Sicherheitshinweis

Ihre Verbindung zu Meine DAK wird wegen Inaktivität in Sekunden getrennt. Möchten Sie die Verbindung beibehalten?

Was ist die elektronische Krankmeldung?

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beschreibt das Verfahren, Krankmeldungen digital zu übermitteln. Das Ausstellen der Krankmeldung in Papierform wird abgelöst.

Wann startet das Verfahren?

Die Einführung der elektronischen Krankmeldung für Arbeitgebende erfolgt verpflichtend ab dem 1.1.2023. Doch schon jetzt kann die Krankmeldung bei uns elektronisch abgefragt werden. Betriebe rufen die Krankmeldung von Mitarbeitenden in dem Fall auf digitalem Weg bei uns ab. Voraussetzung ist, dass die Betriebe in der Lage sind, diese Daten zu empfangen und zu verarbeiten.

Wie erfolgt der Datenaustausch?

Wir als Krankenkasse erhalten eine Anfrage in Form eines Datensatzes vom Arbeitgebenden. Dieser Datensatz wird der elektronischen Krankmeldung zugeordnet, die uns die Arztpraxis bereits übermittelt hat. Die Rückmeldung der Arbeitsunfähigkeitszeit an den Betrieb erfolgt ebenfalls elektronisch.


Was müssen Arbeitgebende beachten?

Neu ist, dass Arbeitnehmende künftig nicht mehr verpflichtet sind, die ärztliche Bescheinigung vorzulegen. In der Regel sind Beschäftigte ab Tag vier einer Erkrankung verpflichtet, dem Betrieb eine Krankmeldung zukommen zu lassen. Arbeitgebende dürfen ein ärztliches Attest jedoch schon am ersten Tag einfordern. Die Abfrage dieser Daten übernehmen Betriebe jetzt mit dem neuen Verfahren selbst. Arbeitnehmende haben jedoch weiterhin die Pflicht, die Erkrankung im Betrieb rechtzeitig zu melden.

Wie erhalte ich die Info, wenn Mitarbeitende krank sind?

Wie genau die Information über die Erkrankung eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin die Betriebe erreicht, ist unterschiedlich. Ob die Krankmeldung telefonisch, per Mail oder über soziale Medien wie Whatsapp kommuniziert wird, entscheiden Arbeitgebende individuell.

Wie funktioniert das mit der Prüfung von Vorerkrankungen?

Die Prüfung von Vorerkrankungen ist eine gesonderte Abfrage. Diese Abfrage läuft über den Datenaustausch Entgeltersatzleistungen DTA EEL.

Bisher erhielten Arbeitgebende die Information über die Krankmeldung durch die Bescheinigung für Betriebe. Mit der Einführung der elektronischen Krankmeldung läuft es anders: Arbeitgebende erhalten die Krankheitsdaten aufgrund ihrer Abfrage die sie stellen und die wir, als Krankenkasse, an sie zurückmelden. Bei Bedarf kann der arbeitgebende Betrieb dann die Abfrage der Vorerkrankungen durchführen.

Welche Daten dürfen Betriebe abrufen?

Als Krankenkasse dürfen wir Ihnen eine Meldung zusenden, die folgende Daten enthält:

  • Name des Beschäftigten
  • Beginn und Ende der Arbeitsunfähigkeit
  • Datum an dem die Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde
  • Kennzeichen, ob es sich um eine Erst- oder Folgemeldung handelt
  • Information, ob es Hinweise gibt, die dafür sprechen, dass es sich bei der Arbeitsunfähigkeit, um einen Arbeitsunfall handelt oder die Erkrankung die Folge eines (Arbeits)Unfalls ist.

Für wen ist das eAU-Verfahren nicht vorgesehen?

Das Verfahren der elektronischen Krankmeldung ist für folgende Bereiche nicht vorgesehen:

  • Fehlzeiten aufgrund von Rehabilitations- und Vorsorgemaßnahmen
  • Minijobs in Privathaushalten
  • Privatarztpraxen
  • Ärztinnen und Ärzte im Ausland

Was ist das Ziel der elektronischen Krankmeldung?

Arbeitgebende sollen schnell und unbürokratisch digital informiert werden, wenn ihre gesetzlich versicherten Beschäftigten krank sind. Die digitale Krankmeldung erzeugt weniger Aufwand als die Papier-Bescheinigung. Denn Krankmeldungen in Papier müssen versendet und bearbeitet werden. Darüber hinaus gibt es zuweilen Streit darüber, ob die Krankmeldung pünktlich vorlag oder nicht. Das neue Verfahren vermeidet diese Konflikte und leistet einen Beitrag zur Bürokratieentlastung.

Mehr Informationen zu diesem Thema und eine Verfahrensbeschreibung stellt der GKV-Spitzenverband bereit:

Meldung der Arbeitsunfähigkeitszeiten (eAU)