Die besten Hausmittel gegen Husten

Ein kranker Mann liegt auf dem Sofa und hustet.

Nächtlicher Reizhusten, ständiges Räuspern oder ein gereizter Hals können den Alltag deutlich beeinträchtigen. Viele Betroffene suchen daher nach sanften, gut verträglichen Maßnahmen, um die Beschwerden zu lindern. Der folgende Überblick zeigt, welche Ursachen hinter Husten stehen können, weshalb ausreichendes Trinken die Schleimhäute unterstützt, welche Hausmittel sich bewährt haben – und in welchen Fällen eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

Was sind die häufigsten Ursachen für Husten?

Husten kann viele Ursachen haben – vom einfachen Infekt bis hin zur behandlungsbedürftigen Entzündung:

  • Infektionen der oberen Atemwege (Erkältung, grippale Infekte): Am häufigsten sorgen Viren dafür, dass die Schleimhäute in Nase und Rachen gereizt werden. Erst ist der Husten meist trocken, später löst sich Schleim. Begleitend kommen oft Schnupfen, Halskratzen und leichtes Fieber hinzu.
  • Akute Bronchitis: Eine Entzündung der Bronchien, meist nach einer Erkältung, startet mit trockenem Reizhusten und geht in produktiven Husten mit Auswurf über. Typisch: Druck auf der Brust, pfeifende Atemgeräusche und Müdigkeit.
  • Grippe (Influenza)Starker Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Der Husten ist häufig trocken und hartnäckig, weil die Schleimhäute stark entzündet sind.
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis): Entzündete Nebenhöhlen führen zu zähem Schleim, der in den Rachen abläuft und Husten auslösen kann.
  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis): Entzündung des Kehlkopfs durch einen Infekt. Typisch sind Heiserkeit, belegte Stimme und trockener Reizhusten.
  • Lungenentzündung: Husten (trocken oder mit verfärbtem Auswurf) tritt zusammen mit Fieber, Schüttelfrost, Atemnot und starkem Krankheitsgefühl auf. Warnzeichen für einen raschen Arztkontakt.

Die gängigsten Hausmittel gegen Husten auf einen Blick 

Wenn dich das ständige Husten nervt, brauchst du einfache Maßnahmen, die schnell umsetzbar sind und dir guttun. Die folgenden Hausmittel kannst du unkompliziert in deinen Alltag einbauen:

HausmittelWirkung
Viel trinkenWarme, ungesüßte Getränke und ausreichend Wasser befeuchten die Schleimhäute.
Gesunde LebensmittelSanfte, gut verträgliche Lebensmittel können den Rachen beruhigen, Wärme und Flüssigkeit liefern und so den Hustenreiz dämpfen.
Inhalation mit KochsalzlösungFeuchter, warmer Dampf befeuchtet die Atemwege, löst festsitzendes Sekret und kann die Atmung erleichtern.
Wärmeanwendungen (Brust-/Halswickel)Wärme fördert die Durchblutung, entspannt die Bronchien und lindert Reiz- und Krampfzustände.
Raumklima verbessernRegelmäßig lüften und für ausreichende Luftfeuchte sorgen schützt vor Austrocknung der Schleimhäute.
Hustenbonbons und LutschpastillenRegen den Speichelfluss an, befeuchten den Rachen und mildern den Hustenreflex. 
Schlaf und LiegepositionErhöhtes Kopfteil und ruhige Schlafumgebung mindern den nächtlichen Hustenreiz.
Schonung und Reizstoffe meidenAusruhen, körperliche Überanstrengung vermeiden und Rauch/Reizstoffe fernhalten unterstützt die Erholung.

Warum ist viel trinken bei Husten wichtig?

Wenn ständiges Husten den Hals und die Bronchien reizen, hilft Flüssigkeit deinem Körper auf mehrere Arten – ganz ohne großen Aufwand im Alltag. 

  • Befeuchtung der Schleimhäute: Ausreichend Trinken hält die Schleimhäute in Mund und Rachen sowie die Atemwege feucht. Das beruhigt den Hustenreiz und erleichtert das Atmen.
  • Verdünnung des Schleims: Flüssigkeit macht zähen Schleim dünnflüssiger. Er lässt sich besser abhusten und die Atemwege werden schneller frei.
  • Ausgleich von Flüssigkeitsverlust: Bei Fieber, schneller Atmung oder schwitzigen Nächten verlierst du mehr Flüssigkeit. Trinken füllt diese Reserven auf und verhindert Kreislaufprobleme oder Kopfschmerzen.
  • Verhinderung von Schleimhautreizungen: Trockene Luft, Heizungsluft oder viel Sprechen reizen den Hals. Regelmäßige kleine Trinkmengen wirken wie „inneres Befeuchten“ und dämpfen den Hustenreflex.
  • Förderung der natürlichen Schutzbarriere: Eine gut befeuchtete Schleimschicht ist die erste Abwehrlinie der Atemwege. Genügend Flüssigkeit hält diese Barriere funktionsfähig.

