Squirting: Die weibliche Ejakulation beim Sex

Männer ejakulieren beim Orgasmus. Das ist bekannt. Aber wusstest du, dass es auch Frauen gibt, die das tun? Ja, die Ejakulation ist keine reine Männerdomäne. Rund um die weibliche Ejakulation, auch Squirten genannt, gibt es viele Fragen. Macht Squirten Sex schöner? Gibt es Stellungen, in denen es besser klappt? Kann jede Frau ejakulieren? Wir erklären dir, was beim Squirting in deinem Körper passiert und warum es bei manchen Frauen funktioniert, bei anderen nicht und warum beides völlig normal ist.
Was ist Squirting?
Gynäkologin Dr. Sheila de Liz erklärt Squirting umfassend in diesem Video.
Was passiert im Körper, bevor eine Frau ejakuliert?
Beim Squirten geht es im Wesentlichen um Entspannung beim Anspannen. Klingt komisch, ist aber tatsächlich so. Squirting wird häufig durch eine Stimulation des G-Punkts oder der gesamten G-Zone ausgelöst. Viele Frauen berichten, dass sie dabei einen intensiveren Orgasmus erleben. Beim Orgasmus spannen sich deine Muskeln an. Aber um zu squirten, müssen deine Muskeln im Beckenboden „loslassen“. Das kannst du trainieren.
Um das klarzustellen: Um intensive Orgasmen zu erleben, musst du nicht squirten. Manche Frauen berichten aber, dass ihre Orgasmen beim Squirten noch ein bisschen intensiver sind. Das Gefühl dabei wird häufig als „das komplette Loslassen“ und „das Befreien von Druck“ beschrieben.
Kann jede Frau squirten?
Ob tatsächlich jede Frau squirten kann, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Was wir dagegen sagen können, ist, dass Squirtingkurse kompletter Blödsinn sind und dir vermutlich nur das Geld aus der Tasche gezogen wird.
Wenn es um die Antwort auf die Frage geht, ob alle Frauen squirten können, musst du eines wissen: Die Körper von Frauen sind herrlich unterschiedlich. Nicht jede Frau erlebt den Orgasmus gleich intensiv. Außerdem kann der Weg zum Orgasmus von Frau zu Frau unterschiedlich sein.
Einige Frauen squirten unbewusst. Dabei wird mal mehr und mal weniger Flüssigkeit ausgestoßen. Bei anderen kommen lediglich einige Tropfen heraus und bei wieder anderen funktioniert es gar nicht.
Die Sache mit dem Squirting klappt bei dir einfach nicht? Das kann verschiedene Gründe haben. Manche Frauen produzieren zum Beispiel einfach nicht genug Flüssigkeit zum Squirten. Falls das bei dir der Fall sein sollte, brauchst du dir keine Sorgen machen: Dass du nicht squirtest, heißt nicht, dass du keine guten Orgasmen hast!
Sexuelle Aufklärung mit Doktorsex
Julia Salinger und Volker Wittkamp (v.li.)
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Wie trainiere ich Squirten?
Squirten in Kombination mit einem sexuellen Höhepunkt wird oft auch „feuchter Orgasmus“ genannt. Wer den erleben will, kann mit verschiedenen Übungen zumindest die Wahrscheinlichkeit dafür erhöhen.
Rolle zum Beispiel ein Handtuch zusammen und leg es auf die harte Sitzfläche eines Stuhls. Nun setz dich so hin, dass das Handtuch zwischen deinen Beinen und dein Damm genau darauf liegt. Atme ruhig ein und aus. Versuch, beim Ausatmen deinen Damm anzuheben. Beim Einatmen entspannst du diesen Bereich wieder. Wiederhole die Übung ca. 10 bis 15 Mal.
Eine andere Trainingsmethode ist die folgende: Führ deinen Mittel- und deinen Ringfinger in deine Vagina ein. Jetzt drück mit beiden Fingern gegen deine obere Scheidenwand. Stimuliere dabei mit deinem Daumen deine Klitoris. Statt deines Daumens kannst du auch einen sogenannten Auflegevibrator verwenden. Wenn du nicht mit deinen Fingern eindringen magst, kannst du zur Stimulation auch einen Stabvibrator verwenden.
Welche Stellung bietet sich fürs Squirten an?
Viele Frauen stellen sich beim Sex mit speziell dem männlichen Partner die Frage, ob es eine Stellung gibt, die das Squirten erleichtert.
Außerdem berichten zahlreiche Frauen, dass Squirten bei der Stellung „Wiener Auster“ gut funktioniert. Dabei legt sich dein Partner wie in der Missionarsstellung auf dich. Dann winkelst du deine Beine an und legst sie auf seine Schultern. So kann dein Partner tiefer eindringen und die Chance, dass der Penis deinen G-Punkt stimuliert, ist größer. Mit deinen Beinen, die auf den Schultern deines Partners liegen, kannst du ihn „steuern“ und ihm zeigen, was dir gefällt.
Squirten – woher weiß ich, dass das bei mir geht?
Um herauszufinden, ob du squirten kannst oder nicht, gibt es nur einen Weg: Du musst es ausprobieren. Wenn du es versuchen willst, raten wir dir, das in einer entspannten Atmosphäre zu tun. Mach dir keine Sorgen, wenn es beim ersten Mal nicht klappt – probier es einfach weiter! Und selbst wenn du zur Mehrzahl der Frauen gehörst, die nicht squirten können, dein Sexualleben wird mit dem richtigen Partner oder der richtigen Partnerin dennoch ein erfülltest sein, wenn du dich darauf einlässt.





