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Geltungsbereich

Der GKV-Spitzenverband und die Bundesvereinigungen der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen haben zur Umsetzung der Erstattungsregelungen aus dem Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz gemeinsame Feststellungen getroffen.

Diese gelten für die Pflegekassen und die Träger der nach § 72 SGB XI zugelassenen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, einschließlich der Betreuungsdienste nach § 71 Absatz 1a SGB XI. 

Stationäre (Kinder-)Hospize nach § 39a Abs. 1 SGB V, die keine Zulassung als stationäre Pflegeeinrichtung nach § 72 SGB XI haben, fallen nicht unter das Verfahren nach § 150 SGB XI.

Fragen und Antworten zum Pflege-Schutzschirm

  • Für welche zugelassenen Pflegeeinrichtungen ist die DAK-Gesundheit Pflegekasse zuständig?

    Die Zuständigkeitsregelung für Anträge zur Geltendmachung von Sars-CoV-2 bedingten Mehraufwendungen sowie Mindereinnahmen nach § 150 Abs.2 SGB XI  haben die Landesverbände der  Pflegekassen untereinander abgestimmt. 

    Die DAK-Gesundheit Pflegekasse ist Ihre Ansprechpartnerin für die Pflegeeinrichtungen in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein.

    Eine Liste mit allen zugelassenen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen und den Zuständigkeiten unter den Pflegekassen finden Sie auf der Homepage des GKV-SV im Abschnitt Pflegeversicherung. Diese Liste wird ständig aktualisiert.

  • Wie mache ich meinen Anspruch geltend?

    Wir sind zuständig für die Bearbeitung Ihres Erstattungsantrages, die Erstellung der Bescheide und für die Auszahlung des Erstattungsbetrages.

    So gehen Sie vor:

    • Bitte füllen Sie zunächst das Formular zur Geltendmachung aus und unterzeichnen Sie es. Dafür ist eine originalgetreue Nachbildung der Unterschrift (Faksimile) ausreichend. Alternativ drucken Sie den Antrag aus und scannen Sie ihn nach der Unterzeichnung als PDF-Datei ein.
    • Nutzen Sie nun unser Online-Formular, um uns den Antrag (PDF-Datei) schnellstmöglich zu übermitteln. Füllen Sie einfach alle Felder aus und laden Sie das Formular zur Geltendmachung hoch.

    Verwenden Sie bitte zur zügigen Bearbeitung vorrangig das Online-Formular. Alternativ senden Sie den Antrag an: pflegeschutzschirm_COVID19@dak.de. In der Betreffzeile der E-Mail geben Sie bitte das Institutionskennzeichen (IK), den Namen und Sitz der Pflegeeinrichtung (Bundesland) an. Nachweise für den beantragten Erstattungsbetrag werden nicht benötigt.

    Bitte beachten Sie, dass Anhänge in den alten Office-Formaten (.doc, .dot, .xls, .xlt, .ppt, .pot) aufgrund von Sicherheitsrichtlinien von uns nicht mehr verarbeitet werden können. Daher bitten wir Sie vor der Übersendung um eine Konvertierung in die neuen, sicheren Office-Formate (.docx, .xlsx, .pptx) oder erstellen Sie aus der Anlage ein PDF.

  • Ab wann kann ich den Erstattungsantrag stellen?

    Die Anträge können von Ihnen seit 28. März 2020, also mit Inkrafttreten des Gesetzes, gestellt werden.

  • Für welchen Zeitraum habe ich ggf. einen Erstattungsanspruch gegenüber der Pflegeversicherung?

    Zugelassene Leistungserbringer haben einen Anspruch auf Erstattung der zwischen März 2020 und dem nach § 150 Abs. 6 Satz 1 SGB XI (in der aktuell gültigen Fassung) geregelten Zeitpunkt infolge des Coronavirus SARS-CoV-2 anfallenden, außerordentlichen Aufwendungen bzw. Mindereinnahmen im Rahmen Ihrer Leistungserbringung, die nicht anderweitig finanziert werden.

  • Welche Mehraufwendungen bzw. Mindereinnahmen können erstattet werden?

    Der Erstattungsanspruch umfasst Mehraufwendungen und Mindereinnahmen in Bezug auf die Leistungserbringung der Einrichtungen einschließlich Leistungen für Unterkunft und Verpflegung. Ausgenommen sind Positionen, die anderweitig (z. B. über Kurzarbeitergeld, Entschädigung über das Infektionsschutzgesetz und Arbeitnehmerüberlassung) finanziert werden.

