Saarland: Schülerin aus Überherrn im Landkreis Saarlouis gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb gegen Komasaufen
DAK-Präventionskampagne mit bundesweit mehr als 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Saarbrücken, 21. Mai 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. Im Saarland kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 15-jährigen Jelena Theobald von der Schule am Warndtwald in Überherrn im Landkreis Saarlouis. Sie setzte sich gegen über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch und wurde zusammen mit den weiteren Landessiegerinnen und -siegern im Saarbrücker Saarrondo geehrt. Staatssekretärin Bettina Altesleben übergab als Schirmherrin der Kampagne gemeinsam mit DAK-Landeschef Jürgen Günther die Preise und Urkunden.
„Ich freue mich sehr, auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft für „bunt statt blau“ übernehmen zu dürfen. Diese Kampagne leistet einen wichtigen Beitrag zur Prävention, indem sie frühzeitig über die Risiken von Alkoholmissbrauch aufklärt und junge Menschen auf kreative Weise motiviert, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Besonders beeindruckt mich, mit wie viel Engagement und Ausdruckskraft Schülerinnen und Schüler ihre Botschaften gegen das Rauschtrinken sichtbar machen. Diese kreativen Arbeiten erreichen viele andere Jugendliche und tragen so dazu bei, Bewusstsein zu schaffen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu fördern“, so Bettina Altesleben, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit.
„Bunt statt blau“ - Landessiegerin Jelena Theobald mahnt mit Blick auf ihr erfolgreiches Kunstwerk wie folgt: „Feiere das Leben mit Freunden, Musik und guten Erinnerungen, statt mit Alkohol und Kontrollverlust.“ Der zweite Platz ging an Kathleen Iks, die gemeinsam mit Jelena Theobald ein Kunstwerk gemalt hatte. Auch sie besucht die Schule am Warndtwald in Überherrn. Dritte wurde Carolina Platte aus Saarbrücken, die es als Einzelteilnehmerin aufs Siegertreppchen schaffte. Den Sonderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler gewann Sophia Eliseev von der Albert-Magnus-Realschule in St. Ingbert.
Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus
2024 sank die Zahl der Klinikbehandlungen von Kindern und Jugendlichen wegen einer Alkoholvergiftung auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Das geht aus aktuellen Analysen des Statistischen Bundesamtes hervor. Für 2024 wurden demnach bundesweit 8.781 jugendliche Rauschtrinker registriert, während es im Jahr 2023 noch 9.272 waren – ein erneuter Rückgang um 5,3 Prozent. Zum Vergleich: 2012 etwa lag die Zahl der Klinikbehandlungen noch bei 26.673. Laut Statistik gab es 2024 den größten Rückgang bei den zehn- bis 15-jährigen Jungen mit knapp acht Prozent.
„Es ist ein gutes Zeichen, dass immer weniger junge Menschen nach dem Rauschtrinken im Krankenhaus behandelt werden müssen. Aber jeder junge Mensch mit einer akuten Alkoholvergiftung ist einer zu viel. Fakt ist: Noch immer trinken viele Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt. Deshalb setzen wir weiter auf Aufklärung und führen unsere erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ im Saarland fort“, sagt DAK-Landeschef Jürgen Günther.
Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau"-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.
Im Mai wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und Leiter des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) Prof. Dr. Reiner Hanewinkel die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt.
17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die siebzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 mehr als 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
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