Bildungsprojekt der Offenburger Tafel gewinnt DAK-Landeswettbewerb für ein gesundes Miteinander

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand und DAK-Gesundheit zeichnen besonderes Engagement für Gesundheit, Pflege und Prävention aus
Stuttgart/Offenburg, 2. November 2026. „Gesichter für ein gesundes Miteinander“: Unter diesem Motto haben sich bundesweit zahlreiche Projekte und Initiativen an einem Wettbewerb für besonderes Gesundheits-Engagement beteiligt. In Baden-Württemberg überzeugte das Bildungsprojekt der Offenburger Tafel die Landesjury und sicherte sich den ersten Platz beim Landeswettbewerb 2026. Platz zwei ging an den Caritasverband Hochrhein mit seinem Projekt „Baumhaus“. Den dritten Platz belegte das Projekt „Zazenhausen bewegt sich“ aus Stuttgart-Zazenhausen. Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand und die DAK-Gesundheit zeichneten nun die Gewinnerinnen und Gewinner aus.
Baden-Württembergs Gesundheitsminister und Schirmherr der Kampagne, Oliver Hildenbrand, betonte: „Ein gesundes Miteinander wächst dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, mit Herzblut handeln und sich täglich für andere einsetzen. Oft bleibt dieses Engagement im Verborgenen – es verdient mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung. Der Wettbewerb ‚Gesichter für ein gesundes Miteinander‘ rückt genau dieses Engagement ins Licht der Öffentlichkeit und gibt den Engagierten ein Gesicht. Wer sich für ein gesundes Miteinander engagiert, stärkt unsere Gemeinschaft und verdient Anerkennung. Ich freue mich deshalb sehr, dass ich diese Initiative als Schirmherr unterstützen kann.“
Siegfried Euerle, Leiter der DAK-Landesvertretung Baden-Württemberg, ergänzte: „Die zahlreichen Bewerbungen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig sich Menschen in Baden-Württemberg für Gesundheit, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung engagieren. Die ausgezeichneten Projekte schaffen Begegnungen, stärken Gemeinschaften und leisten einen wichtigen Beitrag für ein gesundes Miteinander.“
Offenburger Tafel gewinnt mit Bildungsprojekt den Landeswettbewerb
Im mittlerweile sechsten Wettbewerbsjahr haben sich bundesweit rund 350 Projekte und Initiativen beworben, die Gesundheit, Prävention oder Pflege mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Den Landessieg in Baden-Württemberg sicherte sich das Bildungsprojekt der Offenburger Tafel. Es unterstützt Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Familien und eröffnet ihnen bessere Bildungs- und Entwicklungschancen. Ehrenamtliche Lehrkräfte begleiten die jungen Menschen individuell, fördern ihre Stärken und geben ihnen einen geschützten Raum, in dem sie Vertrauen und Gemeinschaft erleben. Viele Kinder werden über Jahre hinweg von der Grundschule bis zum Schulabschluss unterstützt. Das Projekt stärkt damit auch das Selbstvertrauen und die psychische Gesundheit der Heranwachsenden. Zugleich entlastet es die Familien und wirkt sozialer Ausgrenzung entgegen.
„Kinder brauchen mehr als Brot“ – dieser Satz unserer Projektgründerin Ilse Herberg ist bis heute unser Leitgedanke“, sagt Natali Bergen vom Bildungsprojekt Offenburger Tafel. „Denn Kinder brauchen neben materieller Sicherheit auch Zuwendung, Ermutigung und die Chance, ihre Fähigkeiten zu entfalten. Unser Bildungsprojekt richtet sich an Kinder und Jugendliche aus Familien, die auf die Unterstützung der Tafel angewiesen sind und sich zusätzliche schulische Förderung häufig nicht leisten können. Unsere ehrenamtlichen Lehrkräfte vermitteln dabei weit mehr als Schulwissen: Sie schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wir möchten diesen jungen Menschen Bildungschancen eröffnen, ihr Selbstvertrauen stärken und ihnen Perspektiven für ihre Zukunft geben.“
Den zweiten Platz belegte das Projekt „Baumhaus“ des Caritasverbands Hochrhein. Das präventive Gruppenangebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, die mit psychisch oder suchtkranken Eltern aufwachsen. An den Standorten Tiengen und Bad Säckingen finden sie einen geschützten Raum, um über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen. Sie lernen, die Erkrankung ihrer Eltern besser zu verstehen und mit den Belastungen im Familienalltag umzugehen. Ziel ist es, die psychische Widerstandskraft der jungen Menschen zu stärken und eigenen Erkrankungen vorzubeugen.
Auf dem dritten Platz landete „Zazenhausen bewegt sich“ des TV Zazenhausen 1901 e. V. aus Stuttgart. Die Initiative möchte ältere Menschen zu mehr körperlicher Aktivität motivieren und zugleich der sozialen Isolation entgegenwirken. Mit Seniorencafés, niedrigschwelligen Bewegungsangeboten und generationsübergreifendem Turnen schafft der Verein neue Möglichkeiten für Bewegung und Begegnung im Stadtteil. Schnupperangebote erleichtern den Einstieg in den Gesundheits- und Präventionssport.
Im Dezember kürt eine namhafte Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm aus den Gewinnerprojekten aller Bundesländer die Bundessiegerinnen und -sieger. Schirmherrin des bundesweiten Wettbewerbs „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ ist Bundesfamilienministerin Karin Prien. Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Initiativen gibt es unter www.dak.de/gesichter.
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Daniel Caroppo
Pressesprecher Baden-Württemberg & Saarland
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