Beschäftigte im Saarland im Durchschnitt an 22,5 Tagen krankgeschrieben

- Im Vorjahresvergleich geht der Krankenstand 2025 auf 6,2 Prozent leicht zurück
- Weiterhin hohes Niveau an Fehltagen im Land
- DAK-Landeschef Günther fordert Ursachenforschung und mehr Fokus auf betriebliches Gesundheitsmanagement
Saarbrücken, 23. Januar 2026. Der Krankenstand im Saarland ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. DAK-versicherte Beschäftigte waren durchschnittlich an 22,5 Kalendertagen krankgeschrieben und hatten demnach etwas weniger Arbeitsausfall als im Vorjahr. Die meisten Fehltage gingen auf das Konto von psychischen Erkrankungen. Sie verursachen 3,4 Prozent weniger Fehltage als 2024. Weitere wichtige Ursachen waren Atemwegsinfekte auf Rang zwei und Muskel-Skelett-Erkrankungen auf Rang drei. Insgesamt bleibt der Krankenstand im Saarland auf einem hohen Niveau ein. Deshalb fordert die DAK-Gesundheit eine fundierte Ursachenforschung. Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen sollten gemeinsam an einen Tisch kommen, um neue Lösungswege zu entwickeln und auch ein gesundes Arbeitsumfeld in den Fokus zu rücken.
Ursache Nummer eins für Krankschreibungen im Saarland waren im vergangenen Jahr psychische Erkrankungen mit 451 je 100 Versicherte nach 467 Fehltagen 2024. Auf Platz zwei kamen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis. Sie lagen mit 406 Fehltagen je 100 Versicherte ebenfalls unter Vorjahresniveau. Es folgten Muskel-Skelett-Probleme etwa am Rücken, die mit 394 Tagen je 100 Versicherte im Vergleich zu 2024 um 6,3 Prozent zurück gingen. „Pro Kopf hatten DAK-versicherte Beschäftigte im Saarland 2025 für 22,5 Kalendertage eine Krankschreibung. Es ist jetzt notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben und neue Lösungswege zu entwickeln. Dafür müssen alle relevanten Akteure - Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen - zusammenarbeiten“, kommentiert DAK-Landeschef Jürgen Günther die Ergebnisse.
Krankenstand deutlich über dem Bundesdurchschnitt
Die Fehlzeiten im Saarland sind deutlich höher als auf Bundesebene. DAK-versicherte Beschäftigte kamen 2025 im Bundesdurchschnitt auf 19,5 krankheitsbedingte Fehltage pro Kopf. Das Saarland liegt mit 22,5 Tagen 15,1 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Noch höher lagen die Fehlzeiten in Sachsen-Anhalt sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Baden-Württemberg wies bundesweit den geringsten Arbeitsausfall auf.
Chancen im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Große Chancen sieht Jürgen Günther im betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken“, so Günther. Deshalb sei ein Betriebliches Gesundheitsmanagement wichtig, um das Thema Gesundheit in die betrieblichen Strukturen und Prozesse zu integrieren. „Wir unterstützen Arbeitgeber dabei, ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement aufzubauen.“
Für die aktuelle Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 28.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten im Saarland aus.
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Daniel Caroppo
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