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Magdeburg, 12. Oktober 2020. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto schufen in diesem Jahr bundesweit mehr als 6.100 Schülerinnen und Schüler Kunstwerke gegen das sogenannte Komasaufen. Das beste Plakat aus Sachsen-Anhalt kommt von der 17-jährigen Anna Szmyt aus Salzatal im Saalekreis. Jetzt wurden in Magdeburg die landesweiten Preise beim Wettbewerb der Krankenkasse DAK-Gesundheit verliehen. Die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration Petra Grimm-Benne nahm als Schirmherrin der Aktion die Siegerehrung vor. 

„Die Kampagne der DAK-Gesundheit ist ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung, denn Komasaufen hat fatale Auswirkungen. Jede Alkoholvergiftung eines Kindes oder Jugendlichen ist eine zu viel. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Prävention immer dann gut ankommt, wenn Kinder und Jugendliche selbst aktiv sein können und nicht lediglich Moralpredigten gehalten bekommen“, würdigt Sozialministerin Petra Grimm-Benne „bunt statt blau“. „Es ist gut, wenn solche wichtigen Gesundheitsthemen in den Schulalltag einfließen“, sagt Steffen Meyrich, Leiter der DAK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt. „Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche ganz wichtige Botschafter. Wenn Schülerinnen und Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention.“ 

Plakate sind Botschaften
Das erfolgreiche Plakat von Anna Szmyt zeigt eine junge Frau, die im Strudel einer Flasche unter Wasser gezogen und von dunklen Gestalten festgehalten wird. Platz zwei geht an die 14-jährige Jana Schneider aus Hecklingen bei Staßfurt. Den dritten Rang belegt Felizitas Stark (15) aus Magdeburg. Der Sonderpreis für Jüngere geht an die erst 13-jährige Toka Kharbouti aus Dessau.

Rund 20.500 Jugendliche mit Alkoholvergiftung
Nach aktuellen Zahlen der statistischen Landesämter landeten 2018 erneut 20.469 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. In Sachsen-Anhalt waren es 657 und damit 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Experten fordern daher eine weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der beim Wettbewerb engagierten Schulkinder, sie hätten durch „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach Einschätzung der befragten Jungen und Mädchen trägt die Kampagne auch dazu bei, dass Gleichaltrige vernünftiger mit Alkohol umgehen. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Sozialministerin Petra Grimm-Benne regelmäßig zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion fand in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt. Mit inzwischen weit über 100.000 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne.

Im November kürt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Daniela Ludwig, dem DAK-Vorstand Andreas Storm und dem Hamburger Sänger Emree Kavás aus allen Landessiegern die Bundesgewinner 2020. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter: www.dak.de/buntstattblau.


Stefan Poetig

Pressesprecher für Sachsen-Anhalt

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