht
Bei Männern verursachten 2025 Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 20,3 Prozent die meisten Fehltage (Platz eins), während psychische Erkrankungen mit 15,6 Prozent Platz drei belegen. Bei Frauen war das Bild umgekehrt: Psychische Erkrankungen standen mit 22,0 Prozent an erster Stelle, Muskel-Skelett-Erkrankungen folgten mit 15,1 Prozent auf Platz drei. 2025 gab es aufgrund von psychischen Erkrankungen bei den Frauen 456 Fehltage pro 100 Versicherte, bei den Männern 288 Fehltage.
Hohe Relevanz depressiver Erkrankungen
Die detaillierte Betrachtung der Einzeldiagnosen verdeutlicht die hohe Relevanz depressiver Erkrankungen. Auf depressive Episoden (F32) und rezidivierende depressive Störungen (F33) entfielen im Jahr 2025 insgesamt 201,9 Fehltage je 100 Versicherte (2024: 182,6 Tage). Depressionen begründeten damit über die Hälfte (55 Prozent) des gesamten psychisch bedingten Arbeitsausfalls.
An zweiter Stelle der relevanten Diagnosen standen Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen (F43), die für 63,5 Fehltage je 100 Versicherte verantwortlich waren (2024: 60,3 Tage).

Abbildung 2: Fehltage nach psychischen Einzeldiagnosen 2024 vs. 2025; Quelle: Daten der DAK-Gesundheit 2024, 2025.
Große Unterschiede zwischen den Branchen
Der Psychreport untersucht auch die Entwicklung der Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen nach Branchen. Mit 474 Fehltagen je 100 Versicherte lag die Branche „Gesundheitswesen“ 2025 an der Spitze und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt von 366 Tagen. Es folgte die „Öffentliche Verwaltung“ mit 430 Tagen und „Bildung, Kultur, Medien“ mit 368 Tagen.
Unterdurchschnittliche Werte zeigten sich hingegen im „Baugewerbe“ (233 Tage) sowie in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie (243 Tage).

Abbildung 3: Fehltage wegen psychischer Erkrankungen nach Branchen; Quelle: Daten der DAK-Gesundheit 2025.
Hinweise zur Datengrundlage und zur Methodik
Für den Psychreport 2026 wurden die Arbeitsunfähigkeitsdaten der 2,4 Millionen Erwerbstätigen ausgewertet, die im Kalenderjahr 2025 bei der DAK-Gesundheit versichert waren.
Zur Sicherung der Vergleichbarkeit sind alle dargestellten Werte nach einem auf Ebene der Ersatzkassen einheitlich abgestimmten Verfahren direkt standardisiert nach Alter und Geschlecht. Vergleiche im Zeitverlauf oder beispielsweise zwischen verschiedenen Branchen sind daher rechnerisch bereinigt um etwaige Unterschiede in der Alters- und Geschlechtsstruktur.
Diagnosen
Grundsätzlich können auf einer Krankschreibung unterschiedliche Diagnosen notiert werden. Um dennoch Doppelzählungen zu vermeiden, erfolgt die diagnosebezogene Zuordnung seit dem Berichtsjahr 2024 auf Basis einer sogenannten Leitdiagnose. Diese Zuordnung ist an die Klassifikationslogik des Risikostrukturausgleichs (RSA) angelehnt. Vor dem Hintergrund dieser methodischen Umstellung sind Vergleiche zu den Psychreporten aus den Berichtsjahren vor 2024 nicht angeraten.
Download: Psychreport 2026 - Ergebnis-Präsentation
Prävention durch Betriebliches Gesundheitsmanagement
Leistungen und Angebote für Versicherte der DAK-Gesundheit
Als DAK-Gesundheit bieten wir für unsere Versicherten darüber hinaus verschiedene Leistungen und Angebote im Bereich psychischer Erkrankungen:






