Sicherheitshinweis

Ih

Welche Symptome treten bei Prostatakrebs auf?

Im Frühstadium verursacht Prostatakrebs nur selten Beschwerden. Ist das Geschwür bereits gewachsen, verengt es die Harnröhre und Symptome wie häufiges Wasserlassen in der Nacht und Harntröpfeln treten auf. Zu beachten ist: Die Ursache für diese Symptome kann auch eine gutartige Prostatavergrößerung sein.

Ein weiteres Symptom für Prostatakrebs können Erektionsstörungen sein. Bei fortschreitender Erkrankung und auftretenden Metastasen lösen diese in der Wirbelsäule oder im Becken manchmal starke Schmerzen aus.

Was sind die Ursachen von Prostatakrebs?

Die konkreten Ursachen für Prostatakrebs sind nicht bekannt, allerdings gibt es einige Risikofaktoren. Dazu gehört vor allem eine genetische Veranlagung. Ist es in der Familie bereits zu Prostatakrebserkrankungen gekommen, steigt das eigene Risiko um bis zu 50 Prozent.

Studien weisen zudem darauf hin, dass eine ballaststoffarme Ernährung mit viel tierischen Fetten das Erkrankungsrisiko erhöht. Das gilt insbesondere für den sehr häufigen Verzehr von rotem Fleisch und verarbeiteten Wurstwaren. Auch Rauchen, Übergewicht und zu wenig Bewegung können das Entstehen der Krankheit begünstigen.

Diagnose: Wie erkennen Ärzte Prostatakrebs?

Ertastet der Arzt eine vergrößerte Prostata, wird diese mithilfe eines Ultraschalls untersucht. Dieses Verfahren klärt darüber auf, ob der Prostatakrebs bereits über die Vorsteherdrüse hinausgewachsen ist. Eine zuverlässige Diagnose ist jedoch erst durch eine Gewebeprobe möglich. Ob auch bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen, hängt von der Ausbreitung des Tumors ab, ob er bösartig ist und ob er Metastasen gebildet hat. Mithilfe einer Knochen-Szintigraphie lässt sich zudem feststellen, ob der Tumor bereits die Knochen befallen hat.

Welche Bedeutung hat der PSA-Wert?

Obwohl umstritten, verwenden viele Mediziner den sogenannten PSA-Wert. PSA ist ein Eiweiß, das in der Prostata gebildet wird. Erhöhte Werte können auf einen Tumor hinweisen, allerdings ist das nicht zwingend der Fall. Deshalb rät die Deutsche Gesellschaft für Urologie vom PSA-Test als generelles Früherkennungsprogramm ab. Trotzdem übernimmt die DAK-Gesundheit die Kosten für den PSA-Test.

In der Tumornachsorge und nach einer Strahlentherapie sowie für die Verlaufskontrolle bei einer Hormontherapie ist die Bestimmung des PSA-Werts durchaus aussagekräftig.

Welche Therapien sind bei Prostatakrebs möglich?

Welche Therapie zum Einsatz kommt, hängt vom Alter und den persönlichen Lebensumständen des Patienten, dem damit verbundenen Operationsrisiko sowie der Wachstumsgeschwindigkeit des Prostatakarzinoms ab.

Bei einem lokal begrenzen Prostatakrebs gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Dazu gehört zum Beispiel die radikale Prostatektomie, also die vollständige Entfernung der Prostata, der Samenblasen und der Lymphknoten entlang der Blutgefäße des Beckens. Ebenfalls möglich ist die sogenannte perkutane Strahlentherapie von außen durch die Haut oder die Permanent Seed Implantation, auch Brachytherapie genannt. Dabei handelt es sich um eine Form der inneren Bestrahlung durch implantierte radioaktive Teilchen, englisch „seeds“. In fortgeschrittenen Krebsstadien, wenn bereits Metastasen in Lymphknoten, Knochen, oder inneren Organen vorliegen, kann eine Hormonentzugstherapie stattfinden.

Da Prostatakrebs sehr langsam wächst, gibt es abhängig vom Alter des Patienten auch die Möglichkeit, auf eine Behandlung zu verzichten. Stattdessen wird der Krebs bei regelmäßigen Kontrollen intensiv überwacht.

Vorbeugung: Welche Maßnahmen minimieren das Krebsrisiko?

Einige Faktoren, die das Risiko eines Prostatakarzinoms nachweislich erhöhen, können Sie selbst beeinflussen: Versuchen Sie Normalgewicht zu halten, treiben Sie regelmäßig Sport, trinken Sie Alkohol nur in Maßen und ernähren Sie sich gesund. Vor allem der Fleischkonsum sollte auf ein normales Maß reduziert werden. Außerdem ist es ratsam, regelmäßig zur Prostatakrebsvorsorge zu gehen.