Bremen: Schülerinnen aus Huckelriede gewinnen landesweiten Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken

DAK-Präventionskampagne mit bundesweit rund 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Bremen, 27. Mai 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Bremen kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von den beiden 15-jährigen Mädchen Mia Fischer und Louisa Fokken von der Wilhelm-Kaisen-Oberschule im Stadtteil Huckelriede. Sie setzten sich gegen rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Land durch und wurden zusammen mit den weiteren Landessiegerinnen und -siegern in Bremen geehrt. DAK-Landeschef Michael-Niklas Rühe übergab die Preise und Urkunden. 

„Unsere Idee bei dem Bild, war zu zeigen, dass Alkohol einen wortwörtlich runterzieht. Die linke Seite stellt die Alkohol-Welt dar: Die haben wir besonders dunkel und dreckig gemalt mit Müll und leeren Flaschen im Wasser, damit es ungemütlich wirkt. Rechts ist die Limo-Welt: Die ist hell, bunt und das Wasser ist ganz sauber mit schönen Fischen. Dass wir das alles in einer Getränkedose gestaltet haben, soll zeigen: Mit dem, was du trinkst, entscheidest du selbst, in welcher Welt du landest. Unser Spruch „Bleib über Wasser“ heißt einfach, dass man die Kontrolle behalten soll. Wir finden unser Bild passend, weil der krasse Unterschied zwischen der toten und lebendigen Seite sofort zeigt, was gesund ist und was nicht“, so beschreiben die beiden Siegerinnen ihr Bild und ihre Motivation, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Mit ihrer beeindruckenden Arbeit gewannen die 15-jährigen Schülerinnen der Wilhelm-Kaisen-Oberschule den Hauptpreis von 300 Euro. Der zweite Platz ging an das Team von Hubavena Borisova (15) und Naomi Eilers (15). Sie besuchen ebenfalls die Wilhelm-Kaisen-Oberschule und gehen dort in die neunte Klasse. Den dritten Rang belegte das Duo um Victoria Brobbey und Esohen Gift aus Blumenthal. Die beiden 16 und 15 Jahre alten Mädchen besuchen die zehnte Klasse der Oberschule Lehmhorster Straße. Für ihr Kunstwerk erhielt Magdalena Kerner (15) den Sonderpreis „Junge Talente“. Sie geht in die neunte Klasse der Wilhelm-Kaisen-Oberschule.

Senatorin Claudia Bernhard: 
„Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen des diesjährigen Wettbewerbs „bunt statt blau“ zur wohlverdienten Auszeichnung! Die prämierten Bilder zeigen, mit welcher Kreativität und Ernsthaftigkeit sich die Jugendlichen dem wichtigen Thema Alkoholsucht gewidmet haben. Da Aufklärung und Prävention bei gesundheitlichen Risiken essenziell sind, bietet dieser Wettbewerb der DAK einen hervorragenden Zugang: Er motiviert Kinder und Jugendliche dazu, sich intensiv mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinanderzusetzen – ein Engagement, das sich in den ausdrucksstarken Kunstwerken der Preisträgerinnen eindrucksvoll widerspiegelt.“ 

„Bedauerlicherweise ist nach drei Jahren des Rückgangs ein Anstieg bei den jugendlichen Rauschtrinkern zu verzeichnen“, sagt Michael-Niklas Rühe, Landeschef der DAK-Gesundheit in Bremen. „Es ist nicht erfreulich, dass wieder mehr Jugendliche im vergangenen Jahr ihr Limit in Sachen Alkohol deutlich überschritten haben. Gerade für Heranwachsende ist eine exzessiver Alkoholkonsum hochgefährlich und mit besonderen Risiken für eine gesunde Entwicklung verbunden. Daher dürfen wir nicht nachlassen, Kinder und Jugendliche über die Gefahren des Rauschtrinkens aufzuklären und sie zu einem Leben mit weniger oder am besten keinem Alkohol zu motivieren. Deshalb setzen wir in Bremen unsere erfolgreiche Alkohol-Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ fort und bringen das wichtige Thema in den Schulalltag.“

Mehr Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus
In Bremen ist anders als im Bundestrend laut Statistischen Landesamt die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 44 Kinder gestiegen. Bundesweit mussten 2024 rund 8.800 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs in deutschen Krankenhäusern behandelt werden. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit diesem deutlichen Rückgang verzeichnete das Statistische Bundesamt 2024 den niedrigsten Stand von Klinikbehandlungen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung seit 2001.

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau"-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Im Mai wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Expertinnen und Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt. 

17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die siebzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau

Texte zum Download

(Copyright: DAK-Gesundheit)
Links Louisa Fokken – rechts Mia Fischer 

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