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NRW: Immer mehr wollen auf Dauer EU-weite Sommerzeit

DAK-Umfrage: Widerstand gegen die Umstellung erreicht Höchststand - gesundheitliche Probleme nehmen zu

Zeitumstellung abschaffen, ja oder nein – dauerhaft Sommerzeit oder Winterzeit? In der Europäischen Union wird über einen Zeitplan zur Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert. Die Menschen an Rhein und Ruhr wollen nicht mehr zweimal im Jahr an der Uhr drehen. Mit 78 Prozent erreicht der Anteil der Umstellungs-Gegner einen neuen Höchststand. Mehr als zwei Drittel der Befragten in Nordrhein-Westfalen finden es zudem wichtig, dass sich die EU auf eine einheitliche Zeit einigt. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage* in NRW im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Weitere Ergebnisse der aktuellen Befragung: 29 Prozent berichten von gesundheitlichen Problemen nach der Zeitumstellung. Etwa jeder Zweite möchte gern dauerhaft die Sommerzeit in Deutschland.

In Nordrhein-Westfalen halten nur noch 18 Prozent die Zeitumstellung für sinnvoll – im Jahr 2014 waren es laut DAK-Befragung noch 27 Prozent. 67 Prozent sind der Meinung, dass sich nun alle EU-Länder auf eine gemeinsame Zeit einigen sollten. Bei der Frage, ob es die Sommerzeit oder die Winterzeit sein sollte, würde fast jeder Zweite (46 Prozent) die Sommerzeit dauerhaft vorziehen. Grund dafür ist vor allem, dass es dann abends länger hell ist. Das sagten 88 Prozent der Sommerzeit-Befürworter. Die Hälfte fühlt sich während der Sommerzeit fitter und 30 Prozent würden die Sommerzeit vorziehen, weil sie gesünder für den Körper sei. Ein Drittel möchte die dauerhafte Winterzeit (Normalzeit) - vor allem, weil es morgens früher hell ist. „Wir begrüßen die Abschaffung der Zeitumstellung“, sagt Klaus Overdiek, Leiter der DAK-Landesvertretung in NRW. „Unsere Studien belegen seit 2007 eine steigende Ablehnung gegen den ständigen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit. Immer mehr geben an, dass sie deswegen gesundheitliche Probleme haben. Es wäre gut, wenn das EU-Parlament die erforderliche Gesetzgebung vor der Europawahl abschließt. Dann ist die Zeitumstellung spätestens 2020 Geschichte.“

Schlapp, müde & gereizt

Wenn die Uhr umgestellt wird, sorgt das laut DAK-Befragung bei mehr als jedem Vierten (29 Prozent) für gesundheitliche Probleme. Die meisten der Betroffenen – 79 Prozent – fühlen sich müde oder schlapp. 63 Prozent hatten schon Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen.

37 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren, 26 Prozent waren gereizt. Sieben Prozent der Befragten hatten sogar eine depressive Verstimmung. Vor allem Menschen im Alter von 30 bis 59 Jahren und Frauen leiden unter der Zeitumstellung.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober werden die Uhren wieder um eine Stunde – auf Winterzeit – zurückgestellt. Geht es nach der EU-Kommission sollen die Uhren im kommenden März zum letzten Mal in allen Ländern der Europäischen Union auf Sommerzeit vorgestellt werden. Anschließend sollen die einzelnen Länder entscheiden, ob sie im Herbst 2019 wieder zur Winterzeit wechseln oder in der Sommerzeit bleiben.


Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert 5,8 Millionen Menschen, rund 1,1 Millionen davon in NRW.


*Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa, 27. September bis 13. Oktober 2018, 1.005 Befragte in NRW.

Im Vergleich: DAK-Umfragen zur Zeitumstellung der vergangenen Jahre

Für die Abschaffung der Zeitumstellung waren:

2018: 78 Prozent
2017: 71 Prozent
2015: 73 Prozent
2014: 72 Prozent

Menschen mit gesundheitlichen Problemen wegen der Zeitumstellung:

2018: 29 Prozent
2017: 23 Prozent
2015: 25 Prozent
2014: 21 Prozent


Jörg Bodanowitz

Chef-Pressesprecher

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