Sicherheitshinweis

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  • Kostenübernahme

    Wenn Ihr Arzt Ihnen ein Hörgerät verordnet hat, übernehmen wir die Kosten. Für Sie fällt lediglich die gesetzliche Zuzahlung für Hilfsmittel an.

    Entscheiden Sie sich für ein individuelles Wunschgerät, empfehlen wir Ihnen einen sorgfältigen Vergleich der Preise.

  • Sie haben Anspruch auf:

    • eine qualitativ geprüfte und für die Versorgung zugelassene Hörhilfe
    • Einhaltung aller gültigen Hygiene-, Pflege- und Versorgungsstandards
    • geschultes Fachpersonal beim Vertragspartner während des gesamten Anpassungsprozesses
    • mindestens ein individuell geeignetes aufzahlungsfreies Versorgungsangebot mit volldigitalen Hörsystemen entsprechend dem festgestellten Hörverlust einschließlich der erforderlichen Otoplastik ohne wirtschaftliche Aufzahlung, ausgenommen der gesetzlichen Zuzahlung
    • Digitaltechnik, Mehrkanaligkeit (mindestens vier Kanäle), Rückkopplungs- und Störschallunterdrückung, mindestens drei Hörprogramme, Mehrmikrofontechnik
    • Beratung, Auswahl, Anpassung und Lieferung des Hörsystems
    • Einweisung in den Gebrauch, die Pflege sowie die Nachbetreuung und Reparaturen für sechs Jahre
    • Anamnese, Daten zur Schwerhörigkeit, Erfassung der sozialen Umfeldsituation, Dokumentation
    • Betrachtung der äußeren Ohren, Gehörgänge und Trommelfelle
    • Ermittlung der akustischen Kenndaten des Gehörs, Audiometrie
    • Kontrollotoskopie
    • Otoplastik
    • Auswahl des geeigneten Hörsystems und dessen Voreinstellung, z. B. Dynamikanpassung, Frequenzanpassung, Kanaligkeit
    • Maßnahmen zur Rückkopplungsunterdrückung
    • Anpassung störschallreduzierender Technologien
    • Fertig der Otoplastik oder Gehäuseschale bei Im-Ohr-Geräten
    • Programmierung des Hörsystems aufgrund der audiologischen Daten
    • Hörtest mit angepassten Hörsystemen
    • mehrtägige Testung des voraussichtlich gewünschten Gerätes im Alltag
    • Optimierung der Feineinstellung, ggf. Neufertigung bzw. Nachbesserung der Otoplastik bei nicht optimalem Sitz
    • Wartungs- und Reparaturleistungen
    • Ton und Sprachaudiometrie
    • 30 Batterien
  • Vertragspartner

    Sie haben die freie Auswahl unter allen Vertragspartnern der DAK-Gesundheit. Das können HNO-Ärzte oder Hörgeräteakustiker sein. Mit unserem Hilfsmittellotsen können Sie gleich einen qualifizierten Partner auswählen und mit der Lieferung beauftragen.

  • Rückgabe

    Eine Rückgabe ist nicht erforderlich.

  • Fragen und Antworten

    Hörgeräte: Mit welchen Leistungen kann ich rechnen?

    Sie können unter bundesweit fast 4.000 Vertragspartnern der DAK-Gesundheit – HNO-Ärzten und Hörgeräteakustikern – wählen. Bei allen Vertragspartnern gilt grundsätzlich die Kostenübernahme der DAK-Gesundheit für zwei Hörgeräte inklusive der nötigen Ohrpassstücke (Otoplastiken). Dazu gehört auch die Anpassung der Hörgeräte an Ihre individuellen Bedürfnisse. Darüber hinaus bekommt der Anbieter von uns eine Servicepauschale, die alle Reparaturen und Wartungen Ihrer Hilfsmittel in dem sogenannten Versorgungszeitraum von sechs Jahren abdeckt. Nach sechs Jahren haben Sie dann Anspruch auf neue Hörgeräte. Lediglich die notwendigen Batterien für Ihre Hörgeräte zahlen Sie selbst.

    Ist für meine Hörgeräte eine Zuzahlung erforderlich?

