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Welche Symptome deuten auf Darmkrebs hin?

Darmkrebs macht sich erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkbar. Deshalb ist die Darmkrebsvorsorge sehr wichtig. Erste Symptome können langanhaltender Durchfall sein, manchmal im Wechsel mit Verstopfung auftretend. Weitere wichtige Warnsignale sind Blut oder Schleim im Stuhl, Darmkrämpfe und Blähungen.

Sollten Sie unter diesen Symptomen leiden, ist der Arztbesuch immer ratsam. Neben Darmkrebs können auch andere Erkrankungen vorliegen, wie zum Beispiel Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, eine Glutenunverträglichkeit oder eine Laktoseintoleranz.

Bereits blutende Tumore verursachen manchmal eine Blutarmut. Meistens treten dann gleichzeitig auch Müdigkeit und allgemeine Schwäche auf. Typisch für Darmkrebs ist zudem ein großer Gewichtsverlust bis hin zur Auszehrung. Manche sich ausbreitende Tumore verursachen starke Schmerzen.

Welche Ursachen hat Darmkrebs?

Darmkrebs entsteht meistens aus Polypen. Das sind Wucherungen, die in den Darmraum hineinwachsen. Entartet eine Zelle, entsteht daraus Darmkrebs. Bis es dazu kommt, vergehen meist mehrere Jahre. In 95 Prozent der Fälle entsteht dann ein Dickdarmkrebs.

Zu den Risikofaktoren für Darmkrebs zählen Bewegungsmangel, eine allzu fett- und fleischreiche Ernährung, Übergewicht, regelmäßiger Alkoholkonsum und sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Die Gene spielen in etwa acht Prozent aller Fälle eine Rolle: Wenn in einer Familie in direkter Linie Darmkrebs auftritt, verdreifacht sich das Erkrankungsrisiko. Es steigt noch weiter an, wenn ein Patient bei der Diagnose unter 50 Jahre alt ist oder war. Auch Gebärmutterhalskrebs- oder Magenkrebsfälle bei jüngeren Verwandten erhöhen das Risiko.

Wie stellen Ärzte die Diagnose Darmkrebs?

Die sicherste Methode, Darmkrebs zu erkennen oder auszuschließen, ist eine Darmspiegelung. Eventuell vorliegende Krebsvorstufen kann der Mediziner dann gleich mithilfe einer Schlinge entfernen und anschließend im Labor untersuchen lassen.

Gelingt die Krebserkennung in einem frühen Stadium liegen die Heilungschancen bei nahezu 100 Prozent.

Neben der Darmspiegelung gehören auch die Untersuchung des Enddarms mit dem Finger sowie ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl zu den wichtigen Untersuchungsmaßnahmen.

Sollte sich der Verdacht auf Krebs bestätigen, ermitteln bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomografie (CT) und/oder Magnetresonanztomografie die Größe des Tumors und eventuell vorliegende Metastasen. Dazu wird auch die Lunge geröntgt.

Wie erfolgt die Behandlung bei Darmkrebs?

Die Behandlung des Darmkrebs erfolgt über eine Operation. Manche Patienten erhalten vorab eine Chemotherapie oder eine Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie. Das soll helfen, einen Tumor zu verkleinern. Bei der Operation selbst entfernen Chirurgen meist den betroffenen Darmabschnitt sowie die dazugehörigen Lymphknoten. In der Regel führt das nicht zu Beeinträchtigungen.

Je nach Lage des Tumors ist es manchmal nötig, dass ein vorübergehender oder dauerhafter künstlicher Darmausgang gelegt wird. Bei krebsfreien Lymphknoten ist keine weitere Behandlung nötig. Wenn doch entartete Zellen vorhanden sind, raten Onkologen zu einer Chemotherapie oder einer Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie.

Bei fortgeschrittenem Darmkrebs ist zusätzlich eine Immuntherapie mit Antikörpern möglich. Diese Medikamente sollen das Wachstum der Krebszellen blockieren.

Wie kann ich Darmkrebs vorbeugen?

Es gibt gute Möglichkeiten, das Darmkrebsrisiko deutlich zu senken. Vor allem regelmäßige Bewegung ist empfehlenswert. Außerdem ist es gut, auf das Körpergewicht zu achten. Denn je mehr man wiegt, desto größer ist das Risiko für eine Erkrankung.

Bei der Ernährung hat sich gezeigt, dass eine ballaststoffreiche Kost mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten sowie Obst und Gemüse einen nachgewiesenen Schutzeffekt haben. Rotes Fleisch, Wurst, geräucherte und allzu salzige Lebensmittel sowie Süßes hingegen sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen.

Darüber hinaus ist es wichtig, die Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.