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Geduld üben für mehr Gelassenheit

Geduld ist tatsächlich eine wichtige Ressource, die schon seit vielen Jahrzehnten die Forschung beschäftigt. Seit dem berühmten Marshmallow-Test, der in den 60er Jahren Kinder auf die Probe stellte, ist bekannt, dass Versuchungen zu widerstehen erfolgreicher macht, als sofort zuzuschlagen. Das spiegeln vor allem die Ergebnisse der auf dem Test basierenden Langzeitbeobachtungen wider. Sie lassen den Schluss zu, dass Geduld gesünder und ausgeglichener macht.

Denn dahinter verbirgt sich eine gute Mischung wichtiger Eigenschaften, die in Geduld stecken: Selbstkontrolle, Frustrationstoleranz und Ausdauer. Ein bisschen mehr davon von Kindesbeinen an hat offensichtlich zur Folge, dass man emotional stabiler ist, erfolgreicher Schule, Ausbildung und Job absolviert, besser mit Rückschlägen umgehen kann und seltener suchtgefährdet ist.

Erst Schritte

Erste Hilfe für Ungeduldige: Es ist nie zu spät für Kurskorrekturen. Es gibt Faktoren, die Geduld und Durchhaltevermögen positiv beeinflussen. An erster Stelle steht die Frage nach der Motivation: Was bewegt mich, dran zu bleiben und diese Aufgabe zu erfüllen? Wer ein konkretes Bild vor Augen hat, wie sich der Erfolg anfühlt, dem fällt es leichter, durchzuhalten.

Auch die Erkenntnis, dass man ohne Anstrengung, Fleiß und Geduld nicht ans Ziel kommen kann, ist eine wichtige Säule im Lernprozess. Schließlich hilft auch die Erfahrung, dass eine Aufgabe, die man sich vorgenommen hat, zu Ende zu bringen, zufriedener und glücklicher macht, als sie abzubrechen. Alle, die sich eine Diät oder ein Sportprogramm vorgenommen und durchgehalten haben, können davon ein Lied singen.

Drei gute Tipps für mehr Geduld

1. Zeitdruck vermeiden

Unter Zeitdruck ist die Gefahr viel größer, ungeduldig zu werden. Mit einer besseren Planung und genügend großen Zeitfenstern kann man gut gegensteuern.

2. Denkmuster ändern

Bewusstes Warten nicht als Zeitverschwendung betrachten, sondern als geschenkte Zeit. Und diese sinnvoll nutzen, etwa mit Gehirnjogging oder einer kleinen Meditation.

3. Selbstkontrolle üben

Nimm dir eine Aufgabe vor, die Geduld erfordert, aber ohne zu streng mit dir zu sein. Lieber eine kleine Einheit mit gutem Ergebnis als eine Überforderung, die du abbrechen musst. Und dann heißt es: dranbleiben – mit To-do-Listen, selbst entwickelten Plänen, Routine, Meditation und Konzentrationsübungen.