Intimbereich enthaaren: Mit Waxing oder Sugaring?

Menschen haben Haare. Wir tragen sie auf dem Kopf, im Gesicht, an den Beinen, am Rücken, über und an dem Po und auch im Intimbereich. Auch wenn Haare nützlich und vollkommen normal sind, mögen wir sie nicht unbedingt an jeder Körperstelle. Was du bei der Haarentfernung im Intimbereich berücksichtigen solltest und welche Methoden sich eignen, erfährst du hier.
Intimbereich enthaaren: Das sind die Vor- und Nachteile
Ob du deine Intimbehaarung entfernst oder nicht, ist ganz dir überlassen. Niemand sollte dir hier Druck machen oder dich in eine Richtung drängen, mit der du dich nicht wohlfühlst. Medizinisch notwendig ist die Entfernung der Intimbehaarung nicht.
Trotzdem gibt es verschiedene Gründe, warum sich Jungs und Mädchen für eine Haarentfernung im Intimbereich entscheiden.
- Ästhetische Vorlieben: Auch hier entscheidet der individuelle Geschmack. Manche Menschen finden es schöner, wenn der Intimbereich frei von Haaren ist, andere mögen die Haare untenrum.
- Hygiene: Obwohl es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, glauben viele, dass ein enthaarter Intimbereich die Hygiene fördert. Laut aktuellem Erkenntnisstand ist diese Annahme aber eher falsch als richtig. Der Grund dafür ist, dass die Intimbehaarung eine Barriere für verschiedene Krankheitserreger darstellt. Die Haare im Schritt können also helfen, Krankheiten vorzubeugen.
- Sportliche Aktivitäten: Intimbeharrung und Sport vertragen sich nicht immer – Stichpunkt Reibung. Radfahrer oder auch Schwimmerinnen können ein Lied davon singen. Viele von ihnen entfernen sich die Haare, um beispielsweise auf dem Fahrradsattel keine Scheuerstellen im Intimbereich zu bekommen. Profi-Schwimmerinnen oder -Schwimmer verringern den Wasserwiderstand, indem sie sich die Haare am ganzen Körper entfernen.
- Sexuelle Präferenzen: Manche Jungs und Mädchen mögen es, wenn beim Sex auch im Intimbereich direkter Hautkontakt besteht.
- Persönlicher Komfort: Haare im Intimbereich können auch bei eng anliegender Kleidung oder beim Tragen mehrerer Klamottenschichten im Winter stören. Grund dafür ist das Reiben der Haare zwischen Kleidung und Haut, das manche Menschen unangenehm finden.
Warum sollte ich die Haare im Schritt nicht entfernen?
Es gibt auch Gründe, die Intimbehaarung nicht zu entfernen. Dazu gehört das Risiko von Hautirritationen, eingewachsenen Haaren oder Infektionen. Letztlich ist es deine Entscheidung, ob du deine Intimbehaarung entfernen möchtest oder nicht.
Wie funktionieren Waxing und Sugaring?
Waxing ist eine Methode zur Entfernung von Haaren. Dabei wird geschmolzenes Wachs auf die Haut aufgetragen. Wenn das Wachs erkaltet ist, wird es mit einem Ruck entgegen der Haarwuchsrichtung wieder abgezogen. So werden die Haare mit der Wurzel entfernt. Das Ergebnis ist eine Haut frei von Stoppeln wie beim Rasieren.
Viele Frauen und Männer entscheiden sich für diese Methode, weil die Haare länger als beim Rasieren brauchen, um nachzuwachsen. Waxing ist toll zum Entfernen der Haare und kommt an Körperstellen wie den Beinen, Armen, dem Gesicht und der Bikinizone zum Einsatz. Aber bedenke: Waxing kann schmerzhaft sein. Vorsicht ist auch geboten, da das heiße Wachs zu Verbrennungen führen kann. Es ist also wichtig, dass du dich beim Erwärmen des Wachses an die Angaben des Herstellers hältst und die Temperatur zunächst vorsichtig prüfst.
