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Welche Symptome haben Spannungskopfschmerzen?

Spannungskopfschmerzen treten in der Regel beidseitig auf. Sie strahlen vom Nacken über den Kopf bis in die Stirn aus. Meist fühlen sie sich drückend und ziehend an. Anders als bei Migräne verschlimmern sie sich nicht bei körperlichen Tätigkeiten. Auch treten keine Übelkeit, Erbrechen oder Sehstörungen auf. Manchmal ist die Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen erhöht. Viele Betroffene beschreiben den Schmerz so, als sei der Kopf in einen Schraubstock eingespannt.

Ursachen: Das löst Spannungskopfschmerzen aus

Die genauen Mechanismen, die zu Spannungskopfschmerzen führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich ist eine Verspannung der Nacken-, Hals- und Schultermuskulatur an der Entstehung der Schmerzen beteiligt. Doch gilt vor allem psychischer Stress als Hauptauslöser. Psychischer Stress können Konflikt- und Stresssituationen sein, Existenz- und Verlustängste, Depressionen und Überforderung. Die Belastung reizt die Schmerzfilter im Gehirn, Schmerzen werden eher wahrgenommen.

Auch eine falsche Haltung, nächtliches Zähneknirschen sowie fiebrige Infekte können zu Spannungskopfschmerzen führen. Bei chronischen Beschwerden gibt es Hinweise auf eine genetische Komponente.

Wie werden Spannungskopfschmerzen diagnostiziert?

Um den Spannungskopfschmerz von anderen Kopfschmerzarten abzugrenzen, ist die Anamnese sehr wichtig: In einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt gilt es, die Beschwerden möglichst genau zu beschreiben. Wie bei anderen Kopfschmerzformen auch kann hier ein Kopfschmerztagebuch sehr hilfreich sein. In dieses Buch tragen Sie ein, unter welchen Umständen das Kopfweh jeweils auftritt und wie lange die Schmerzen anhalten.

Um andere Erkrankungen auszuschließen, sind manchmal bildgebende Verfahren nötig.

Episodische und chronische Spannungskopfschmerzen

Ärzte unterscheiden bei Spannungskopfschmerzen zwischen zwei Formen: Wenn die Beschwerden zwar mindestens zehnmal im Jahr auftreten, aber an weniger als 180 Tagen, liegt vermutlich ein episodischer Spannungskopfschmerz vor.

Leidet ein Patient über mehr als drei Monate lang an mindestens 15 Tagen im Monat, handelt es sich um chronische Spannungskopfschmerzen. Diese sollten unbedingt ärztlich behandelt werden.

Behandlung: Was hilft bei Spannungskopfschmerzen?

Frei verkäufliche Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen oder Naproxen können Beschwerden lindern oder ganz beseitigen. Allerdings sollten Sie die Tabletten an nicht mehr als zehn Tagen im Monat einnehmen, da sie sonst medikamentenbedingte Kopfschmerzen auslösen können.

Bei akuten Schmerzen kann zehnprozentiges Pfefferminzöl helfen. Großflächig auf Stirn und Schläfe aufgetragen, tritt nach zehn bis 15 Minuten eine deutlichen Schmerzlinderung auf. Manchen Betroffenen hilft Wärme, andere erfahren Linderung durch Kälteanwendungen. Bei chronischen Spannungskopfschmerzen sind Entspannungsmaßnahmen wie die Progressive Muskelentspannung gut wirksam.

Vorbeugung: Spannungskopfschmerzen müssen nicht sein

Eine gute Vorbeugemaßnahme gegen Spannungskopfschmerzen ist erwiesenermaßen ein regelmäßiges, moderates Ausdauertraining. Das kann langsames Joggen, aber auch Schwimmen, Radfahren oder Walking sein.

Da auch eine schlechte Körperhaltung die Probleme verursachen kann, ist ein gezieltes Haltungs- und Muskelaufbautraining empfehlenswert. Wenn seelische Belastungen die Ursache sind, kann eine Psychotherapie helfen. Bei chronischen Spannungskopfschmerzen sind Entspannungsmaßnahmen wie die Progressive Muskelentspannung oder auch Yoga nachweislich gut wirksam.