Sitzung vom 19. Dezember 2024

Im Kontext der Beitragssatzerhöhungen beschließt der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit in seiner Sitzung am 19.12.2024 in Hamburg die folgende Resolution zur Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs gegenüber dem Gesetzgeber.

Verwaltungsrats-Resolution

Kinder sind unsere Zukunft – und sie brauchen uns jetzt

„Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Pflicht an, Kindern ein
Umfeld zu schaffen, in dem sie gesund, sicher und mit Perspektive
aufwachsen können. Doch die Realität sieht anders aus. Die
DAK-Kinder- und Jugendreporte zeigen: Die körperliche und seelische
Verfassung vieler Kinder in Deutschland ist alarmierend.


Pandemiefolgen wie die Zunahme psychischer Erkrankungen,
exzessive Mediennutzung, Einsamkeit, Fehlernährung, Suchtverhalten
und eine oft unzureichende medizinische Versorgung
gefährden die Gesundheit unserer Kinder. Ein Beispiel ist
Adipositas: So zeigt etwa der DAK-Kinder- und Jugendreport
2025, dass ein gefährlich hoher Anteil von 4,6 Prozent aller Kinder
und Jugendlichen im Alter von fünf bis 17 Jahren mit einer
Adipositas-Diagnose in Arztpraxen und Krankenhäusern versorgt
werden mussten. Das entspricht bundesweit hochgerechnet
rund 470.000 Mädchen und Jungen.

Diese Entwicklungen sind keine Randnotizen – sie sind ein
Weckruf. Der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit fordert die
Politik auf, sich der Verantwortung für die Kinder- und Jugendgesundheit
zu stellen. Das bedeutet mit Blick auf die alarmierenden
Adipositas-Zahlen: Es müssen konkrete Schritte für eine
Einschränkung von Zucker in Lebensmitteln vereinbart werden."

Wir handeln 

Die DAK-Gesundheit und ihre Partner im Gesundheitswesen
übernehmen Verantwortung. Gemeinsam mit dem Berufsverband
der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) haben wir den ‚Pakt
für Kindergesundheit‘ ins Leben gerufen. In den drei zentralen
Handlungsfeldern Einbeziehung, Prävention und medizinische
Versorgung setzen wir gezielt Impulse, um die Lebensrealität von
Kindern zu verbessern.


Doch das reicht nicht. Kindergesundheit darf nicht länger als
isoliertes Thema des Gesundheitswesens betrachtet werden.
Der DAK-Präventionsradar zeigt, dass die Gesundheitskompetenz
von Schulkindern in Deutschland sehr niedrig ist: 84 Prozent
verfügen über keine ausreichende Motivation für gesundheitsbewusstes
Verhalten. Die DAK-Gesundheit fordert deswegen ein
Schulfach Gesundheit und Prävention, um Kinder zu befähigen,
Entscheidungen für eine gesunde Zukunft zu treffen.

Ein gemeinsamer 'Pakt für Kindergesundheit'

Was wir brauchen, ist ein gesamtgesellschaftlicher Schulterschluss
und die Unterstützung der Politik auf Bund- und Länderebene.
Nur mit ressortübergreifender politischer Unterstützung
kann eine nachhaltige Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit
auch auf der Bundesebene gelingen. Es ist Zeit, dass
Kinder in der politischen Agenda den Stellenwert erhalten, den
sie verdienen.


Der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit fordert: Die Bundesregierung
muss die Verbesserung der Kindergesundheit zu einem
zentralen Politikziel machen. Wir rufen die federführenden
Ministerinnen Nina Warken (Bundesministerin für Gesundheit)
und Karin Prien (Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren,
Frauen und Jugend) auf: Schließen Sie sich dem ‚Pakt für
Kindergesundheit‘ an.


Setzen Sie ein Zeichen. Für unsere Kinder. Für unsere Zukunft.“

Roman G. Weber, LL.M., Vorsitzender, und Dr. Johannes Knollmeyer,
stellvertretender Vorsitzender, für den Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit.

Statements

Statement des Verwaltungsratsvorsitzenden

Statements der Fraktionsvorsitzenden

Aktualisiert am:
Die leistungsstarke Krankenkasse für Familien: Drei Kinder verstecken sich unter einer Bettdecke.
Auszeichnungen: Siegel von Focus Money als Top Krankenkasse.
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