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Presse

„bunt statt blau“: Unter diesem Motto haben im Frühjahr bundesweit knapp 9.000 Schüler Kunstwerke gegen das Rauschtrinken geschaffen. Das beste Plakat in Bayern kommt von der 13-jährigen Julie Koch aus Ingolstadt, Schülerin der Staatlichen Realschule Kösching. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat gestern Abend die Preise an die Landessieger des Plakatwettbewerbs überreicht. Zu Ehren des zehnjährigen Jubiläums von „bunt statt blau“ empfing die Schirmherrin der DAK-Präventionskampagne aktuelle und frühere Landessieger sowie zahlreiche Unterstützer im Rahmen eines Staatsempfangs in der Residenz München.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Die DAK-Präventionskampagne 'bunt statt blau' blickt auf eine nunmehr zehnjährige Erfolgsgeschichte zurück. Mit diesem Wettbewerb gelingt es auf eindrucksvolle Weise, Jugendliche für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren. Ich freue mich, dass ich fast von Beginn an Schirmherrin dieses tollen Schülerwettbewerbs bin.“ Die Ministerin ergänzte: „Es ist zwar sehr erfreulich, dass die Zahl der jugendlichen Rauschtrinker in Bayern in den vergangenen Jahren gesunken ist. Aber wir werden auch künftig in unseren Bemühungen nicht nachlassen, den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen einzudämmen. So investiert das bayerische Gesundheitsministerium jedes Jahr rund eine Million Euro für Präventionsmaßnahmen gegen Alkoholmissbrauch.“

„Im Kampf gegen das Rauschtrinken sind Schülerinnen und Schüler ganz wichtige Botschafter. Wenn wir mit der Kampagne 'bunt statt blau' zudem solche Gesundheitsthemen in den Schulalltag tragen können, dann ist das wirkungsvolle Prävention“, sagt Sophie Schwab, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Bayern. „Für zehn Jahre gemeinsame Arbeit in der Alkoholprävention gibt es für uns keine größere Anerkennung als die Ausrichtung eines Staatsempfanges. Dafür danken wir der Bayerischen Staatsregierung und Ministerin Melanie Huml sehr herzlich.“ 

Die Siegerin Julie Koch beschreibt die Idee hinter ihrem Plakat so: „Das Leben ist ohne Alkohol viel bunter, also reicher. Und man darf nicht vergessen: Alkohol schränkt nicht nur ein, sondern ist auch gefährlich. Wenn man zum Beispiel versucht, seine Sorgen in Alkohol zu ertränken, kann es schnell passieren, dass man sich selber gleich mit ertränkt und untergeht.“ 

Der zweite Platz des Wettbewerbes ging an Romy Ziegler (15) von der Maria Ward Realschule im niederbayerischen Neuhaus. Den dritten Platz holte sich Milena Reichel (15) vom Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel. Den Sonderpreis für junge Künstler gewann die zwölfjährige Kimberly Bates von der Mittelschule Zeil-Sand im unterfränkischen Landkreis Haßberge. 

Der langjährige Hauptjuror Hans Joachim von Zieten, Leiter der Jugendkunstakademie und Freien Akademie München für anthroposophische Kunsttherapie, erklärt: „Das Erfolgsgeheimnis von zehn Jahren 'bunt statt blau' liegt in der Phantasie-  und Schöpferkraft von vielen Jugendlichen, die jährlich mit originellen Kunst-Plakaten Selbstbewusstsein zeigen: Nein zum Alkohol. Ich bin jedes Mal sehr begeistert von der unerschöpflichen Kreativität mit positiven Themen wie Mitmenschlichkeit, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt. Kunst schafft so nachhaltiges Gesundheits-Bewusstsein.“ 

Mehr als 100.000 Teilnehmer in zehn Jahren „bunt statt blau“

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes landeten 2017 in Bayern mehr als 4.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Experten fordern eine weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstler, der Wettbewerb „bunt statt blau“ trage nach ihrer Einschätzung auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen. Mit inzwischen über 100.000 Teilnehmern gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau

Stefan Wandel

Pressesprecher