Sicherheitshinweis

Ih

Warum ist die richtige Zahnpflege so wichtig?

Die richtige Zahnpflege und gesunde Ernährung sind unverzichtbar. Denn ist der Zahnschmelz zerstört, kann er sich nicht wieder regenerieren. Besondere Gefahr droht den Zähnen durch hohen Zuckerkonsum. Einige der vielen Bakterienarten, die die Mundhöhle natürlicherweise bewohnen, wandeln Zucker in aggressive Säuren um, welche die Zähne angreifen und Karies verursachen.

Doch auch das Zahnfleisch ist gefährdet: Hoher Zuckerkonsum sorgt für ein Ungleichgewicht der Bakterien, unerwünschte Keime vermehren sich, Parodontitis entsteht – und Zahnfleisch und Kieferknochen werden zerstört. Unbehandelt können sich die dafür verantwortlichen Erreger im ganzen Körper verteilen und schwere Krankheiten auslösen. So verdoppelt sich das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Wie sieht die optimale Zahnreinigung aus?

Zunächst: Für eine optimale Zahnpflege ist es nicht entscheidend, ob Sie Ihre Zähne manuell oder mit einer elektrischen Zahnbürste putzen. Viel wichtiger ist die jeweilige Putztechnik. Die richtige Putzzeit ist nach dem Frühstück sowie vor dem Schlafengehen – und zwar so lange, bis alle Zahnoberflächen mit der Zunge spürbar glatt und sauber sind. Wichtig: Nach dem Verzehr von säurehaltigen Speisen und Getränken wie etwa Orange, Ananas oder Grapefruit, sollten Sie mindestens 30 Minuten mit dem Putzen warten.

So benutzen Sie die Zahnbürste richtig:

So verwenden Sie eine Einbüschelzahnbürste richtig:

Besonders wichtig ist die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnzwischenraumbürsten und Zahnseide. An die Flächen zwischen den Zähnen gelangen die Borsten der normalen Zahnbürste nicht hin und so entsteht vor allem dort gefährlicher Karies. Wie Sie die Zwischenraumzahnbürsten und auch Zahnseide richtig verwenden, zeigen Ihnen die folgenden Videos.

So benutzen Sie eine Interdentalbürste richtig:

So verwenden Sie Zahnseide richtig:

So verwenden Sie einen Zungenschaber richtig:

Neben der richtigen Zahnpflege ist auch die Ernährung ein wichtiger Faktor für gesunde Zähne: Auf übermäßig viel Zucker sollten Sie prinzipiell verzichten. Milchprodukte wiederum enthalten viel Calcium und Phosphor – Mineralien, die den Zahnschmelz härten. Kauintensive Nahrung wie zum Beispiel Karotten oder Nüsse fördert die Selbstreinigung des Gebisses und stimuliert den Speichel.

Wie geht die Zahnpflege bei Kindern und Babys?

Als Faustregel gilt: Sobald der erste Zahn da ist, muss dieser rundherum geputzt werden. Kindern fehlen in den ersten Jahren die Feinmotorik, das Verantwortungsgefühl und die Konzentrationsfähigkeit, um ihre Zähne richtig zu pflegen. Deshalb liegt die Verantwortung bis etwa zum Ende der Grundschulzeit bei den Eltern.

Empfehlenswert für Kinder sind sehr weiche Zahnbürsten, damit das Putzen nicht am Zahnfleisch schmerzt. Mit etwa zwei Jahren beginnen Kinder mit eigenen Putzversuchen. Die eigentliche Reinigung muss jedoch von einem Elternteil durchgeführt werden. Es ist ratsam, spezielle Kinderzahnpasta zu benutzen, da diese weniger Fluorid enthält. Kinder sollten zudem so früh wie möglich mit dem Einsatz von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten vertraut gemacht werden.

Was kann ich für die Zahnprophylaxe tun?

Zu einer richtigen Zahnpflege gehört neben dem täglichen Putzen und einer gesunden, zuckerarmen Ernährung der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt zur Zahnvorsorge. Bei Bedarf kann er eventuell vorhandenen Zahnstein entfernen.

Wie sieht die Mundhygiene bei den Dritten aus?

Auch künstliche Zähne benötigen Pflege. Der Zahnersatz sollte täglich gründlich außerhalb des Mundes gereinigt werden. Denn auch auf den dritten Zähnen setzen sich Bakterien, Essensreste und abgestorbene Schleimhautzellen fest – und diese können zu schmerzhaften Entzündungen oder unangenehmen Mundgeruch führen. Reinigen Sie den Zahnersatz mit einer Zahnbürste unter fließendem Wasser. Verwenden Sie keine normale Zahnpasta. Diese enthält häufig Schmirgelstoffe, die die Oberfläche des Zahnersatzes beschädigen. Lassen Sie sich für die Zahnpflege der Dritten am besten in Ihrer Praxis beraten.

Festsitzende künstliche Zähne reinigen Sie wie Ihre eigenen Zähne und auch hier gilt: Zahnzwischenräume nicht vergessen. Zwar können die künstlichen Zähne keine Karies mehr bekommen, aber das Zahnfleisch zwischen den Zähnen ist weiterhin durch die Bakterienansammlung gefährdet – das Risiko der Parodontitis besteht wie bei den natürlichen Zähnen auch.