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Sind meine sexuellen Fantasien normal?

Symbolbild für sexuelle Fantasien

Feuchte Träume, plötzliche Erektion im Supermarkt oder ausgelassene Fetisch-Party: Bei allen drei Szenarien kann eine sexuelle Fantasie im Spiel sein. Was das genau ist, woher deine erotischen Vorstellungen kommen und ob du dich dafür schämen musst – das erfährst du hier.


Unsere Fantasie ist etwas Wundervolles. Im Kopf können wir uns an die unglaublichsten Orte katapultieren, die abgefahrensten Situationen erleben und einfach tun und lassen, was wir wollen. Das gilt auch in Sachen Sex. So ziemlich jeder Mensch stellt sich von Zeit zu Zeit erotische Situationen vor. Manche träumen davon, einen flotten Dreier zu haben. Andere stellen sich vor, von einem gutaussehenden Schornsteinfeger in ihren Schlafgemächern überrascht zu werden. All das sind Beispiele für sexuelle Fantasien. Auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick etwas absonderlich klingen. Dabei können sie dir nachts als Sextraum oder tagsüber ganz spontan in den Sinn kommen. Ob nun beim Sex selbst oder an der Tortentheke im Bäckereifachgeschäft. Da sexuelle Fantasien oft ziemlich „anregend“ und zum Teil auch sichtbar sind, ist der Zeitpunkt ihres Auftauchens nicht immer ideal. Damit du sie besser verstehst, erklären wir dir, woher deine sexuellen Fantasien kommen, warum sie dir nicht peinlich sein müssen und was es zu beachten gilt, wenn du sie ausleben willst.

Was sind sexuelle Fantasien?

Sexuelle Fantasien sind unser kleines, privates „Niemandsland“, in dem wir sexuelle Experimente ohne Grenzen, Wertung oder Schamgefühl erleben können. Es ist völlig normal, gewisse Wünsche, Bedürfnisse und Fantasien zu haben. Der menschliche Sexualtrieb ist ganz natürlich. Und genauso natürlich ist es, dass wir uns in dem unterscheiden, was uns anmacht oder abturnt. Die Entwicklung der Sexualität beginnt schon im Kleinkindalter mit der Erkundung des eigenen Körpers. Im Alter zwischen 8 und 11 Jahren kommen dann sogenannte Sexualhormone dazu. Diese sorgen unter anderem dafür, dass Brüste und Hoden wachsen und im Schambereich Haare sprießen. Außerdem sind sie für deine sexuelle Erregung zuständig. Will heißen: Wenn du auf einen gewissen Reiz oder eine bestimmte Vorstellung abfährst, dann sorgen die Hormone dafür, dass dein Herz schneller schlägt. Und deine Genitalien stärker durchblutet werden. Außerdem wird dir warm. Ein Zustand, den du womöglich schon kennen wirst.

Woher kommen sexuelle Fantasien?

Sexuelle Fantasien kannst du zum Beispiel dann haben, wenn dich irgendetwas erregt. Umgekehrt kannst du dich auch gezielt selbst erregen, indem du an eine sexuelle Fantasie denkst. Dabei hängen die Inhalte der Fantasien fast immer mit Dingen zusammen, die du schon mal gesehen oder erlebt hast. Aber wie genau sieht so eine sexuelle Fantasie jetzt aus? Nun, zum Beispiel stehen manche Menschen darauf, wenn die weiblichen oder männlichen Merkmale besonders stark ausgeprägt sind. So können schöne lange Haare, ein großer Busen oder ein definiertes Sixpack spannend sein. Manche Menschen mögen es auch, wenn bestimmte Kleidung beim Sex einbezogen wird – wie diverse Latex- und Lederprodukte, Korsette oder hohe Absätze an den Schuhen. Zudem gibt es die verschiedensten Fetische wie die Vorliebe für Füße und auch das Spielen mit gewissen Verboten ist denkbar, wie zum Beispiel Sex in der Öffentlichkeit. Apropos Spiel: Um die Lust zu steigern, kommt nicht nur gerne Sexspielzeug zum Ausleben von Fantasien zum Einsatz. Viele Menschen schlüpfen auch in unterschiedliche Rollen, wie die sexy Krankenschwester, der attraktive Klempner oder – warum auch nicht?! – der erwähnte Schornsteinfeger. All das und noch viel mehr kann für Menschen einen großen sexuellen Reiz ausmachen. Der Fantasie sind hier buchstäblich keine Grenzen gesetzt.

