Rheinland-Pfalz: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen

  • DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von rund 130.000 Beschäftigten in Rheinland-Pfalz

  • Krankenstand liegt mit 5,5 Prozent um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert

  • 23 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr 

  • DAK-Landeschef Lange begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

 

Mainz, 10. August 2026. Der Krankenstand in Rheinland-Pfalz ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 5,5 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 130.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Rheinland-Pfalz ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 23 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Krankschreibungen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Erkrankungen an. Diese beiden Erkrankungsarten haben Atemwegsinfekte als häufigste Ursache für Fehlzeiten verdrängt. 

„Für die Arbeitswelt in Rheinland-Pfalz ist der gesunkene Krankenstand ein positives Signal. Es ist zunächst ein Trend, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird - er zeigt jedoch deutlich: Es bleibt unsere zentrale Aufgabe, Prävention und damit Gesundheit zu fördern. Nur wenn Beschäftigte unterstützt werden, können sie langfristig arbeitsfähig bleiben. Wenn eine Teilkrankschreibung einen stufenweisen und praxisnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag ermöglicht, sollten wir auch dieses Thema nicht ausblenden“, sagt Rainer Lange, Leiter der DAK-Gesundheit in Rheinland-Pfalz.

Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 5,5 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 55 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Krankenstand um 0,3 Prozentpunkte zurück. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 5,8 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Rheinland-Pfalz sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 227 auf 176 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 23 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen (um ein Prozent) und des Muskel-Skelett-Systems (um neun Prozent). Das hat zur Folge, dass im ersten Halbjahr 2026 psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen die häufigsten Krankschreibungsgründe mit jeweils 187 Fehltagen je 100 Beschäftigten waren. Im Vorjahr waren noch Atemwegserkrankungen Hauptauslöser gewesen. 

Erkrankungsdauer steigt leicht
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 9,9 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,8 Tage gewesen. 

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 130.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Rheinland-Pfalz aus. Informationen über das Betriebliche Gesundheitsmanagement und spezielle Angebote der DAK-Gesundheit für Unternehmen und ihre Beschäftigten gibt es unter: www.dak.de/bgm 

 

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