    Ja, die gesetzliche Zuzahlung für Hilfsmittel müssen Sie grundsätzlich selbst tragen. Sie liegt bei zehn Euro pro Hörgerät. Bei Hörgeräten für beide Ohren zahlen Sie also 20 Euro. 

    Eine höhere Zuzahlung wird fällig, wenn Sie sich zum Beispiel für Hörgeräte mit speziellem Design oder multimedialer Vernetzung entscheiden. Derartige Sonderausstattungen können wir nicht übernehmen, da die Kostenübernahme für Hörgeräte durch die Krankenkasse laut Gesetz das Maß des medizinisch Notwendigen nicht überschreiten darf. 

    Was für Hörgeräte bekomme ich?

    Bei unseren Vertragspartnern für Hörgeräte haben Sie Anspruch auf mindestens ein Modell, für das Ihnen außer der gesetzlichen Zuzahlung keine Kosten entstehen. Das Hilfsmittel soll Ihren Hörverlust bestmöglich ausgleichen. Außerdem müssen für Sie kostenlose Hörgeräte folgende Merkmale besitzen:

    • Digitaltechnik
    • mindestens vier Kanäle
    • Unterdrückung von Rückkopplungen und Störschall
    • mindestens drei Hörprogramme
    • mehrere Mikrofone

    Lassen Sie sich ausführlich beraten, bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden. 

    Beides möglich: Hörgeräte vom HNO-Arzt oder vom Hörgeräteakustiker

    Sie können Ihr Hörgerät vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder vom Hörgeräteakustiker beziehen:

    • Hals-Nasen-Ohren-Arzt: Ihr Hals-Nasen-Ohren-Arzt kooperiert mit einem Hörgeräteakustiker, der auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingestellte Hörgeräte in die Praxis liefert – auf dem sogenannten verkürzten Versorgungsweg. Die Feinjustierung der Geräteeinstellungen erfolgt beim Arzt in einem gesichertem Online-Verfahren. Auch in der Folgezeit (Versorgungszeitraum) ist der HNO-Arzt Ihr Ansprechpartner sowohl in medizinischen als auch in technischen Fragen. 
    • Hörgeräteakustiker: Sie gehen mit der Hörgeräte-Verordnung Ihres Hals-Nasen-Ohren-Arztes zu einem niedergelassenen Hörgeräteakustiker, der Sie berät und Hörgeräte anpasst. Der Akustiker steht Ihnen im folgenden sogenannten Versorgungszeitraum für alle technischen Fragen zu Ihren Hörgeräten zur Verfügung. Bei medizinischen Problemen ist wie gewohnt Ihr HNO-Arzt zuständig. 

    An welchen Hilfsmittel-Anbieter Sie sich in Ihrer Region wenden können, erfahren Sie bei einem DAK-Servicezentrum in Ihrer Nähe. Etwa 95 Prozent der in Deutschland niedergelassenen Hörgeräteakustiker sind über ihre Bundesinnung Vertragspartner der DAK-Gesundheit – sicher auch einer unweit Ihres Wohnorts.

    Welche Unterlagen brauche ich für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

    Patienten, die erstmals Hörgeräte bekommen, brauchen eine Verordnung ihres Hals-Nasen-Ohren-Arztes. Für alle späteren Hörgeräte ist eine Verordnung zwar nicht vorgeschrieben, wir empfehlen aber dennoch den erneuten Gehör-Check beim HNO-Arzt. Auch für den Fall, dass sich Ihr Gehör stark verschlechtert hat und Sie deshalb neue Hörgeräte brauchen. In diesem Fall ist eine neue Verordnung für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ohnehin vorgeschrieben. 

    Darf ich meinen Ansprechpartner für Hörgeräte wechseln?

    Solange die Versorgung mit Hörgeräten nicht endgültig abgeschlossen ist, können Sie Ihren Arzt oder Akustiker jederzeit wechseln. Abgeschlossen bedeutet in diesem Fall, dass Sie den Empfang von Hörgeräten quittiert haben und Ihr Hals-Nasen-Ohren-Arzt bestätigt hat, dass Sie mit Hörgerät besser hören. Ein Wechsel hat keinen Einfluss auf die Leistungen, die Sie von der DAK-Gesundheit erhalten.