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Zwei glücklich machende Stoffe

Sven-David Müller ist Ernährungsexperte. Für ihn ist eindeutig klar, „wer sich gesund ernährt, fühlt sich besser und strahlt eine positive Grundstimmung aus. Diese wirkt auf andere meist auch sehr anziehend. So auf andere zu wirken, macht wiederum glücklich“, freut sich Müller.

Die Körpermedizin kennt zwei Stoffe, die bei dir und allen anderen Menschen daran beteiligt sind, dass Essen glücklich macht – Serotonin und Endorphine.

Zum Serotonin meint der Experte: „Es ist eine körpereigene Substanz. Hergestellt wird Serotonin, wenn du Lebensmittel mit der Aminosäure Tryptophan zu dir nimmst. Dazu zählen Fisch und Soja. Damit das Serotonin dich im Gehirn glücklich machen kann, brauchst du Kohlenhydrate. Die spielen hier die Rolle eines Serotonin-Taxis.“

Auch zum Thema Endorphine hat Sven-David Müller eine klare Meinung: „Diese Stoffe schüttet dein Körper aus, wenn du dich freust – oder in einer Notfallsituation bist. Dann wirken sie schmerzlindernd und belebend, ja sogar euphorisierend. Mit scharfen Lebensmitteln wie z.B. Tabasco, Chili oder Ingwer kannst du eine leichte Variante dieser Notfallsituation im Körper herbeiführen ­– und bekommst durch sie einen kleinen Hallo-wach-Kick, der dich sogar aus einem Stimmungstief herausholen kann.“

So isst du dich glücklich

Nun stellst du dir die Frage, was genau du essen sollst, um dich besser zu fühlen? Wir haben dir eine kleine Übersicht zusammengestellt von Gerichten, die die Stimmung heben können.

Eine Kombination aus Eiweiß und Kohlenhydrate liefert dir viel Energie für deinen Körper und lässt dein Gehirn auf Hochtouren laufen. Iss einfach Speck mit Rührei und Tomaten, ein Käsebrot, einen Obstsalat oder Haferbrei mit Beeren. Trink dazu koffeinhaltige Getränke wie grünen Tee. Diese pushen dich zusätzlich.

Gewürze und intensive Geschmäcker sind toll. Karotten-Kürbis-Ingwer-Suppe oder ein Chili-Hähnchen sind gute Möglichkeiten, dich glücklich zu essen. Capsaicin, der Wirkstoff im Chili, belebt deinen Kreislauf und deinen Stoffwechsel. Die so freigesetzten Endorphine geben dir gerade in der Mittagszeit einen Stimmungsboost für den Nachmittag.

Trink zum Essen Wasser mit Limettensaft oder Ingwerstücken. Zuckerfreie Frucht-Smoothies oder auch belebende Schorlen können dir beim Mittagessen einen echten Frische-Kick verleihen.

Und für den kleinen Hunger zwischendurch sind scharfe Nüsse perfekt. Diese enthalten hochgesättigte Fettsäuren und unterstützen damit deine Gehirnfunktionen. Auch die Nerven erhalten so neue Impulse.

Was soll ich vor dem Sport essen?

Sportliche Betätigung macht glücklich. Das Auspowern befriedigt ungemein. Zudem besiegt man seinen inneren Schweinehund – das macht euphorisch und stärkt dein Selbstbewusstsein. Dazu meint Müller: „Sport erhöht die Sauerstoffversorgung des Körpers, und wenn du Fitness im Freien machst, holt sich dein Körper gleich noch eine Extraportion Vitamin D.“

DAK-Tipp: Trinke vor, während und nach deinem Training viel Wasser. So kannst du deine sportliche Betätigung positiv in deinen Ernährungsplan einarbeiten.

Kohlenhydrate und Eiweiß sind für Sportler und Sportlerinnen wichtig. „Das stimmt. Um die Glykogenreserven in den Muskeln und der Leber aufzufüllen und die Muskeln vorzubereiten sind beide Stoffe notwendig“, so Müller. Perfekt dafür geeignet sind Haferbrei mit Bananen und griechischer Jogurt mit Blaubeeren.

