„bunt statt blau“ 2026: DAK-Gesundheit und Gesundheitsministerin Schenk starten Aufklärungskampagne gegen Alkoholmissbrauch

• DAK-Gesundheit sucht landesweit zum 17. Mal die besten Schüler-Plakate gegen Rauschtrinken
• Gesundheitsministerin Katharina Schenk ist Schirmherrin
• 373 Kinder und Jugendliche landeten 2024 nach Alkoholmissbrauch in der Klinik – knapp zwölf Prozent weniger als 2023
Erfurt, 08. Januar 2026. „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“: Unter diesem Motto starten Gesundheitsministerin Katharina Schenk und die DAK-Gesundheit 2026 die Kampagne gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen. Im 17. Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakatideen von Schülerinnen und Schülern zwischen zwölf und 17 Jahren zum Thema Rauschtrinken. Seit 2010 haben rund 143.000 Kinder und Jugendliche an dem Wettbewerb teilgenommen. Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nach aktuellen Zahlen des Thüringer Landesamtes für Statistik* mussten 2024 373 Kinder und Jugendliche nach einem akuten Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt werden – darunter 204 Jungen und 169 Mädchen. Die Zahl der männlichen Betroffenen sank im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent, bei den weiblichen sogar um 15,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr 2023 gab es einen Gesamtrückgang um rund 11,8 Prozent.
Wie im Bundestrend ist die Anzahl der exzessiven Rauschtrinker bei Jugendlichen in Thüringen zuletzt wieder deutlich rückläufig. „Erfreulicherweise verliert das Rauschtrinken von jungen Menschen in unserem Bundesland weiter an Bedeutung“, sagt Marcus Kaiser, Landeschef der DAK-Gesundheit in Thüringen. „Immer weniger Kinder und Jugendliche müssen wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandelt werden. Dennoch ist jeder einzelne Fall einer zu viel. Unser Ziel ist es, diesen positiven Trend weiter zu stärken. Deshalb setzen wir gemeinsam mit Katharina Schenk, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie in Thüringen, unsere erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ auch 2026 fort und bringen damit das wichtige Thema in den Schulalltag.“
Gesundheitsministerin Schenk übernimmt Schirmherrschaft
Gesundheitsministerin Katharina Schenk betont: „Ein früher und regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht nachweislich die Gefahr einer bleibenden Abhängigkeit. Deshalb ist es entscheidend, Kinder und Jugendliche nicht nur über die Risiken aufzuklären, sondern sie auch aktiv vor einem frühen Konsumbeginn zu schützen. Hier sind wir alle gefragt: Eltern, Verwandte, Freunde, Lehrkräfte und andere Vorbilder tragen eine gemeinsame Verantwortung. Wir können durch unser Vorleben, unsere Erziehung und unsere Unterstützung maßgeblich dazu beitrage, jungen Menschen ein gesundes und verantwortungsbewusstes Verhalten beizubringen. Die Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ zeigt, wie kreative Ansätze dabei helfen können, Jugendliche aufzuklären und wichtige Lebenskompetenzen zu fördern. Ich freue mich, 2026 als Gesundheitsministerin die Schirmherrschaft für diese wichtige Kampagne zu übernehmen und damit gemeinsam mit allen Beteiligten einen Beitrag zu leisten, unsere Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg zu einem gesunden und verantwortungsvollen Leben zu unterstützen.“
Einsendeschluss für DAK-Plakatwettbewerb am 31. März
Beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ warten Geldpreise in Höhe von insgesamt rund 12.000 Euro auf die kreativen Gewinnerinnen und Gewinner. Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Danach werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt die Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm und dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck aus den 16 besten Landes-Plakaten die Bundessiegerinnen und Bundessieger. Zusätzlich gibt es auch in diesem Jahr auf Landes- und Bundesebene den „Sonderpreis junge Talente“ für die unteren Altersstufen und bundesweit den Sonderpreis „Social Media“ für die besten Bilder und Beiträge, die mit dem Hashtag #bsb2026 hochgeladen wurden.
Umfangreiches Unterrichtsmaterial für Schulen
Die Kampagne richtet sich gegen exzessiven Alkoholkonsum, bei dem Jugendliche binnen weniger Stunden so viel Alkohol trinken, bis sie einen gefährlichen Vollrausch haben. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Diese können das Thema Alkohol im Unterricht behandeln und ihre Schülerinnen und Schüler Plakate entwerfen lassen. Das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) bietet den Lehrkräften dazu unterstützend umfangreiche Unterrichtsmaterialien und Elterninformationen an, die im Rahmen der Präventionskampagne „Aktion Glasklar“ konzipiert wurden.
* aus deutschen Krankenhäusern entlassene vollstationäre 10- bis unter 20-jährige Patienten mit Wohnort Thüringen, Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik, Stand: 29.12.2025
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