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Welche Symptome löst eine Tierhaarallergie aus?

Bei einer Tierhaarallergie treten die Symptome meist sofort nach Kontakt mit dem Tier auf. Oft reicht es schon aus, einen Raum zu betreten, in dem sich viele Tierhaare befinden. Die Nase läuft, meist muss der Betroffene niesen.

Möglich sind auch Reaktionen der Haut und der Augenschleimhäute. Es kann zu Juckreiz und Tränenfluss kommen. Die Symptome ähneln denen einer Bindehautentzündung. Auch Husten, Atemnot und allergisches Asthma sind möglich. Bei Neurodermitikern kann eine Tierhaarallergie Schübe auslösen.

Welche Ursachen hat eine Tierhaarallergie?

Bei einer Tierhaarallergie löst der Kontakt mit einer bestimmten Tierart oder deren Haaren eine allergische Reaktion aus. Besonders häufig ist eine Katzenhaarallergie, etwas seltener die Hundehaarallergie. Auch sind Allergien gegen mehrere Tierarten möglich.

Der Name ist bei diesen Allergiearten irreführend. Denn nicht die Tierhaare selbst lösen die Allergie aus, sondern Proteine aus Hautschuppen, Kot, Urin, Speichel oder Tränenflüssigkeit der Tiere, die an deren Haaren haften. Wenn Tiere in einem Haushalt leben, sind deren Allergene überall zu finden. Außerdem haften sie an der Kleidung. Es kann also sein, dass ein Allergiker bereits bei Kontakt mit einem Katzenhalter allergisch reagiert.

Das Immunsystem reagiert mit einer überschießenden Abwehrreaktion: Antikörper werden gebildet und Mastzellen schütten in großen Mengen Histamin aus. Dadurch entstehen die typischen allergischen Symptome.

Wie wird eine Tierhaarallergie diagnostiziert?

Eine Tierhaarallergie ist meist klar zu erkennen, da die Symptome unmittelbar beim Kontakt mit der jeweiligen Tierart oder deren Haaren auftreten. Wer sicher gehen will, wendet sich an einen Allergologen. Mit einem Pricktest ermittelt dieser, ob das Immunsystem auf Tierallergene reagiert. Die entsprechenden Allergene werden in hochverdünnter Form auf die Unterarme getropft. Es dauert rund 20 Minuten, bis eine Schwellung und Rötung die Allergie anzeigen.

Meist untersucht der Arzt das Blut zusätzlich nach Antikörpern, die der Körper gegen Tierallergene bildet. Möglich ist auch ein Provokationstest. Dabei trägt der Mediziner eine winzige Menge des Allergens auf die Nasenschleimhaut auf und beobachtet die Reaktion.

Wie sieht die Behandlung bei Tierhaarallergie aus?

Wie bei anderen Allergien auch können Medikamente wie Mastzellstabilisatoren die Ausschüttung von Histamin verhindern. Antihistaminika helfen, die Beschwerden vorübergehend zu lindern. Sie beseitigen jedoch nicht die Allergie selbst.

Für diejenigen, die unter starken Beschwerden leiden, jedoch auf ihr Haustier nicht verzichten möchten, kommt eine Hyposensibilisierung in Betracht. Die Therapie erstreckt sich über mehrere Jahre und soll dem Immunsystem durch eine schrittweise Gewöhnung die Überreaktion auf die Tierallergene abtrainieren. Die besten Erfolge erzielen Allergologen bei einer Katzenhaarallergie. Beachten Sie jedoch, dass eine Hyposensibilisierung häufig mit starken Nebenwirkungen wie Schwellungen, Rötungen und Juckreiz auftritt.

Tipps: Wie kann ich einer Tierhaarallergie vorbeugen?

Wer unter einer Tierhaarallergie leidet, sollte den Kontakt mit den entsprechenden Tieren möglichst meiden. Für manche Tierhalter kann das bedeuten, sich von einem Tier trennen zu müssen. Nur so lassen sich eine dauerhafte Verschlechterung der allergischen Beschwerden und eine Ausweitung der Allergie auf die unteren Atemwege vermeiden.

Wer nur unter milden Symptomen der Tierhaarallergie leidet, kann möglicherweise trotzdem mit einem Tier im Haushalt leben. Dabei sollten einige Regeln beachtet werden: Das Tier sollte keinen Zugang zum Schlafzimmer haben und möglichst nicht auf Polstermöbeln sitzen. Zudem sollte kein Teppich in der Wohnung liegen und der Wohnbereich regelmäßig mit einem Staubsauger mit Spezialfilter gereinigt werden.