Thüringen: Schülerin aus Saale-Orla-Kreis gewinnt Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch

DAK-Präventionskampagne mit bundesweit rund 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Erfurt, 17. Juni 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Komasaufen bei Jugendlichen. In Thüringen kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 17-jährigen Manizha Afshar aus Pößneck im Saale-Orla-Kreis. Sie setzte sich gegen rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Freistaat durch wurde nun am Gymnasium "Am weißen Turm" in Pößneck geehrt. Gesundheitsministerin Katharina Schenk ist Schirmherrin des Wettbewerbs. 

„Mein Kunstwerk zeigt eine traurige Person in der Mitte, die Alkohol trinkt und dunkel dargestellt ist. Sie symbolisiert Einsamkeit und den falschen Weg mit Problemen umzugehen. Die bunten Menschen um sie herum, die tanzen, lesen, kochen oder Sport treiben, stehen für positive und gesunde Möglichkeiten, sich mit dem Leben zu beschäftigen und Freunde zu finden“, erklärt Manizha die Idee hinter ihrem Plakat. „Mit meinem Bild möchte ich zeigen, dass Alkohol keine Lösung für Probleme ist und es viele andere Wege gibt, mit schwierigen Gefühlen umzugehen und wieder Hoffnung zu finden.“ Mit ihrer beeindruckenden Arbeit gewann die 17-jährige Schülerin des Gymnasiums „Am weißen Turm“ in Pößneck den Hauptpreis und 300 Euro Preisgeld. 

Der zweite Platz ging an die 14-jährige Jule Weinschenk von der Wartenbergschule in Niederzimmern. Den dritten Rang belegte Emely Dietzel (13) von der Staatlichen Regelschule "Geschwister Scholl" aus Heringen/Helme. Die 13-jährige Frida Fischer aus dergleichen Schule erhielt den Sonderpreis „Junge Talente“. 

Thüringens Gesundheitsministerin und Schirmherrin Katharina Schenk:
„Die kreativen Beiträge der Schülerinnen und Schüler zeigen eindrucksvoll, wie stark junge Menschen sich mit den Risiken von Alkoholkonsum auseinandersetzen. Prävention gelingt besonders dann, wenn sie aus der Lebenswelt der Jugendlichen selbst kommt. ‚bunt statt blau‘ setzt genau hier an und leistet einen wichtigen Beitrag, um über die Gefahren des Rauschtrinkens aufzuklären und gesundheitsbewusstes Verhalten nachhaltig zu stärken.“

„Erfreulicherweise hält der positive Trend mit weniger betroffenen Kindern und Jugendlichen weiter an“, sagt Marcus Kaiser, DAK-Landeschef in Thüringen. „Allerdings ist jeder junge Mensch, dem dies passiert, einer zu viel. Wir wollen Mädchen und Jungen auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen. Deshalb setzen wir gemeinsam mit der Landesschirmherrin Katharina Schenk unsere erfolgreiche Alkohol-Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ fort und bringen das wichtige Thema in den kommenden Monaten in den Schulalltag.“ 

Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus
In Thüringen ist laut Statistischen Landesamt die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr um 11,8 Prozent auf 373 Kinder gesunken. Bundesweit mussten 2024 rund 8.800 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs in deutschen Krankenhäusern behandelt werden. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit diesem deutlichen Rückgang verzeichnete das Statistische Bundesamt 2024 den niedrigsten Stand von Klinikbehandlungen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung seit 2001.

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau"-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die siebzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau

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v.l.n.r. Jörg Vollmer, Leiter DAK-Servicezentrum Saalfeld, und Landessiegerin Manizha Afshar

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