Brandenburg: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken
DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von rund 104.000 Beschäftigten in Brandenburg
Krankenstand liegt mit 6,2 Prozent um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert
21 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr
DAK-Landeschefin Grubitz begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

Potsdam, 30. Juli 2026. Der Krankenstand in Brandenburg ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 6,2 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 104.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Brandenburg ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 21 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen einen Anstieg um vier Prozent und bei psychischen Erkrankungen um sechs Prozent. Dennoch verursachen Atemwegserkrankungen die meisten Fehltage.
„Der leichte Rückgang des Krankenstands in Brandenburg ist ein positives Signal für die Arbeitswelt. Betriebe sollten allerdings weiterhin in Gesundheit und Prävention investieren. Jetzt gilt es, diesen Trend gemeinsam mit den Unternehmen weiter zu stärken und Beschäftigte mit modernen und flexiblen Lösungen bei einem gesunden Arbeitsleben zu unterstützen. Dazu kann auch die Teilkrankschreibung beitragen, weil sie einen stufenweisen und praxisnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag ermöglicht“, sagt Anke Grubitz, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Brandenburg.
Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 6,2 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 62 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,3 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 6,5 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Brandenburg sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 281 auf 222 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 21 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen um vier Prozent und psychische Erkrankungen um sechs Prozent. Damit bleibt wie im Vorjahr Erkrankungen der Atemwege Hauptursache für den Krankenstand. Auf Platz zwei folgen Muskel-Skelett-Erkrankungen mit rund 205 Tage je 100 Beschäftigte, gefolgt von psychischen Erkrankungen mit 194 Tagen.
Erkrankungsdauer bleibt gleich
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine gleichbleibende Entwicklung. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 10,6 Tagen genauso wie in der ersten Jahreshälfte 2025.
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Stefan Poetig
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