    Nähere Informationen zu den erstattungsfähigen Aufwendungen/Mindereinnahmen finden Sie unter Ziffer 2. Erstattungsanspruch, Absatz 2 der Kostenerstattungs-Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes vom 27.03.2020 mit Änderung vom 22.03.2021.

    In den genannten Kostenerstattungs-Festlegungen ist zudem beschrieben, welche Angaben für die Erstattung bzw. die Geltendmachung von Mehraufwendungen bzw. Mindereinnahmen von Ihnen erforderlich sind (unter Ziffer 3. Geltendmachung des Anspruchs).

  • Wann kann der Erstattungsbetrag geltend gemacht werden?

    Den Anspruch können zugelassene Pflegeeinrichtungsträger bei der DAK-Gesundheit Pflegekasse regelmäßig zum Monatsende geltend machen.

    Da sich die Berechnung der Mindereinnahmen jeweils auf den gesamten Monat bezieht, können diese erst im Folgemonat geltend gemacht werden.

    Sie können auch mehrere Monate (höchstens März 2020 bis zu dem nach § 150 Abs. 6 Satz 1 SGB XI (in der aktuell gültigen Fassung) geregelten Zeitpunkt) in Ihrem Antrag zusammenfassen.

    Einen weitergehenden Anspruch bezogen auf die Monate März 2020 bis Dezember 2020 können Sie bis zum 31. März 2021 und bezogen auf die Monate Januar 2021 bis zu dem nach § 150 Abs. 6 Satz 1 SGB XI (in der aktuell gültigen Fassung) geregelten Zeitpunkt bis 3 Monate nach Ablauf des nach § 150 Abs. 6 Satz 1 SGB XI (in der aktuell gültigen Fassung) geregelten Zeitpunktes nachmelden.

  • Wie erfolgen die Bearbeitung und Auszahlung des Erstattungsbetrages?

    Die DAK-Gesundheit Pflegekasse zahlt den Erstattungsbetrag innerhalb von 14 Kalendertagen nach der Geltendmachung aus. Sofern nur ein Teilbetrag oder keine Auszahlung erfolgt, informiert die DAK-Gesundheit Pflegekasse Sie schriftlich über die Gründe.

    Die DAK-Gesundheit Pflegekasse zahlt den Erstattungsbetrag unter Verwendung der von Ihnen gegenüber der Arbeitsgemeinschaft IK nach § 103 SGB XI i. V. m. § 293 Absatz 1 SGB V gemeldeten Bankverbindung aus.

    Die Auszahlung erfolgt vorläufig bis zum Abschluss eines Nachweisverfahrens. Näheres entnehmen Sie bitte den Kostenerstattungs-Festlegungen unter Ziffer 4. Auszahlung des Erstattungsbetrags.

  • Wie läuft das Nachweisverfahren ab?

    Mehraufwendung bzw. Mindereinnahmen sind grundsätzlich in einem nachgelagerten Verfahren nachzuweisen. Dieses erfolgt z. B. im Rahmen der nächsten Vergütungsverhandlung bzw. Pflegesatzverhandlung. Das Nachweisverfahren kann auch für einzelne Zeiträume durchgeführt werden. Etwaige Überzahlungen können nach § 150 Absatz 2 SGB XI aufgrund von angeforderten Nachweisen seitens der DAK-Gesundheit Pflegekasse festgestellt werden.

    Die DAK-Gesundheit Pflegekasse kann unabhängig vom nachgelagerten Nachweisverfahren jedoch bereits im Zusammenhang mit der Antragsbearbeitung und unmittelbar nach der vorläufigen Auszahlung Nachweise über die geltend gemachten Mehraufwendungen oder Mindereinnahmen von Ihnen verlangen. 

    Erhaltene staatliche Unterstützungsleistungen müssen Sie als Pflegeeinrichtungsträger der DAK-Gesundheit Pflegekasse unaufgefordert mitteilen.

    Eine festgestellte Überzahlung zahlen Sie als Pflegeeinrichtung nach Anforderung an die DAK-Gesundheit Pflegekasse zurück. Bei Vorliegen einer festgestellten Unterzahlung zahlt die DAK-Gesundheit Pflegekasse die noch nicht ausgeglichen Mehraufwendungen bzw. Mindereinnahmen unaufgefordert nach.

  • Haben Sie weitere Fragen?

    Dann senden Sie uns gerne eine E-Mail an: pflegeschutzschirm_COVID19@dak.de oder rufen uns unter 040 325 325 580 an.

    Die FAQ-Übersicht des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zum Rettungsschirm Pflege. Diese hilft Ihnen bei Fragen rund um die Regelungen des § 150 Abs.2 SGB XI.