Eine Alternative zum Waxing ist das Sugaring. Wie der Name schon sagt, wird dabei eine Mischung aus Zucker (englisch: sugar), Wasser und Zitronensaft verwendet. Diese Zuckerpaste wird dort aufgetragen, wo du die Haare mitsamt Wurzel abziehen möchtest. Anders als beim Waxing musst du nicht warten, bis die Paste trocken ist. Viele Frauen und Männer empfinden Sugaring im Vergleich zum Waxing als angenehmer. Das liegt unter anderem daran, dass die Zuckerpaste nicht an der Haut haftet, sondern nur an den Haaren. Damit eignet sich das Sugaring nicht nur für viele Hauttypen, sondern auch für sensiblere Hautpartien wie Gesicht und Intimbereich. Das Ergebnis ist genauso langanhaltend wie beim Waxing.
Gynäkologin Dr. Sheila de Liz erklärt das Wichtigste zur Haarentfernung im Intimbereich:
Waxing und Sugaring im Intimbereich – was wird da eigentlich gemacht?
Für die Entfernung der Intimbehaarung durch Waxing oder auch Sugaring gibt es spezielle Verfahren. Sie sorgen dafür, dass die Behandlung so effektiv und schmerzarm wie möglich ist.
Wie funktioniert das Waxing im Intimbereich?
- Vorbereitung: Die Haut wird gereinigt und desinfiziert. Oft wird ein Puder aufgetragen, um überschüssiges Öl zu entfernen.
- Auftragen des Wachses: Das erhitzte Wachs wird vorsichtig mit einem Spatel in Richtung des Haarwuchses auf die Haut aufgetragen.
- Abziehen: Nach dem Aushärten wird das Wachs schnell mit einem passenden Papierstreifen und deiner Hand gegen die Wuchsrichtung der Haare abgezogen. Dabei werden die Haare an der Wurzel entfernt.
- Nachbehandlung: Die Haut wird erneut gereinigt und mit einer beruhigenden Lotion oder einem Gel gepflegt.
Wie funktioniert das Sugaring im Intimbereich?
- Vorbereitung: Die Haut wird gereinigt und desinfiziert.
- Auftragen der Zuckerpaste: Die Zuckerpaste wird vorsichtig gegen die Wuchsrichtung der Haare aufgetragen.
- Abziehen: Die Paste wird schnell in Richtung des Haarwuchses abgezogen.
- Nachbehandlung: Ähnlich wie beim Waxing wird eine beruhigende Lotion oder ein Gel aufgetragen, um die Haut vor Irritationen zu schützen.
Sexuelle Aufklärung mit Doktorsex
Umut Özdemir, Dr. Sheila de Liz und Volker Wittkamp (v.li.)
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Intimbereich enthaaren: Welche Methode ist die beste?
Waxing und Sugaring sind gängige Methoden zur Haarentfernung im Intimbereich. Bevor du loslegst, solltest du aber über potenzielle Risiken wie Hautreaktionen Bescheid wissen. Eine sichere Methode, mehr über deinen Hauttyp zu erfahren, ist ein Hauttest. Bei diesem kannst du die Sensibilität austesten. Ein Tipp: Gehe dafür zum Dermatologen oder zur Dermatologin deines Vertrauens. Außerdem solltest du darauf achten, dass du während des Waxings bzw. Sugarings nicht auf Hautstellen aufträgst, die bereits gereizt sind.
Hautpflege nach der Haarentfernung
Nach der Prozedur solltest du die entsprechenden Hautstellen immer wieder kontrollieren. Achte dabei darauf, ob Rötungen, eingewachsene Haare, Pusteln, Ausschläge oder ein brennendes oder juckendes Gefühl auftreten.
Bei Rötungen hilft meist ein kalter Umschlag oder eine beruhigende Lotion. Eingewachsene Haare können durch regelmäßige Peelings verhindert werden. Treten hingegen Ausschläge oder auch Pusteln auf, solltest du einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen. Brennt oder juckt es, kann ein Aloe-Vera-Gel Linderung verschaffen.





