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Zu viel Screentime am Smartphone? 7 Tipps, wie du deine Augen schonst

Symboldbild für Smartphone - Auswirkungen auf die Augen: Ein Teenager-Mädchen liegt auf dem Boden und starrt in ihr Smartphone

Ob für Schule, Job oder Freizeit: Die kleinen und großen Bildschirme sind fester Bestandteil unseres Alltags. Und das umso mehr in den Zeiten der Corona-Pandemie. Infolge von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen schnellte die Bildschirmzeit vieler Menschen unweigerlich in die Höhe – durch virtuelle Treffen, gesteigerte Social-Media-Aktivitäten oder online absolvierte Unterrichtseinheiten. Doch sind unsere Augen eigentlich für so viel Screentime gemacht?

Die Zahlen sagen: nein. So ergab eine Studie von 2012, dass bereits zum damaligen Zeitpunkt 46 Prozent der 25-Jährigen in Deutschland an Kurzsichtigkeit litten. Tendenz steigend. Dabei sind sich Wissenschaftler und Augenärzte einig: Zu wenig Tageslicht und zu viel Nahsehen – also das Fixieren von Dingen, die direkt vor dir liegen – sind die Hauptursachen dafür, dass immer mehr Menschen von Kurzsichtigkeit betroffen sind. Gerade in der Kindheit. Unser Smartphone spielt dabei eine Rolle. 


Zu viel Screentime fördert Kurzsichtigkeit

Das liegt in erster Linie daran, dass der Abstand zwischen dem Smartphone und den Augen sehr gering ist und wir häufig viele Stunden am Tag aufs Display schauen. Unsere Augen sind von Natur aus darauf ausgelegt, ständig zwischen Nah- und Fernsicht zu wechseln. Durch das viele Nahsehen aber müssen sie den Fokus über einen längeren Zeitraum auf nah stellen. Dadurch wächst unser Augapfel mit der Zeit in die Länge. Die Folge: Wir können zwar irgendwann nahe Dinge unfassbar gut sehen, weiter entfernte Objekte hingegen verschwimmen zusehends. Diese Kurzsichtigkeit wird übrigens auch Myopie genannt.

Was sie zusätzlich begünstigt, sind die relativ dunklen eigenen vier Wände. Helles Tageslicht und das Betrachten von weit entfernten Objekten hemmen hingegen, dass der Augapfel in die Länge wächst. Dabei gilt: Je früher die Myopie beginnt, desto stärker ist ihr Ausmaß. Daher ist es wichtig, dass du schon früh ein Auge auf deine Augen hast! 

Dein Schlaf mag kein Blaulicht

Übrigens: Deine Augen sind nicht die einzigen, die langfristig unter Smartphone, Tablet und Co. leiden können. Der hohe Anteil an Blaulicht in den LEDs hemmt auch die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Dadurch dauert es tendenziell länger, bis du in deinen wohlverdienten Schlaf findest. Deine Sehkraft schwächt das Blaulicht von Bildschirmen Studien zufolge aber nicht – zumindest nicht direkt. Denn wenn du abends noch lange auf das Handy schaust, während es um dich herum dunkel ist, verbindet sich der Faktor Nahsicht mit dem Faktor wenig Licht. Und das wiederum kann dazu führen, dass sich dein Augapfel weiter an das Nahsehen anpasst. 

7 Tipps, wie du deine Augen schonen kannst

Wie aber kannst du verhindern, dass du ziemlich früh kurzsichtig wirst? Na ja, ein paar Dinge liegen auf der Hand: Weniger Screentime, bla bla bla. Nur sind Smartphone und Co. heutzutage kaum mehr wegzudenken. Zumindest nicht komplett. Wie du deine Augen dennoch schützen kannst, erfährst du in unseren Tipps!

1. Nachtmodus

Schalte am Abend den Nachtmodus ein. Er filtert die Blautöne heraus und schont deine Augen. Noch besser: Schaue zwei Stunden vor dem Schlafengehen gar nicht mehr aufs Smartphone und sage damit dem Nahsehen rechtzeitig "Gute Nacht"!

2. Zusätzliches Licht

Benutze bei wenig Umgebungslicht neben dem Licht deines Smartphones stets ein zusätzliches Licht. Denn wenn es drum herum dunkel ist, weiten sich deine Pupillen, wodurch das blaue Licht ungehindert in deine Augen eindringen kann.

3. Nutzungsverhalten ändern

Passe dein Nutzungsverhalten an. Wenn du lange am Bildschirm verharrst, gönne deinen Augen wenigstens einmal pro Stunde eine Auszeit. Stell dir einen Timer und schau aus dem Fenster, um den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Mach einen kleinen Spaziergang. Und lüfte den Raum. Gerade im Winter bewirkt die Kombi aus Heizungsluft und stundenlanger Screentime trockene und müde Augen.

4. Sehhilfen

Wenn bei dir eine Kurzsichtigkeit diagnostiziert wurde, ist es wichtig, entsprechende Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen zu tragen, um zu verhindern, dass sich die Myopie verstärkt.

5. Bewusstes Blinzeln

Drück doch mal ein Auge zu! Ja, richtig gehört: Übe dich hin und wieder im Blinzeln. Denn wer hochkonzentriert am Bildschirm hängt, bei dem reduziert sich automatisch die Lidschlagfrequenz. Das hat zur Folge, dass die Augen weniger befeuchtet werden und die Hornhaut zum Austrocknen neigt. Was auch gegen trockene Augen hilft: Trinken!

6. Mehr Tageslicht

Geh öfter mal an die frische Luft. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen gönnst du deinen Augen durch das Betrachten von weiter entfernten Objekten eine gesunde Portion Fernsicht. Zum anderen verringert Tageslicht gerade im Kindesalter die Gefahr, dass der Augapfel in die Länge wächst. So belegt eine chinesische Studie, dass Kinder, die oft draußen sind, seltener unter Myopie leiden. Zwei Stunden am Tag reichen schon aus. Also: ab vor die Tür! :-)

7. Weniger Screentime

Versuche, die Bildschirmzeit auf ein notwendiges Mindestmaß zu beschränken. Gerade wenn mit steigenden Impf- die Inzidenzahlen sinken, gibt es auch wieder mehr Anlass, Kontakte im Reallife zu pflegen. Zudem steigert das ganz nebenbei die tägliche Dosis gesunden Tageslichts!

Aktualisiert am:
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