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Welche Symptome treten bei Eierstockkrebs auf?

In der Frühphase treten bei Eierstockkrebs keinerlei Beschwerden auf. Symptome verspüren Betroffene meist erst dann, wenn sich bereits Metastasen innerhalb oder außerhalb des Beckens gebildet haben.

Typisch sind dann Schmerzen im Unterbauch, ein Fremdkörpergefühl, zuvor nicht bekannte Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Schmerzen beim Stuhlgang und Probleme beim Wasserlassen. Manchmal treten Wassereinlagerungen in der Bauchhöhle auf. Betroffene fühlen sich oft müde und schlapp. Nach den Wechseljahren kann es zu Scheidenblutungen kommen.

Ursachen: Warum entsteht Eierstockkrebs?

Die genauen Ursachen für Eierstockkrebs sind nicht bekannt. Jedoch gibt es einige Risikofaktoren. Dazu gehören fortschreitendes Alter, Übergewicht und hormonelle Faktoren im Zusammenhang mit Kinderlosigkeit oder Unfruchtbarkeit. Auch Vererbung spielt eine Rolle: Gefährdet sind vor allem Frauen, bei denen Verwandte ersten Grades an Eierstockkrebs erkrankt sind. Auch andere Krebserkrankungen, wie Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Darmkrebs erhöhen das Risiko, an einem Ovarialkarzinom zu erkranken.

Wie verläuft die Diagnose bei Eierstockkrebs?

Bei Verdacht auf Eierstockkrebs tastet der Arzt den Bereich um die Eierstöcke ab. Auch eine Austastung des Enddarms kann erste Hinweise auf einen eventuell vorhandenen Tumor geben. Anschließend folgt eine vaginale Ultraschalluntersuchung. Weitere bildgebende Verfahren wie eine äußere Ultraschalluntersuchung, eine Computer- und Magnetresonanztomografie zeigen die Ausdehnung des Tumors und helfen, eventuelle Metastasen zu finden. Eine Blutuntersuchung gibt Auskunft zu Tumormarkern.

Welche Prognose hat Eierstockkrebs?

Ein Ovarialkarzinom wird in unterschiedliche Stadien unterteilt. Im Stadium I ist die Erkrankung nur auf die Eierstöcke begrenzt. Im Stadium II ist zusätzlich das Becken betroffen, im Stadium III sind die Lymphknoten befallen und im Stadium IV hat der Krebs bereits Fernmetasen gebildet.

Die Therapie besteht in fast allen Fällen aus einer Kombination von Operation und anschließender Chemotherapie. Bei der Operation versuchen die Ärzte, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Trotzdem können weitere Krebszellen im Körper verbleiben. Um das Risiko eines Rückfalls zu senken, kommt eine Chemotherapie zum Einsatz.

Im fortgeschrittenen Stadium stehen sogenannte Angiogenese-Hemmer oder auch PARP-Inhibitoren zur Verfügung. Diese Medikamente sind in der Lage, den Tumor und seine Zellen auszuhungern oder sein Wachstum zu hindern. Die Heilungschancen hängen von der Größe und der Ausbreitung des Ovarialkarzinoms ab.

Vorbeugung: Wie kann ich mich vor Eierstockkrebs schützen?

Gezielte Vorbeugemaßnahmen gibt es nicht. Durch eine gesunde Lebensweise – also ausgewogene Ernährung und viel Bewegung sowie einem Verzicht auf das Rauchen – können Sie jedoch das Erkrankungsrisiko senken.

Besonders achtsam sollten Frauen sein, in deren Familie es schon zu Krebserkrankungen gekommen ist. Sie sollten alle Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und bei unklaren Beschwerden umgehend ärztlichen Rat suchen.