Saarland: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht gestiegen

  • DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von rund 25.500 Beschäftigten im Saarland

  • Krankenstand liegt mit 6,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert

  • 16 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr 2026 - psychische Erkrankungen steigen an

  • DAK-Landeschef Günther begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

 

Saarbrücken, 30. Juli 2026. Der Krankenstand im Saarland ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gestiegen. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 6,3 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 25.500 DAK-versicherten Beschäftigten im Saarland ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 16 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um 24 Prozent. Damit ist diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten. 

„Der leichte Anstieg des Krankenstands macht deutlich, wie wichtig Investitionen in Prävention und Gesundheitsförderung bleiben. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und zunehmender psychischer sowie körperlicher Belastungen bleibt es eine zentrale Aufgabe, die Gesundheit von Beschäftigten in Unternehmen nachhaltig zu stärken und sie aktiv zu unterstützen. Dazu kann auch die geplante Teilkrankschreibung beitragen, indem sie einen stufenweisen und praxisnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag ermöglicht“, sagt Jürgen Günther, DAK-Landeschef im Saarland.

Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 6,3 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 63 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 6,2 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. Im Saarland sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von 236 auf rund 190 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 16 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um 24 Prozent. Das hat zur Folge, dass im ersten Halbjahr 2026 psychische Erkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund waren. Auf dem zweiten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen.

Erkrankungsdauer steigt leicht
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 11,1 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 10,4 Tage gewesen. 

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 25.500 erwerbstätigen DAK-Versicherten im Saarland aus. Informationen über das Betriebliche Gesundheitsmanagement und spezielle Angebote der DAK-Gesundheit für Unternehmen und ihre Beschäftigten gibt es unter: www.dak.de/bgm 

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