Unsere Gewinnerinnen 2025: Baden-Württemberg
Vielen Dank für die sehr beeindruckenden Plakate! Da hatte es die Landesjury in Baden-Württemberg wirklich nicht leicht, die vier besten Kunstwerke auszuwählen. Nach gründlichem Abwägen steht die Entscheidung nun fest. Herzlichen Glückwunsch!
1. Platz: Landessiegerin 2025 in Baden-Württemberg
Statement:
„Die Idee hinter meinem Plakat ist es, zu zeigen wie Alkohol Menschen zerstört und zu überzeugen, sich von diesem abzuwenden.
Unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Drogen verändert man sich, und, nachdem der Rausch vorbei ist, erinnert man sich kaum noch daran, was geschehen ist und fühlt sich körperlich und mental schlecht.
Mein Plakat soll mit dem Titel ,, Use your time wisely " genau darauf hinweisen und dazu anregen, sich von Alkohol und dem ,,blau sein" abzuwenden und seine Zeit besser zu nutzen, beispielsweise für Hobbys wie Malerei.
Das Motiv soll das verkörpern.
Die Frau hat einen leeren traurigen Blick und passende Körperhaltung, was für den Alkoholkonsum steht, und wendet sich vom blauen Licht, dem ,,blau sein" weg zu einem Weinglas mit farbigen Pinseln und zu rotem Licht, den ,,bunten" Sachen und zeigt so das Thema ,,bunt statt blau".“
2. Platz
Der zweite Platz geht an Lara Gabor (17 Jahre) aus Rastatt. Wir gratulieren zu einem Gewinn von 200 Euro.
Statement:
„Bei meinem Bild habe ich vor allem die Alkoholsucht symbolisiert durch die Flasche. Dabei habe ich bedacht das es sehr schwer ist aus der Sucht wieder herauszufinden. Die Menschen, die innerhalb der Flasche hochklettern sollen Personen darstellen, die versuchen aus genau dieser Sucht einen Weg zu finden, es aber nicht schaffen. Außerhalb der Flasche wartet die bunte blumige Welt - ohne Alkohol und Sucht-in Freiheit.
Was ich auch noch einbinden wollte, ist das Menschen aus verschiedenen Gründen anfangen Alkohol zu trinken. Freude, Trauer, oder Gruppenzwang. Die bunten Blumen außerhalb der Flasche sollen auch Familie, Freunde und Freiheit symbolisieren. Das man auch ohne Alkohol Spaß haben kann. Natürlich ist Alkohol nicht immer schlimm, in gewissen Maßen kann man schonmal etwas Kleines trinken. Wenn man jedoch zu viel Alkohol konsumiert, kann das zu einer Abhängigkeit führen und zur Vernachlässigung von Freunden, Familien und Pflichten. Anstatt Alkohol zu trinken könnte man raus gehen in die Natur, Malen oder auch einfach etwas lustiges unternehmen. Zeit mit Freunden oder Familie verbringen und die Zeit genießen."
3. Platz
Wir gratulieren zu einem Gewinn von 100 Euro.
Statement:
„Die Hände sollen darauf hindeuten, dass es immer Versuchungen, verschiedene Lebenssituationen und Umstände gibt, die dich verführen können zu verschiedenen Suchtmitteln. Diese habe ich auch in meinem Bild dargestellt. Doch man soll immer daran denken, dass man auch ohne das ganze Gift klarkommen und ein schönes Leben führen kann. Die starke Frau mit ihrer Mimik zeigt, dass sie jeder Versuchung widersteht. Das heißt, dass die Suchtmittel sie nicht interessieren. Man findet immer einen Weg, um nicht diesem Gift zu erliegen.
Die Arme sind blau, da das Blau das Negative darstellt und in der Mitte ist der Hintergrund bunt, da das Leben bunt und farbenfroh sein sollte. Die Frau trägt ein rotes Oberteil, da die Farbe rot (positiv) und blau (negativ) einen großen Farbkontrast bilden.“
Sonderpreis für Junge Talente
Der Sonderpreis „Junge Talente“ geht an das Team Maximilian Weigelt aus der 8a von der Mörike-Realschule Mühlacker aus Pforzheim.
Wir gratulieren zu einem Gewinn von 50 Euro.
Statement:
„Die erschreckende Realität, die mein Bild zeigt, ist die rücksichtslose Platzierung von Alkohol- und Zigarettenwerbung in unmittelbarer Nähe von Schulen. Es ist für mich unbegreiflich, dass die Werbeindustrie keinerlei Verantwortung für den potenziellen Einfluss ihrer Botschaften auf junge Menschen übernimmt. Diese Art der Werbung feiert den Konsum von Substanzen, die bekanntermaßen schädlich und suchterzeugend sind, und sendet damit eine gefährliche Botschaft an Schülerinnen und Schüler. Der Mann in meinem Bild verkörpert die Ohnmacht angesichts dieser manipulativen Praxis. Er kann die bereits vorhandene Werbung nicht einfach auslöschen. Seine Reaktion, aktiv mit Plakaten von "Bunt statt blau" entgegenzuwirken, ist ein starkes Zeichen des Protests und der Hoffnung. Er wehrt sich gegen die Normalisierung des Konsums und setzt ein positives Gegengewicht. Meine persönlichen Erfahrungen in meiner alten Schule unterstreichen die Dringlichkeit dieses Problems. Die subtile und oft unbewusste Beeinflussung junger Menschen durch solche Werbung ist real und kann verheerende Folgen haben. Es ist höchste Zeit, dass die Werbeindustrie ihre ethische Verantwortung erkennt und Schulen zu suchtmittelfreien Zonen erklärt werden, frei von jeglicher Werbung, die den Konsum verherrlicht. Die Initiative "Bunt statt blau" ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um junge Menschen vor dieser schädlichen Manipulation zu schützen."