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Therapieformen bei psychischen Problemen

Depressionen, Angststörungen, Zwänge, Sucht oder Essstörungen – die Zahl der psychischen Krankheitsbilder ist groß. Entsprechend individuell sind die Methoden, mit denen Sie diese Probleme im Rahmen einer Psychotherapie überwinden können. Auch Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensstörungen kann eine psychotherapeutische Behandlung helfen. Wie lange eine Therapie dauert, hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab – in der Regel sind es einige Monate.

  • Verhaltenstherapie

    Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass spezielle Verhaltensweisen erlernt sind. Eine mögliche Vorgehensweise der Methode: Es werden Situationen nachgestellt, die Ihnen Angst machen. Sie lernen, Ihre Ängste Stück für Stück zu kontrollieren und zu überwinden.

  • Tiefenpsychologische Therapie

    Die Tiefenpsychologische Therapie konzentriert sich auf die Bearbeitung des so genannten „Zentralen Konflikts“ und sucht auf dieser Basis nach möglichen Ursachen in der Persönlichkeit oder der Vergangenheit des Patienten. Sie sucht den Ursprung von seelischen Problemen zum Beispiel in unbewussten Kindheitskonflikten. Um diese aufzudecken, setzen Sie sich im Gespräch mit Ihrer Lebensgeschichte auseinander. Mithilfe der therapeutischen Begleitung können Sie diese Konflikte nachempfinden und überwinden.

  • Analytische Psychotherapie

    Diese Therapieform hat das Ziel, unbewusste innere Konflikte aus der Vergangenheit zu erkennen und aufzuarbeiten. Verdrängte Gefühle und Erinnerungen können einen Menschen so negativ beeinflussen und blockieren, dass er dadurch krank wird. Ziel der Analytischen Psychotherapie ist es, sich dieser Gefühle und Erinnerungen zu stellen und mit Hilfe des Therapeuten daran zu arbeiten, dass diese den Menschen nicht mehr krank machen. Die Gefühle und Erinnerungen sind in der Regel in der Vergangenheit zu finden.


  • Weitere Therapieformen

    Neben den oben anerkannten Therapien gibt es weitere Methoden, die häufig von den gesetzlichen Krankenkassen nicht anerkannt werden.

Akuthilfe bei der psychotherapeutische Sprechstunde

Sie brauchen schnellstmöglich Hilfe, weil Sie einfach nicht weiterwissen? Dann können Sie die psychotherapeutische Sprechstunde wahrnehmen, für die Sie zeitnah einen Termin bei einem Therapeuten bekommen. Bei diesem Termin erfahren Sie, ob ein Verdacht auf eine psychische Krankheit vorliegt. Der Therapeut bespricht mit Ihnen, welche weiteren therapeutischen Schritte sinnvoll sind. 

Kostenübernahme für eine Therapie

Bevor Sie mit einer Psychotherapie oder einer Akutbehandlung beginnen, müssen Sie die psychotherapeutische Sprechstunde besuchen. Stellt der Therapeut bei diesem Termin fest, dass Sie eine psychotherapeutische Behandlung benötigen, beantragt er diese. Wird die Therapie genehmigt, ist diese für Sie kostenlos.

Um die Behandlung zu verlängern, müssen Sie und Ihr Therapeut rechtzeitig einen neuen Antrag stellen. Dieser wird von einem unabhängigen Gutachter geprüft – ein Verfahren, das für alle gesetzlichen Krankenkassen vorgeschrieben ist.

Sie suchen einen Psychotherapeuten?

Sie haben freie Wahl – nur eine Kassenzulassung muss Ihr Therapeut haben. Bevor Sie eine Therapie wahrnehmen können, ist die Teilnahme an einer ersten Sprechstunde notwendig. Bei der Terminfindung hilft Ihnen die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung. Hier finden Sie die Kontaktdaten der in Ihrem Bundesland zuständigen Stelle. Halten Sie für das Telefonat Ihre DAK-Gesundheitskarte bereit. Maximal vier Wochen warten Sie auf einen Termin.

Erst nach dieser Sprechstunde können Sie einen Therapeuten suchen – sofern der Arzt Ihnen einen Behandlungsschein aushändigt. Bei der Suche unterstützt Sie Ihr DAK-Servicezentrum oder der DAK-Gesundheit Arztfinder.