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Dresden, 29. November 2021. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 4.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Komasaufen bei Jugendlichen. In Sachsen kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne von der 17-jährigen Schülerin Jenny-Helen Lißner aus Heidenau. Jetzt wurde sie von Sozialministerin Petra Köpping, Schirmherrin der Aktion in Sachsen, und DAK-Landeschefin Christine Enenkel geehrt. 

Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping betont: „Ich freue mich, dass sich trotz der schwierigen Umstände im letzten Schuljahr Schülerinnen und Schüler künstlerisch mit dem wichtigen Thema des exzessiven Alkoholkonsums auseinandergesetzt haben und wir solch ein tolles Kunstwerk auszeichnen dürfen. Seit Jahren bewegen sich in Sachsen die Fallzahlen von Kindern und Jugendlichen, die wegen einer akuten Alkoholintoxikation im Krankenhaus behandelt werden müssen, auf hohem Niveau. Wir müssen hier weiter am Ball bleiben und vor allem mit Präventionsangeboten etwas dagegen tun. Die Kampagne „bunt statt blau“ der DAK leistet einen Beitrag dazu. Durch den Prozess der Entstehung des Kunstwerkes von der Idee bis zum fertigen Bild erfolgt eine intensive Beschäftigung mit dem Thema Alkoholkonsum. Und darauf kommt es an. Denn wir wissen, dass Alkoholprävention dann wirksam und nachhaltig ist, wenn sich Kinder und Jugendliche selbst aktiv mit dem Thema Alkohol auseinandersetzen.“

Christine Enenkel, Leiterin der DAK-Landesvertretung Sachsen, sagt: „Jugendliche sollen ohne erhobenen Zeigefinger den vernünftigen Umgang mit Alkohol lernen. Wenn Schülerinnen und Schüler im Zuge des Plakatwettbewerbs selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention auf Augenhöhe.“ 

Die Idee hinter ihrem Plakat beschreibt die Landessiegerin Jenny Helen Lißner so: „Mein Plakat zeigt eine zweigeteilte Spielkarte. Die Joker-Seite zeigt ein gesundes Mädchen mit den klassischen Kartenspielsymbolen und steht für das Bunte in ‚bunt statt blau‘. Die ‚Loser‘-Seite zeigt ein stark alkoholisiertes Mädchen mit Piktogrammen, die im Zusammenhang mit Alkohol stehen. Das komplette Leben um sie herum ist am Alkohol orientiert. Ich selbst sehe mehr Gefahr als Nutzen in dieser legalen Droge, zumal die Gesellschaft die Bedrohung für vor allem unerfahrene Jugendliche viel zu sehr verharmlost.“ Damit gewinnt sie den Hauptpreis von 300 Euro. 

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage haben Sozialministerin Köpping und DAK-Gesundheit in diesem Jahr auf die traditionelle Siegerehrung verzichtet. Deshalb bekam Jenny Helen ihren Preis und einen persönlichen Brief der Ministerin zu Hause von DAK-Landeschefin Christine Enenkel überreicht.

Platz zwei ging an Mathea Alef vom BIP Gymnasium in Leipzig. Dritte wurde Katerina Lorencová (17) vom Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pirna. Den Sonderpreis für junge Künstler holte sich die zwölfjährige Diana Lina Rutz aus Riesa.

Rund 20.500 Jugendliche mit Alkoholvergiftung
Nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundsamtes landeten 2019 bundesweit rund 20.500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. In Sachsen waren es 1.266 Betroffene zwischen zehn und 19 Jahren. Experten fordern deshalb weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. Deshalb luden die DAK-Gesundheit und Sozialministerin Petra Köpping auch in diesem Jahr zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein.

Den Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ fand in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt. Insgesamt haben seit 2010 rund 115.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.dak.de/buntstattblau.

Stefan Wandel

Pressesprecher

Bilder zum Download / Credit: DAK-Gesundheit