Muss ich mich für meine sexuellen Fantasien schämen?

Wie bereits angedeutet: Genau wie der Sexualtrieb völlig natürlich ist, ist es auch normal, dass jeder Mensch seine ganz persönlichen sexuellen Neigungen und Vorlieben hat. Niemand kann etwas dafür, dass er auf den einen oder den anderen Reiz abfährt! Trotzdem gibt es eventuell die eine oder andere Fantasie, für die du dich schämst. Vielleicht denkst du, sie ist zu extrem oder irgendwie „pervers“. Aber keine Sorge: In sexuellen Fantasien kommen häufig Dinge vor, die wir im echten Leben gar nicht wollen oder niemals in die Tat umsetzen würden. Das ist ein bisschen so wie beim Träumen. Hier wundern wir uns auch manchmal, was da so abgeht.

Aber dennoch kann es natürlich gewisse Fantasien geben, die du gerne auch im echten Leben umsetzen würdest! Wenn dem so ist, fragst du dich vielleicht, ob du deinen Partner oder deine Partnerin damit verschreckst. Manchmal behält hier die Scham Oberhand und Wünsche bleiben ein Leben lang unerfüllt. Das muss aber nicht so sein!

Was muss ich beim Ausleben von sexuellen Fantasien beachten?

Eines vorweg: Es müssen nicht alle Fantasien ausgelebt werden. Manchmal genügt ein Gedankenspiel im eigenen Kopf – zum Beispiel für den letzten Kick vor dem Orgasmus oder das private „Vergnügen“ zu Hause. In einigen Fällen kann es sich aber durchaus lohnen, aus Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen! Vor allem dann, wenn du nach einiger Zeit Beziehung das Einmaleins des Sexlebens durchgespielt hast und etwas Neues probieren willst. Je nachdem, wie „ungewöhnlich“ deine sexuelle Fantasie ist, gilt es das nötige Fingerspitzengefühl zu beweisen, wenn du deinem Partner oder deiner Partnerin davon erzählst. Sei dabei auf keinen Fall zu fordernd. Und stell sicher, dass ihr beide auch wirklich Lust darauf habt. Manchmal tut man etwas jemandem zuliebe, obwohl man es insgeheim eigentlich gar nicht will. Das muss ja nicht sein. Vielleicht hast du aber auch Glück und ihr beide wolltet eh schon immer genau dasselbe, habt euch aber bisher einfach nicht getraut, es anzusprechen. Na dann: Jackpot.

Fazit

Du siehst: Es gibt keinen Grund, sich für sexuelle Fantasien zu schämen. Schon gar nicht, wenn sie sich nur in deinem Kopf abspielen – und dort auch bleiben sollen. Wenn du aber mit dem Gedanken spielst, sie auszuleben, dann ist ein behutsames Vorgehen gefragt. Achte auf jeden Fall darauf, wie dein Gegenüber sich mit deinen Wünschen fühlt. 

  • Quellenangaben

    Erwin J. Haeberle (1985): Die Sexualität des Menschen (2. Aufl.). De Gruyter

    Herpertz-Dahlmann, Resch, Schulte-Markwort, Warnke (2005): Entwicklungspsychiatrie. Schattauer

    Bode, Heidrun, Heßling, Angelika (2015): Jugendsexualität 2015. Die Perspektive der 14- bis 25-Jährigen. Ergebnisse einer aktuellen Repräsentativen Wiederholungsbefragung. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

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