Klinikverbund MZG-Westfalen aus Bad Lippspringe gewinnt den BGM-Förderpreis 2026

„Neue Wege zur gesunden Arbeit – digital, gesund, menschlich, zukunftsfähig“: Unter diesem Motto stand der diesjährige Deutsche Förderpreis für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Zum elften Mal wurden Unternehmen und Organisationen mit innovativen Ideen gesucht, die zeigen, wie Gesundheit im Job neu gedacht werden kann. Insgesamt ist der Wettbewerb mit 60.000 Euro in Form von Sachleistungen dotiert. Hier stellen wir die prämierten Projekte vor.
Platz 1: Klinikverbund MZG-Westfalen aus Bad Lippspringe

Von links nach rechts: Agnieszka Scheerenberg (Leiterin strategische BGM DAK-Gesundheit), Janine Wiersig, Verena Nittka (beide MZG Bad Lippspringe), Stefan Gieseke (Geschäftsführer DAK-Gesundheit)
Auszeichnung für digitalen Gewaltschutz im Klinikalltag
Das Medizinische Zentrum für Gesundheit erhielt den ersten Platz für seine Projektidee „Sicher arbeiten im MZG“. Geplant ist ein digitales Schutzsystem, das den Mitarbeitenden und Führungskräften der sechs Kliniken in kritischen Situationen hilft. Ob verbale Gewalt, sexualisierte Bemerkungen oder körperliche Übergriffe: In der Mitarbeitenden-App sorgt ein digitaler Lotse für klare Meldeprozesse und einen Schnellzugriff zur direkten Hilfe. Die App verbindet eine digitale Erstintervention mit persönlicher Unterstützung. Mit diesem innovativen BGM-Projekt will der Klinikverbund Medizinische Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe eine neue Kultur fördern, durch die Gewalt im Klinikalltag keinen Platz hat.
Platz 2: Studentenwerk Schleswig-Holstein

Von links nach rechts: Agnieszka Scheerenberg (DAK-Gesundheit), Dirk Arndt-Nielsson, Anna-Elisabeth Schikowski (beide Studentenwerk Schleswig-Holstein), Stefan Gieseke (DAK-Gesundheit)
Unterstützung für Frauen in den Wechseljahren
Den zweiten Platz belegte das Projektteam des Studentenwerks Schleswig-Holstein mit dem Konzept „Meno-360°. Stark durch die Wechseljahre“. Dabei handelt es sich um ein digital unterstütztes, ganzheitliches BGM-Programm für Frauen am Arbeitsplatz. Es beinhaltet unter anderem einen digitalen Selbstcheck und Beratungsgruppen per Videokonferenz zu Bewegung, Entspannung, Ernährung und Suchtprävention. Alle Maßnahmen sind freiwillig, anonym und datenschutzkonform. Das Konzept baut auf den Ergebnissen einer systematischen Bedarfsanalyse auf.
Platz 3: Kindeswohl-Berlin

Von links nach rechts: Agnieszka Scheerenberg (DAK-Gesundheit), Allyn Pilz, Tanja Sandig (beide Kindeswohl-Berlin), Stefan Gieseke (DAK-Gesundheit)
KI-gestützter „Beziehungskompass“ der Kindeswohl-Berlin gGmbH
Den dritten Platz erhielt die Kindeswohl-Berlin gGmbH für ihren KI-gestützten „Beziehungskompass“ – ein digitales Gesundheits-Assistenzsystem für gesunde Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Im geplanten Projekt soll künstliche Intelligenz die Analyse von Belastungstrends unterstützen, damit die BGM-Verantwortlichen geeignete Maßnahmen dazu ableiten können. Das Unternehmen will weg von punktuellen Angeboten und hin zu einem kontinuierlich lernenden, datenbasierten System der Gesundheitsförderung.
Unterstützung für die prämierten Unternehmen
Alle Preisträger erhalten Sachleistungen zur Umsetzung ihrer Projekte:
- Platz 1: Klinikverbund MZG-Westfalen: 30.000 Euro
- Platz 2: Studentenwerk Schleswig-Holstein: 20.000 Euro
- Platz 3: Kindeswohl-Berlin: 10.000 Euro
Jury und Preisverleihung
Über die Sieger entschied eine unabhängige Jury aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, geleitet von DAK-Vorstandsmitglied Dr. Ute Wiedemann. Die Preisverleihung fand am 29. September 2026 im Rahmen des Fachkongresses Betriebliches Gesundheitsmanagement in Köln statt. DAK-Vorstandsmitglied Dr. Ute Wiedemann ehrte die Gewinnerinnen und Gewinner mit den Worten:

Die ausgezeichneten Konzepte zeigen, wie digitale Anwendungen das Betriebliche Gesundheitsmanagement voranbringen können. Ob künstliche Intelligenz oder assistenzgestützte Lösungen: Innovative Technologien helfen dabei, die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig zu fördern und Belastungen im Arbeitsalltag zu verringern. Voraussetzung für ihren erfolgreichen Einsatz ist, dass die Angebote freiwillig genutzt werden können und transparent sowie datenschutzkonform ausgestaltet sind.
Darum geht's beim BGM-Förderpreis

Die digitale Transformation verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Gefragt sind heute passgenaue BGM-Lösungen, die digital unterstützen, aber nicht entfremden, barrierearm und wissenschaftlich fundiert sind. Um entsprechende Projekte zu fördern, hat die DAK-Gesundheit den Deutschen BGM-Förderpreis in diesem Jahr unter dem Motto: „Neue Wege zur gesunden Arbeit – digital, gesund, menschlich, zukunftsfähig“ ausgeschrieben.
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Mit dem Deutschen BGM-Förderpreis fördert die DAK-Gesundheit seit elf Jahren innovative Ansätze für gesundes Arbeiten in Unternehmen und Organisationen. Der Wettbewerb ist Teil eines umfassenden Programms zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Damit unterstützt die Krankenkasse bundesweit viele hundert Unternehmen dabei, die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu stärken und Erkrankungen vorzubeugen.




