Penis im Staubsauger und andere Unfälle

Penis-Unfälle: Junger Mann im Fitnessstudio beim Sport.

Beim Ausprobieren, was gefällt, kann auch mal was schiefgehen. Wir zeigen dir, was du unter keinen Umständen mit deinem besten Stück anstellen solltest – Stichwort Staubsauger – und wie du gut darauf achtgibst.

Der Penis ist empfindlich

Erst mal das Grundsätzliche: Der Penis und der Hodensack sind deine äußeren Geschlechtsorgane. Der Penis selbst besteht aus drei Teilen – der Peniswurzel, dem Penisschaft und der Eichel am oberen Ende.

Dein bestes Stück ist sehr empfindlich. Das liegt an den rund 4.000 Nervenenden, mit denen es ausgestattet ist. Sie sorgen beim Sex dafür, dass du erregt wirst. Die Empfindlichkeit des Penis variiert von Mann zu Mann, aber auch im Verlauf deines Lebens.

Urologe Volker Wittkamp nennt drei Dinge, die du keinesfalls mit deinem Penis machen solltest.

Vorsicht vor diesen Penis-Unfällen

Leider gibt es im Internet verschiedene „Vorschläge“, wie du in Sachen Selbstbefriedigung neue Wege einschlagen kannst. Zum Beispiel: „Stecke den Penis in den Staubsauger, in eine Pumpe oder auch in eine Flasche.“ Was Enge und einen ganz besonderen Kick verspricht, endet nicht selten in einem Penis-Unfall. Wir klären auf.

1. Penis in Staubsauger

Steck deinen Penis auf keinen Fall in den Staubsauger. Dabei kannst du dir deinen Penis quetschen, die empfindliche Haut an deinem Glied am Innenrohr des Staubsaugers aufreißen und durch das Vakuum im Sauger Blutergüsse am Penis bekommen. 

Fachleute sprechen bei solchen Verletzungen scherzhaft von „Morbus Kobold“. Auch wenn der Begriff witzig klingt, die Verletzungen sind es nicht. Das Wort Morbus bedeutet Krankheit und Kobold war, als der Begriff 1978 erstmals in einer wissenschaftlichen Arbeit auftauchte, ein bekanntes Staubsaugermodell.

2. Penis in Pumpe

Gedacht ist die Pumpe eigentlich für Männer mit Erektionsstörungen. Die Funktionsweise ist relativ einfach. Vor dem Sex stülpst du die Penispumpe über dein Glied und schaltest sie an. Einmal aktiviert, entsteht in der Pumpe ein Vakuum. Das bewirkt, dass Blut in die Schwellkörper deines Penis gezogen wird und er steif wird. Wenn du eine Penispumpe verwenden möchtest, sprich vorher mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Klär ab, ob dieses Gerät schon etwas für dich ist. 

Die Nachteile einer Penispumpe sind, dass es bei den Anwendern zu einem Blutstau, Quetschungen und zu Verfärbungen am Penis kommen kann. Das passiert meist aber nur, wenn man die Pumpe nicht fachgerecht benutzt. Die, die sie ausprobiert haben, berichten außerdem teilweise von Schmerzen bei der Handhabe. Viele nehmen die Risiken aber in Kauf, weil sie sich einen größeren Penis erhoffen.

Übrigens: An der Größe deines Penis kannst du mit einer Penispumpe nichts ändern. Du solltest dich wegen deiner Penisgröße ohnehin nicht verrückt machen lassen. Kein Penis gleicht in Größe und Form einem anderen. Einige Jungs haben einen Fleischpenis, andere einen Blutpenis. Der Fleischpenis ist schlaff größer als der Blutpenis. Im erigierten Zustand erkennt man nicht mehr den Unterschied zwischen Fleisch- und Blutpenis.

3. Penis in Flasche

Penis in Flasche ist keine gute Idee. Am Ende bleibst du stecken, ziehst dir Quetschungen und Blutergüsse zu und musst um Hilfe rufen. Passiert dir das, springe bitte über deinen Schatten und hole dir Hilfe. Versuch auf keinen Fall, die Glasflasche zu zerbrechen oder die Plastikflasche aufzuschneiden. Dabei besteht akute Verletzungsgefahr.

Sichere Sextoys

Wenn du deinen Penis beim Masturbieren irgendwo hineinstecken willst, musst du ihn keinen Gefahren aussetzen. Es gibt verschiedene Sexspielzeuge, die das ermöglichen. Zum Beispiel das Gegenstück zum Vibrator für Frauen. Dieses Toy wird auch Masturbator oder Fleshlight genannt. Dabei handelt es sich um ein Sexspielzeug, in das du deinen erigierten Penis stecken kannst. Einige Varianten vibrieren, andere kannst du mit der Hand und ohne Batterien verwenden. Wenn du Gleitgel verwenden willst, lies bitte in der Bedienungsanleitung nach, ob das Material dafür geeignet ist.

Gutes für den Penis

Pflege, Sauberkeit und Selbstbefriedigung – mit diesen drei Punkten machst du deinem Penis die größte Freude. Wir zeigen dir, was es zu beachten gibt.

Penispflege und Sauberkeit

Es ist nicht schwer, deinen Penis zu pflegen und sauber zu halten. Trotzdem kann es vorkommen, dass viele Männer nicht genau wissen, worauf es hierbei ankommt. Die einen waschen ihren Penis nicht jeden Tag und verzichten auf das tägliche Wechseln der Unterwäsche, die anderen übertreiben es mit der Hygiene und zerstören die sensible Hautflora mit zu scharfen Seifen.

Die richtige Strategie ist wie so oft der goldene Mittelweg. Unter- oder übertreibe es nicht mit der Hygiene. Du musst deinen Penis nicht nach jedem Toilettengang waschen. Wir raten dir, deinen Penis und besonders den Bereich unter deiner Vorhaut einmal pro Tag zu reinigen. Geht das aus irgendwelchen Gründen nicht, solltest du spätestens nach zwei Tagen aktiv werden. Schiebe dabei die Vorhaut vorsichtig zurück und wasche die Eichel und die untere Vorhaut mit warmem Wasser.

Achte bei der Penispflege immer auch darauf, das Smegma zu entfernen. Das ist eine weiße bis gelbliche Talgmasse, die sich zwischen Vorhaut und Eichel bilden kann. Bleibt Smegma zurück, kann das die Wahrscheinlichkeit für Peniskrebs erhöhen. Keine Sorge, reinigst du deinen Penis jeden Tag, entfernst du auch das Smegma.

Sexuelle Aufklärung mit Doktorsex

Julia Salinger und Volker Wittkamp (v.li.)

Julia Saliger und Volker Wittkamp

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Selbstbefriedigung: Wie du deinen Penis dabei richtig anfasst

Zur Entdeckung des eigenen Körpers gehört auch die Selbstbefriedigung. Dabei bereitest du dir selbst sexuelle Freude. Jeder Mensch hat hier seine ganz persönlichen Reize, Fantasien und auch Vorlieben. Es gibt kein allgemeingültiges Masturbationsrezept.

Ob du deinen Penis sanft oder hart anfasst, ist ganz von deinen Vorlieben abhängig. Wir geben dir einige möglichst allgemeine Tipps, wie der Sex mit dir selbst gelingen kann.

Rechtshänder verwenden beim Masturbieren gerne die rechte, Linkshänder lieber die linke Hand. Aber hast du schon einmal versucht, die Hand zu wechseln – auch währenddessen? Ein anderer Trick für etwas mehr Abwechslung ist, die dominante Hand einfach andersherum zu drehen. So liegt der Zeigefinger näher am Körper als der kleine Finger.

Konzentriere dich bei der Selbstbefriedigung nicht nur auf deinen Penis, sondern auch auf deine Hoden. Die Kronjuwelen sind sexuell sehr empfindlich. Viele Männer berichten davon, dass ein vorsichtiges, rhythmisches Herunterziehen des Hodensacks vor der Ejakulation dazu führt, dass der Orgasmus intensiver ist.

Hast du weitere Fragen, Themenwünsche oder etwas anderes auf dem Herzen? Dann schreib uns: doktorsex@dak.de! Wir freuen uns, von dir zu hören.
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