Unsere Gewinnerinnen 2026: Berlin
Vielen Dank für die sehr beeindruckenden Plakate! Da hatte es die Landesjury in Berlin wirklich nicht leicht, die vier besten Kunstwerke auszuwählen. Nach gründlichem Abwägen steht die Entscheidung nun fest. Herzlichen Glückwunsch!
1. Platz: Landessiegerinnen 2026 in Berlin
Statement:
„Für mein Bild wollte ich mich an der Malerei der Romantik orientieren, bei der es typisch war, dass die Natur das Innere der dargestellten Figur wiederspiegelt. Bei mir erhebt sich die Figur aus der zerbrochenen Flasche und erblickt eine faszinierende Landschaft. Dabei habe ich mich vor allem auf die Farben fokussiert: Die untere Bildhälfte sowie die Flasche sind blau und dunkel gehalten - Blau steht sowohl für den Alkoholkonsum, als auch für die damit verbundene Einsamkeit und Traurigkeit. In der oberen Hälfte hingegen habe ich warme, leuchtende und bunte Farben verwendet. Diese symbolisieren positive Emotionen wie Geborgenheit - also was ein Austritt aus der Alkoholsucht bewirken kann. Während die zersplitterte Flasche zeigt, dass der Austritt nicht leicht ist, verkörpert die Sonne Unterstützung und das Ziel. Insgesamt ist die Bildaussage die Befreiung aus der Alkoholsucht. Das es sich immer lohnt, achtsam und präsent im Leben zu sein. Denn nur so kann man sich die schönen Momente wirklich merken. Der Austritt ermöglicht Freiheit und die Möglichkeit, in eine strahlend bunte Welt."
2. Platz
Statement:
„Die Bildidee soll zeigen, dass das Leben aus vielen verschiedenen Kapiteln besteht – nicht nur aus dem Alkohol. Wir möchten verdeutlichen, dass Trinken nicht der wichtigste Baustein sein muss und dass andere bedeutende Erlebnisse viel wertvoller sind. Das gespaltene Gesicht steht für die beiden Entscheidungsmöglichkeiten: das Vergnügen am Alkohol vs. die Verantwortung und die langfristigen Folgen. Unsere Kernbotschaft lautet, dass man selbst die Kontrolle behalten und das Trinken nicht zum Mittelpunkt des Lebens machen sollte."
3. Platz
Der dritte Platz geht an Maya Kapsch (15 Jahre) von der Gutenbergschule Berlin. Wir gratulieren zu einem Gewinn von 100 Euro.
Statement:
„Das Bild zeigt den Kontrast zwischen einem "bunten" Leben voller Freiheit, Liebe und echter Glücksmomente und den negativen Folgen von Alkoholkonsum. Der fliegende Schmetterling aus der Sanduhr symbolisiert dabei, dass es trotz allem immer einen Weg gibt, sich für das "Bunte" im Leben zu entscheiden."
Sonderpreis für Junge Talente
Der Sonderpreis „Junge Talente“ geht an Alessia Patriu (15 Jahre) aus Berlin. Wir gratulieren zu einem Gewinn von 50 Euro.
Statement:
„Ich habe das Gefühl, dass viele Kinder heutzutage reifer sind als manche Erwachsene und schon die gleichen Sorgen tragen wie Erwachsene. Daher habe ich die Idee bekommen, dass die Erwachsenen auch sehen, dass wir Kinder auch Sorgen haben und Schmerzen spüren und sehen."
Sonderpreis für den Slogan
Der Sonderpreis „Slogan“ geht an Jana Maria Senkbeil aus Berlin. Wir gratulieren.
Statement:
„Im Rahmen des Wettbewerbs „Bunt statt blau“ habe ich mich mit dem Thema Komasaufen auseinandergesetzt. Mein Entwurf steht unter dem Slogan „Lass Farben fließen, nicht Promille“ und stellt die positiven Seiten des Lebens dem übermäßigen Alkoholkonsum gegenüber. Im Zentrum meines Bildes steht ein Auge, aus dem blaue Farbe in ein Glas fließt. Die Farbe Blau symbolisiert dabei die Promille und macht die negativen Folgen von Alkohol sichtbar. Gleichzeitig erinnert das Motiv an Tränen, die hier bewusst als lähmend und belastend dargestellt sind – sie wirken im Bild fast paralysierend und verlieren sich im Glas. Im Kontrast dazu habe ich im oberen Bildbereich bunte Farben eingesetzt. Sie stehen für Lebensfreude, Kreativität und die guten Seiten des Lebens. Mir war wichtig zu zeigen, dass diese positiven Aspekte eigentlich überwiegen sollten, aber durch Komasaufen in den Hintergrund geraten können. Die Idee entstand durch die Auseinandersetzung mit der Farbe Blau im Zusammenhang mit Alkohol sowie durch Inspiration aus früheren Wettbewerbsbeiträgen, die mit Tränen gearbeitet haben. Gleichzeitig schöpfe ich selbst viel Kraft aus kreativem Arbeiten – sei es im Unterricht oder durch mein kreatives Umfeld. Gerade in schwierigen Zeiten hilft mir das, Gefühle zu verarbeiten. Deshalb wünsche ich mir, dass auch andere Jugendliche einen Weg finden, ihre Emotionen kreativ zu kanalisieren, anstatt zu Alkohol zu greifen. Mein Entwurf soll dazu ermutigen, sich für ein „buntes“ Leben zu entscheiden.“

