Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge: Ablauf, Kosten und mehr zur Früherkennung

Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge: Mit Pullover verdeckter Unterleib einer Frau.

Eindeutige Symptome sind bei Gebärmutterhalskrebs selten. Meist ist eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) die Ursache. Die Krebsvorsorge beim Frauenarzt trägt dazu bei, Zellveränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig mit der Therapie zu beginnen. Ab wann sollten Frauen zur Vorsorge? Und was ist eigentlich der Pap-Abstrich? Antworten dazu und mehr zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge gibt es hier.

Wie läuft die Untersuchung zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge ab?

Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin untersucht Ihre Genitalorgane und entnimmt zur Krebsfrüherkennung Zellen aus dem Gebärmutterhalskanal. Diese werden im Labor auf Krebszellen untersucht. Nach sieben bis zehn Tagen liegt das Ergebnis vor. Bei einem Verdacht auf Zellveränderungen oder Gebärmutterhalskrebs wiederholt Ihr Arzt regelmäßig den Krebsabstrich und entnimmt Gewebeproben.

Der ideale Zeitraum für den Vorsorge-Termin sind die ersten 14 Tage nach der Regelblutung.

Vorsorgen lohnt sich – auch finanziell

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Ab wann und wie oft sollte ich zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge gehen?

Für Frauen ab 20 Jahren ist es sinnvoll einmal im Jahr zur Vorsorge zu gehen. Dabei untersucht die Frauenärztin oder der Frauenarzt die inneren und äußeren Geschlechtsteile, um frühzeitig Veränderungen zu erkennen, die auf Krebs oder andere Krankheiten hindeuten. Die jährliche Untersuchung ist für Sie kostenlos.

Je nach Alter kommen noch weitere Untersuchungen zur Gebärmutterhalskrebs Vorsorge hinzu.

  • Frauen zwischen 20 und 34 Jahren können sich einmal jährlich kostenlos mittels Pap-Abstrich auf Zellveränderungen am Gebärmutterhals untersuchen lassen.
  • Frauen ab 35 Jahren haben die Möglichkeit, alle drei Jahre kostenlos einen KO-Test zu machen: Das ist die Kombination aus HPV-Test und Pap-Abstrich. 

Warum erfolgt die Gebärmutterhalskrebs Vorsorge ab 35 nur alle 3 Jahre?

Die Zeitfenster und Früherkennungs-Untersuchungen sind auf Grundlage von wissenschaftlichen Studien festgelegt, um Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen. Je nach Alter sind allerdings unterschiedliche Verfahren aussagekräftig. 

Bei Frauen zwischen 20 und 34 kann der Pap-Abstrich besserer zeigen, ob Zellveränderungen am Gebärmutterhals vorliegen. HPV-Infektionen heilen in diesem Alter meist ohne weiteren Folgen von alleine ab. Ein positiver HPV-Test würde entsprechend „falschen Alarm“ geben. 

Bei Frauen ab 35 geht Gebärmutterhalskrebs zumeist auf eine Infektion mit HPV zurück, die nicht von alleine abheilt. Daher ist hier eine Kombinationsuntersuchung (Ko-Testung) sinnvoll. Sie bestehend aus einem Pap-Abstrich und einem HPV-Test. Ein vom Gebärmutterhals entnommener Abstrich wird hierbei sowohl auf HP-Viren als auch auf Zellveränderungen untersucht.

Da die Zellveränderungen beziehungsweise mögliche Krebsvorstufen sehr langsam wachsen, ist es gemäß aktueller Studienlage ausreichend, dass die kombinierte Untersuchung alle 3 Jahre stattfindet. Wenn das Ergebnis auffällig ist, wird die Ärztin oder der Arzt schon in kürzerem Abstand einen neuen Untersuchungstermin vereinbaren.

Video: Pap-Abstrich und Gebärmutterhalskrebs erklärt

 

Was ist der Pap-Test?

Der Pap-Test ist eine Methode zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Der Name Pap-Test geht auf den griechischen Arzt zurück, der den Test entwickelt hat: George N. Papanicolaou. 

Beim Pap-Test werden Schleimhautzellen an Gebärmutterhals und Muttermund abgestrichen und im Labor auf verdächtige Zellveränderungen untersucht.

Was bedeutet das Ergebnis meines Pap-Tests?

Das Ergebnis des Pap-Tests wird in unterschiedliche Kategorien eingestuft. Je nach Einstufung entscheidet die Ärztin oder der Arzt, ob und welche weiteren Untersuchungen oder Behandlungen nötig sind.

Befund Was bedeutet die Einstufung? 
Pap 0 Keine Beurteilung des Abstrichs möglich. Er sollte in den nächsten 3 Monaten wiederholt werden.
Pap I Es ist alles in Ordnung. Die Zellen sind gesund.
Pap II 

Die Zellen sind leicht verändert, was aber keine Bedeutung hat. 

Es besteht kein Krebsverdacht. 

Pap III Es wurden zwar keine Krebszellen gefunden, aber die Zellen sind verändert und lassen sich nicht eindeutig beurteilen. Um ein klareres Ergebnis zu erhalten, kann der Pap-Test wiederholt oder ein HPV-Test gemacht werden.
Pap IIIDDie Zellen sind leicht bis deutlich verändert, dabei ist jedoch nicht ganz klar, ob  es sich um bösartige Veränderungen handelt. Nach 6 Monaten sollten weitere Untersuchungen folgen.
Pap IV Die Zellen sind stark verändert. Es kann sich bei der Veränderung um eine Krebsvorstufe handeln. Über eine Gewebeentnahme und andere Untersuchungen kann der Befund weiter geprüft werden.
Pap V Es wurden Tumorzellen gefunden, die eventuell schon in tiefere Gewebeschichten gewachsen ist. Es sollten unverzüglich weitere Untersuchungen und Gewebeproben erfolgen.

Was ist der HPV-Test?

Mit dem HPV-Test lassen sich Viren nachweisen, die die Gefahr von Gebärmutterhalskrebs erhöhen. Der Pap-Test zeigt dagegen verdächtige Zellveränderungen auf. 

Eine HPV-Impfung im Alter zwischen neun und 14 Jahren kann vor einer Infektion schützen. Da die Impfung nur die häufigsten Hochrisiko-Viren abwehrt, ersetzt sie nicht die Krebsvorsorge. Durchschnittlich zehn Jahre nach einer HPV-Infektion kann sich im Gebärmutterhals eine Krebsvorstufe bilden. Die Heilungschancen steigen bei einer frühzeitigen Diagnose. Nehmen Sie am besten ab einem Alter von 20 Jahren einmal im Jahr die Krebsvorsorge beim Frauenarzt wahr. Ihnen entstehen dadurch keine Kosten. Einfach die Krankenversicherungskarte vorlegen. Den Rest erledigen wir.
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Qualitätssicherung

Fachbereich der DAK-Gesundheit

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