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Presse

DAK-Umfrage: 79 Prozent der Bevölkerung gegen Zeitumstellung – Mehr als jeder Vierte hat gesundheitliche Probleme

Die Länder der Europäischen Union diskutieren über den Zeitplan zur Abschaffung der Zeitumstellung. Die Menschen in Hessen haben dazu eine klare Haltung. 79 Prozent lehnen die Zeitumstellung ab und wünschen sich mehrheitlich eine einheitliche Zeit für Europa nach der Abschaffung der Zeitumstellung. Nach einer repräsentativen Umfrage* der DAK-Gesundheit halten mehr als zwei Drittel der Hessen eine Einigung der europäischen Länder auf eine einheitliche Zeit für wichtig. Unentschieden sind die Hessen dagegen bei der Frage, ob zukünftig die Sommer- oder Winterzeit (Normalzeit) gelten soll. Die wenigsten Probleme mit dem Dreh an der Uhr haben jüngere Menschen unter 30 Jahren. 

Nur 16 Prozent der Hessen halten die Zeitumstellung für sinnvoll –  im vergangenen Jahr waren es laut DAK-Befragung bundesweit noch 25 Prozent. 66 Prozent meinen, dass sich nun alle EU-Länder auf eine gemeinsame Zeit einigen sollten. Gefragt nach der favorisierten Zeit ist die hessische Bevölkerung unentschieden. 38 Prozent sprachen sich in der Umfrage für die Winterzeit aus. 40 Prozent wünschen sich dauerhaft die Sommerzeit. Wichtigster Grund dafür ist, dass es dann abends länger hell ist. Das sagten 90 Prozent der hessischen Sommerzeit-Befürworter. 43 Prozent nannten als Grund, dass sie sich während der Sommerzeit fitter fühlen. Fast jeder Dritte (27 Prozent) zieht die Sommerzeit vor, weil er glaubt, sie sei gesünder für den Körper. Die Winterzeit halten 56 Prozent der Befürworter als gesünder für den Körper. „Die Abschaffung der Zeitumstellung ist richtig und wichtig“, betont die hessische DAK-Landeschefin Sötkin Geitner. „Zahlreiche Menschen leiden unter dem ständigen Wechsel. Auf europäischer Ebene müssen nun zügig die Weichen gestellt werden, damit es noch vor der Europawahl im Mai 2019 Klarheit gibt.“ 

Schlapp, müde & gereizt

Die Zeitumstellung, die 1980 infolge der Ölkrise eingeführt wurde, sorgt laut DAK-Befragung bei mehr als jedem Vierten (28 Prozent) für gesundheitliche Probleme. Die meisten Hessen – 82 Prozent – fühlen sich müde oder schlapp. 72 Prozent klagen über Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. 

35 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren, 32 Prozent waren gereizt. Jeder Achte (13 Prozent) hatte sogar eine depressive Verstimmung. Vor allem Menschen im Alter von 45 bis 59 Jahren und Frauen leiden unter der Zeitumstellung. 

In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober werden die Uhren wieder um eine Stunde – auf Winterzeit – zurückgestellt. Geht es nach der EU-Kommission sollen die Uhren im kommenden März zum letzten Mal in allen Ländern der Europäischen Union auf Sommerzeit vorgestellt werden. Anschließend sollen die einzelnen Länder entscheiden, ob sie im Herbst 2019 wieder zur Winterzeit wechseln oder in der Sommerzeit bleiben. 

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Hessen und versichert rund 750.000 Menschen. Bundesweit sind es rund 5,8 Millionen. 

*Repräsentative Bevölkerungsumfrage zur Zeitumstellung durch Forsa, 27. September bis 10. Oktober 2018, 1.001 Befragte in Hessen.


Claus Uebel

Pressesprecher für Hessen

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