Sicherheitshinweis

Ihre Verbindung zu Meine DAK wird wegen Inaktivität in Sekunden getrennt. Möchten Sie die Verbindung beibehalten?

NRW: Arbeitnehmer melden sich seltener krank

DAK-Gesundheit: Rückenleiden, Erkältungen und psychische Erkrankungen verursachen mehr als jeden zweiten Fehltag

Im ersten Halbjahr 2017 meldeten sich Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen (NRW) seltener krank als im Vorjahr: Der Krankenstand betrug wie im Vorjahr 4,3 Prozent, so das Ergebnis einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 stieg die Zahl der Berufstätigen ohne Krankmeldung auf 64,4 Prozent (Vorjahr 63,9 Prozent). Mehr als jeder Dritte (35,6 Prozent) war mindestens einmal krankgeschrieben. Den größten Anteil am Krankenstand haben Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische Erkrankungen und Erkältungen. Mehr als jeder zweite Fehltag ging auf das Konto einer dieser drei Krankheitsarten (55 Prozent). 

„Rückenleiden und Co. stehen an erster Stelle der NRW-Fehltage-Statistik. Jeder fünfte Fehltag wird durch sie begründet“, erklärt Peter Mager, Leiter der Landesvertretung der DAK-Gesundheit Nordrhein-Westfalen. Bei Männern machen Muskel-Skelett-Erkrankungen einen größeren Anteil am Krankenstand aus als bei Frauen (22,9 vs. 18,7 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgen psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände mit einem Anteil am Gesamtkrankenstand von 17,8 Prozent (1. Halbjahr 2016: 17,4 Prozent). Damit liegt der Anteil der psychischen Erkrankungen am Krankenstand in NRW deutlich über dem Bundesdurchschnitt (15,6 Prozent). Frauen wurden häufiger als Männer mit einer solchen Diagnose krankgeschrieben. Die Betroffenen fielen besonders lange aus: Im Schnitt waren es 38,8 Tage, vier Tage mehr als im Bundesdurchschnitt. Krankheiten des Atmungssystems belegen den dritten Rang. Ihr Anteil betrug 16,4 Prozent. 

Höherer Krankenstand bei Frauen

Die Auswertung zeigt: Berufstätige Frauen in NRW waren insgesamt häufiger krankgeschrieben als ihre männlichen Kollegen. Mit 4,7 Prozent liegt ihr Krankenstand deutlich über dem der Männer (3,9 Prozent). Mit 854 Fehltagen je 100 Versicherte stiegen die Ausfallzeiten bei Frauen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 um fünf Tage an. Männer fehlten im gleichen Zeitraum sechs Tage weniger. 

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 400.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in NRW für das erste Halbjahr 2017 aus. 

Die DAK-Gesundheit hilft Unternehmen mit Angeboten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dabei, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu stärken. Mehr dazu unter: www.dak.de/bgm


Vergleich: Die wichtigsten Diagnosen zusammen mit ihrem Anteil am Krankenstand


1. Halbjahr 20171. Halbjahr 2016


  1. Muskel-Skelett-System (20,8 Prozent)
  2. Psychische Erkrankungen (17,8 Prozent)
  3. Atmungssystem (16,4 Prozent)
  4. Verletzungen und Vergiftungen (11,1 Prozent)
  5. Verdauungssystem (5,1 Prozent)
  6. Infektionen (4,5 Prozent)
  7. Neubildungen (4,4 Prozent)
  8. Nervensystem, Augen, Ohren (4,2 Prozent)
  9. Unspezifische Symptome (4 Prozent)
  10. Kreislaufsystem (3,9 Prozent)


  1. Muskel-Skelett-System (21,5 Prozent)
  2. Psychische Erkrankungen (17,4 Prozent)
  3. Atmungssystem (16,1 Prozent)
  4. Verletzungen und Vergiftungen (11,1 Prozent)
  5. Verdauungssystem (5,3 Prozent)
  6. Infektionen (4,4 Prozent)
  7. Nervensystem, Augen, Ohren (4,4 Prozent)
  8. Kreislaufsystem (4,2 Prozent)
  9. Neubildungen (4,2 Prozent)
  10. Unspezifische Symptome (3,9 Prozent)

Jörg Bodanowitz

Chef-Pressesprecher

Bild zum Download