Hamburg: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken
Krankenstand liegt mit 4,9 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter den Vorjahreswert
17 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr - psychische Erkrankungen steigen an
DAK-Landeschef Juncker begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

Hamburg, 27. Juli 2026. Der Krankenstand in Hamburg ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 4,9 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von 68.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Hamburg ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 17 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um vier Prozent. Damit ist diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten.
„Der leicht gesunkene Krankenstand ist eine gute Nachricht für Hamburg. Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung bei psychischen Erkrankungen, dass betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention weiterhin hohe Priorität haben müssen. Auch die Teilkrankschreibung kann dazu beitragen, den positiven Trend zu stabilisieren, weil sie Beschäftigten einen stufenweisen und praxisnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag ermöglicht“, sagt DAK-Landeschef Jens Juncker.
Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 4,9 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 49 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,2 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 5,1 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Hamburg sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 222 auf 185 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 14 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um vier Prozent. Das hat zur Folge, dass im ersten Halbjahr 2026 psychische Erkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund waren. Im Vorjahr waren es noch die Atemwegserkrankungen. Auf dem dritten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen.
Erkrankungsdauer geht leicht zurück
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr 2026 bei 8,6 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 8,8 Tage gewesen.
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