Nach dem Training regeneriert sich dein Körper. Dazu braucht er Proteine und etwas Kohlenhydrate. „Wenn du es nach dem Sport deftig magst“, so Müller, „bieten sich für dich Hühnchen oder Lachs mit Reis oder auch Kartoffeln an“.

Glückliches Abendessen

Am Abend will sich jeder einfach nur gut fühlen. Essen kann dir hier helfen. Nimm eine leichte Mahlzeit zu dir. Das hilft dabei, dass du dich nicht übersättigt fühlst. Iss also nicht zu fettreiche oder gar blähende Lebensmittel. Wir raten dir, genieße deine Abendmahlzeit entspannt und langsam. Ein gedünstetes Fischgericht oder ein aromatischer Salat mit Rindfleischstreifen sind perfekt.

Trink am Abend Seelennahrung. Nach einem anstrengenden Tag gibt es kaum etwas Besseres, als eine Tasse warmen Kakao. Kakao hilft beim Einschlafen und erinnert uns an unbeschwerte, stressfreie Kindertage.

Wie, wann und mit wem soll ich essen?

Nicht nur was wir essen beeinflusst unser Wohlbefinden. Es kommt auch viel darauf an, wie wir Essen zu uns nehmen, wann wir uns an den Esstisch setzen und letztlich auch mit wem.

Wie soll ich essen?

Hast ist kein guter Ratgeber – speziell beim Essen. Iss mit Ruhe und genieße, was du isst. Mache aus deiner Mahlzeit ein kleines Event. Such dir einen ruhigen Ort, setze dich bewusst an deinen mit einem Strauß Blumen dekorierten Esstisch und lass den Raum auf dich wirken. Achtsamkeit ist hier das Gebot der Stunde.

Lass die Aromen deines Essens im Mund wirken. Brot soll krachen, Salat knacken und Himbeeren ihren süßen Geschmack entfalten. Je langsamer du isst, desto mehr sinkt dein Blutdruck. Stress wird abgebaut und du bist nach dieser Mittagspause ausgeglichener.

Wann soll ich essen?

„Wir essen alle pünktlich um 12 Uhr!“ Den Satz kennen viele noch aus ihrer Kindheit. Das ist aber falsch. Festgefahrene Essenszeiten schmecken nicht jedem. Dein Körper sagt dir von ganz allein, wann er aufgetankt werden will. Nicht das Magengrummeln ist das erste Indiz, sondern schon eine leicht nachlassende Konzentration oder eine unbestimmte Gereiztheit.

Mit wem soll ich essen?

Essen ist auch ein Gesellschaftsereignis. Damit du das in vollen Zügen genießen kannst, solltest du mit den Menschen an einem Tisch sitzen, die dich glücklich machen. Klar, in vielen Fällen isst du am liebsten allein. Das ist vollkommen in Ordnung. Aber auch das Essen im Kreis der Familie, oder anderen Herzensmenschen kann sehr angenehm sein. „Gemeinsam essen ist ein immens wichtiger soziokultureller Faktor. Es verbindet und stellt Nähe her. In Mittelmeerländern wird oft stundenlang draußen gemeinsam gegessen, wobei das Essen gar nicht allein im Mittelpunkt steht, sondern die Menschen und Themen, mit denen man die Stunden teilt“, erklärt Müller.

Viel oder wenig essen – was ist gesünder?

„Sich gesund zu ernähren hat nichts damit zu tun, wenig zu essen“, stellt Müller klar und ergänzt, „natürlich wollen wir alle gut aussehen und ein paar Kilos abnehmen. Aber, niemand ist glücklich, wenn er hungert. Lange Fastenphasen, zu eiweißarme Kost durch ausschließliches Essen von Gemüse oder eine extreme Low-Carb-Diät können schnell frustrieren“.

Das richtige Essen, in der passenden Menge und mit den leckersten Zutaten, hat die Macht, dich glücklich zu machen. Finde heraus, wie Essen deine Stimmung heben kann, ohne dass dein Körper darunter leidet (zu viel Zucker oder auch Fett).