Tipp: Damit der Hustenreiz erst gar nicht überhandnimmt, hilft der regelmäßige Griff zu Wasser oder Tee.

Welche Tees sind am besten bei Husten geeignet? 

Kräutertees wirken je nach Pflanze beruhigend auf die Schleimhäute, schleimlösend, entzündungshemmend oder hustenstillend.

WirkungGeeignete Tees
Beruhigend Spitzwegerich, Isländisch Moos, Malve, Lindenblüte
SchleimlösendThymian, Anis, Fenchel
EntzündungshemmendSalbei, Kamille, Ingwer
HustenstillendThymian, Eibwurzel, Malve

Mit ein paar einfachen Kniffen holst du mehr Wirkung aus deinem Hustentee:

  • Mit Honig süßen: Dies verstärkt die wohltuende Wirkung. Meist reicht ein Teelöffel auf eine Tasse Tee.
  • Inhalation: Nutze den warmen Tee-Dampf für eine Inhalation und befeuchte damit deine Atemwege.
  • Bei akutem Husten mehrmals täglich in kleinen Schlucken trinken.
  • Ziehzeit: Meist etwa zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen.

Weitere Hausmittel gegen Husten

Einfache Hausmittel können bei Husten Ruhe in die Atemwege bringen. Diese Hausmittel kannst du gut zu Hause anwenden:

  • Brustwickel: Warme Wickel – etwa mit Kräuterauszügen (Thymian, Salbei, Kamille) oder gekochten, zerdrückten Kartoffeln – fördern die Durchblutung, entspannen die Brustmuskulatur und können den Hustenreiz lindern.
  • Gesunde Ernährung: Hühnerbrühe liefert Wärme und Flüssigkeit, befeuchtet Schleimhäute und kann das Wohlbefinden bei Erkältung verbessern. Frisches Obst und Gemüse sorgt für einen Vitamin-Boost.
  • Ätherische Öle: Zum vorsichtigen Inhalieren oder zum Einreiben (etwa Eukalyptus, Fenchel, Thymian). Sie können die Atemwege befeuchten, Schleim lösen und beruhigen. Wichtig: Bei Kindern nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden. 

Wann sollte man bei Husten eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Wenn Husten dich spürbar einschränkt oder ungewöhnlich verläuft, ist es wichtig, Warnzeichen zu erkennen und rechtzeitig medizinisch abklären zu lassen.

Folgende Symptome solltest du ernst nehmen:

  • Der Husten dauert länger als zwei Wochen: Hält er an oder bessert sich nicht, sollte die Ursache ärztlich geklärt werden.
  • Starkes oder anhaltendes Fieber: Kann auf eine bakterielle Infektion oder Komplikation hinweisen.
  • Atemnot / erschwerte Atmung: Sofort abklären lassen – mögliches Zeichen für Asthma, Lungenentzündung oder eine andere Atemwegserkrankung.
  • Brustschmerzen:   Bitte ernst nehmen, denn das kann eventuell auch auf Entzündung bis hin zu Herz-/ Lungenproblemen hindeuten.
  • Blutiger Auswurf: Immer zeitnah medizinisch abklären lassen.
  • Plötzliche Verschlechterung / starke Erschöpfung: Deutet auf eine fortschreitende oder zusätzliche Erkrankung hin.
  • Ungewöhnliche Atemgeräusche (etwa Pfeifen): Hinweis auf Reizzustände, Asthma oder Engstellen der Atemwege.
  • Zusätzliche Beschwerden: Starke Kopfschmerzen, Gesichts- oder Druckschmerz (Verdacht auf Nasennebenhöhlenentzündung), ungewollter Gewichtsverlust oder Verschlechterung nach etwa einer Woche – immer ärztlich prüfen lassen.
Grundsätzlich gilt: Wenn du unsicher bist oder dich sehr krank fühlst, such lieber frühzeitig ärztlichen Rat – das geht zum Beispiel auch über die DAK Online-Videosprechstunde. 
Besondere Risikogruppen wie Kinder, Schwangere, älteren Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten frühzeitig ärztlichen Rat einholen.

FAQ zu Hausmittel bei Husten

Was sollte man bei Husten nicht tun?

Plagt dich Husten, dann solltest du auf Rauchen und Alkohol verzichten, Räume nicht überheizen oder nicht zu wenig trinken. 

Kann ich diese Hausmittel auch bei Kindern anwenden?

Viele Hausmittel sind in angepasster Form auch für Kinder geeignet, aber sie müssen kindgerecht und vorsichtig eingesetzt werden. Verwende bei Babys und Kleinkindern keine ätherischen Öle ohne Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. Gib Kindern unter einem Jahr keinen Honig und nutze Wickel nur lauwarm und unter Aufsicht.

Gibt es Hausmittel, die bei chronischem Husten helfen?

Hausmittel wie ausreichend Trinken, geeignete Tees und ein gutes Raumklima können Beschwerden lindern, ersetzen aber nicht die ärztliche Abklärung einer möglichen Ursache, insbesondere wenn der Husten längere Zeit anhält.

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Fachbereich der DAK-Gesundheit

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