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Welche Ursachen haben Folgeerkrankungen bei Diabetes?

Diabetes ist eine behandlungsbedürftige Krankheit. Halten sie über einen längeren Zeitraum an, schädigen schon geringfügig erhöhte Blutzuckerwerte die Blutgefäße des Körpers. Ablagerungen entstehen, die den Blutfluss immer mehr behindern. Der Fachbegriff dafür: Arteriosklerose. Sind Blutgefäße betroffen, die Nerven versorgen, erhalten diese immer weniger Sauerstoff. Das führt zu Beeinträchtigungen.

Außerdem setzt der Überschuss an Blutzucker nervenschädigende Stoffwechselprozesse in Gang. Eine Folge davon kann der diabetische Fuß sein. Auch treten vermehrt Schädigungen der Netzhaut, Makulopathie und Nierenschäden, Nephropathie genannt, auf.

Weitere häufige Folgeerkrankungen sind Herzinfarkt und Schlaganfall.

Welche Symptome verursachen Folgeerkrankungen?

Je nach Krankheitsbild kommt es zu unterschiedlichen Symptomen.

Symptome des diabetischen Fußes

Ein diabetischer Fuß hat diese Symptome:

  • Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl an den Füßen
  • nachlassendes Empfinden von Schmerz, Druck und Temperaturschwankungen
  • häufige Entzündungen oder Infektionen wie Nagelpilz

Wie äußern sich Augenleiden und Nierenschäden?

Eine häufige Folgeerkrankung des Diabetes ist die diabetische Retinopathie, eine Erkrankung der Netzhaut. Sie kündigt sich durch verschwommenes Sehen und/oder gestörtes Farbsehen an. In beiden Fällen sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Außerdem kann es zu einer Makulopathie kommen. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Netzhauterkrankung, die sich jedoch nicht vorher bemerkbar macht. Jährliche Kontrollen beim Augenarzt gehören deshalb für jeden Diabetiker unbedingt zur Behandlung dazu.

Untersuchungen zufolge erkranken außerdem bis zu 40 Prozent aller Diabetiker an einer Nephropathie. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Nieren. Blässe und juckende Haut, weniger Appetit, Mundgeruch, Müdigkeit, geschwollene Augenlider und Fußgelenke sowie Rückenschmerzen sind typische Symptome dieser Erkrankung.


Wie diagnostizieren Ärzte Folgeerkrankungen?

Um einen diabetischen Fuß frühzeitig zu entdecken, ist es ratsam, die Füße einmal jährlich untersuchen zu lassen. Ein Arzt inspiziert die Haut, macht einen Stimmgabeltest und testet die Kalt-Warm-Wahrnehmung. Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen wird eine Dopplersonografie oder auch eine Angiografie durchgeführt.

Eine diabetische Retinopathie diagnostiziert der Arzt mithilfe einer Augenspiegelung. Bei einer Makulopathie werden sowohl eine Netzhautuntersuchung als auch ein Sehtest durchgeführt. Beim Sehtest kommt die sogenannte Amslertafel zum Einsatz. Patienten müssen dann sagen, ob sie auf einem Kästchenmuster Verzerrungen erkennen.

Eine Nephropathie lässt sich mithilfe von Blut- und Urinuntersuchungen nachweisen.

Wie werden die Spätfolgen bei Diabetes behandelt?

Beim diabetischen Fuß hängt die Behandlung vom Ausmaß der Schädigung und dem Stadium der Erkrankung ab. An erster Stelle steht das sogenannte Wundmanagement. Dabei kommen zunächst konservative Maßnahmen wie spezielle Entlastungsschuhe und eine optimale Einstellung des Blutzuckers zum Einsatz.

Bei der diabetischen Retinopathie erfolgt die Behandlung je nach Befund durch eine Lasertherapie, Injektionstherapie oder eine Operation. Auch bei der Makulopathie kommen eine Lasertherapie oder Operation in Frage. Relativ neu ist der Einsatz einer Spritzentherapie, um die Gefäßneubildung und Einblutungen zu stoppen.

Wie kann ich Spätfolgen bei Diabetes vermeiden?

Zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gehört eine angemessene Ernährung. Genauso wichtig wie die Ernährung ist ein Plus an sportlicher Betätigung. Regelmäßige körperliche Aktivität senkt den Blutzuckerspiegel und verbessert die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Zudem hilft Sport beim Abnehmen.