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Im Magen geht es los

Ahhhhh, war die Gans gut. Und die Klopse. Und das Blaukraut. Und die Soße. Und der Wein. Und das Eis-Dessert. Und der kleine Eis-Dessert-Nachschlag. Und das Plätzchen. Und der Kaffee mit bisschen Schuss. Und noch ein Plätzchen. Und ein letztes Plätzchen. Und ein allerletztes Plätzchen.

Also ich bin jetzt voll und schwer. Genauer gesagt: der Magen. Der ist von einer starken Muskulatur umgeben und bewegt sich, damit all das gute Essen zerkleinert, vermengt und weitertransportiert werden kann. Normal passen bis zu 1600 Milliliter in deinen Magen hinein. Bei einem üppigen Essen hab ich also jede Menge zu tun.

Im Darm geht’s munter weiter 

Das kriegst du natürlich mit. Naja, manchmal kriegen es auch die neben dir mit. Sorry, aber wenn du viel isst und trinkst, entsteht auch viel Luft im Bauch. Und die muss raus. Also sorge ich dafür, dass du rülpst und pupst. Besonders wenn kohlesäurehaltige Getränke wie Sprudel, Sekt oder Bier mit im Spiel sind. Das Gas muss irgendwie raus.

Und dann gibt es noch die Gase, die bei der Verdauung durch Darmbakterien entstehen. Die zersetzen nämlich all das, was du vorher genossen hast. Und wenn das nicht gerade wenig war und sich vielleicht noch Hülsenfrüchte und Zwiebeln darunter befanden ... tja, dann kann es schonmal vorkommen, dass man sich die Nase zuhalten muss. 

Was brennt denn da?

Puuuh, wenn es bei mir brennt und drückt, dann liegt es nicht daran, dass du Feuer geschluckt hast. Was du spürst ist meine Magensäure, die durch die Speiseröhre nach oben steigt. Das nennt man bei euch oben auch Sodbrennen. Was ich festgestellt habe: Scharfe und saure Lebensmittel und hochprozentiger Alkohol sind nicht so das Wahre, wenn du Sodbrennen vermeiden willst.

Und wenn du viel futterst, produziert dein lieber Magen natürlich besonders viel Magensäure. Die fette Weihnachtsgans schmeckt zwar super, wer wüsste das besser als ich? Aber lieber ein bisschen weniger davon, dann bleibt die Magensäure auch wo sie hingehört.

Unter Weihnachtsnarkose 

So, das war mal wieder gut! Noch ein kleines Bäuerchen, pardon und jetzt … ja, jetzt am liebsten Kopf auf den Tisch und schlafen. Das ist die berühmt-berüchtigte Fressnarkose an Weihnachten. Oder auch Suppen-Koma genannt. Die geht von uns hier unten aus. Dein Magen arbeitet immerhin auf Hochtouren nach einem so üppigen Essen, und für so viel Arbeit braucht er viel Blut. Und wo nimmt er das her? Genau, aus deinem Kopf. Von da fließt das Blut zu mir, in deinen Bauch.

Ein berührendes Gedicht verfassen, eine geniale physikalische Formel erfinden, die den Urknall endlich schlüssig erklärt, oder – noch anspruchsvoller – mit Onkel Herbert über die bedenkliche politische Lage im Südkaukasus diskutieren: All das kannst du in dem Zustand vergessen. Dein Körper will jetzt nur noch eine Sache: Hinlegen, nicht groß nachdenken, dösen, gerne auch schlafen. Was ja auch nicht das Dümmste ist.

Ich mag es an Weihnachten jedenfalls gerne gemütlich. Du auch? Schön, wir gehören einfach zusammen!