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Symptome – wie erkenne ich eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung kündigt sich meist durch verstärkten Harndrang an. Betroffene haben das Gefühl, permanent zur Toilette zu müssen – können jedoch meist nur ein paar Tropfen lösen. Beim Wasserlassen treten zudem ein unangenehmes Brennen und teilweise starke Schmerzen auf. Oft ist der Urin trüb, in akuten Verläufen sogar blutig. Zusätzlich kommen in einigen Fällen Fieber, Abgeschlagenheit und ein ausgeprägtes „Krankheitsgefühl“ hinzu. Unterleibsschmerzen oder -krämpfe können das Leiden verstärken.

Ursachen – wie entsteht ein Harnwegsinfekt?

In 80 bis 90 Prozent der Fälle wird eine Blasenentzündung durch das Darmbakterium Escherichia coli ausgelöst. Die sogenannten Kolibakterien besiedeln normalerweise die Darmflora, wo sie wichtige Funktionen übernehmen. Gelangen sie jedoch in die Blase, können sie dort schnell zu Entzündungen führen. Doch wie kommen die Darmbakterien überhaupt in den Harntrakt?

Schuld daran ist meist eine falsche Toilettenhygiene: Wird nach dem Stuhlgang von hinten nach vorn gereinigt, haben die Keime leichtes Spiel – und steigen in die Blase auf. Die weibliche Harnröhre ist kürzer als die der Männer – die Bakterien gelangen also schneller in die Harnblase.

Neben der falschen Toilettenhygiene können aber auch häufiger Geschlechtsverkehr, ein geschwächtes Immunsystem oder hormonelle Veränderungen zu Harnwegsinfekten führen. Eine weitere oft unterschätzte Gefahr ist das längere Tragen von nasser Badekleidung.

Therapie: Was tun bei einer Blasenentzündung?

Eine leichte Blasenentzündung lässt sich in der Regel mit natürlichen Mitteln gut behandeln:

  • Viel trinken – das spült die Erreger in der Blase aus dem Körper. Zwei bis drei Liter stilles Wasser oder Kräutertee pro Tag sind ideal.
  • Teemischungen mit Birkenblättern oder Brennnesseln sind besonders effektiv, da sie harntreibend wirken.
  • Ingwertee enthält Gingerol, das die Entzündung lindert.
  • Den Unterleib warmhalten – eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen wirkt beruhigend und schmerzlindernd.
  • Der freiverkäufliche natürliche Wirkstoff D-Mannose (Apotheke) verhindert, dass sich die Keime an den Schleimhäuten der Blasenwand festsetzen.
  • Frisch geriebener Meerrettich enthält antibakteriell wirkende Senföle.
  • Konsequent schonen – körperliche Anstrengung verschlimmert die Symptome.

Wann brauche ich ein Antibiotikum?

Bessern sich die Symptome durch Hausmittel und sanfte Maßnahmen nach drei Tagen nicht, oder entdecken Sie Blut im Urin, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dann muss die Blasenentzündung höchstwahrscheinlich mit einem Antibiotikum behandelt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass sich aus der Blasenentzündung eine gefährliche Nierenbeckenentzündung entwickelt.

Vorbeugung: Wie kann ich mich schützen?

Um einem Harnwegsinfekt vorzubeugen, sollten Sie folgende Dinge beachten:

  • Jeden Tag ausreichend trinken – zwei Liter mindestens.
  • Auf die richtige Toilettenhygiene achten: nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten reinigen.
  • Frauen sollten nach dem Geschlechtsverkehr immer auf die Toilette gehen – das spült eventuelle Erreger direkt wieder aus dem Körper.
  • Wer anfällig für Blasenentzündungen ist, sollte den Wirkstoff D-Mannose prophylaktisch einnehmen.
  • Nach dem Schwimmen oder Baden schnellstmöglich die nasse Kleidung ausziehen.

Tipps – was ist noch wichtig?

  • Die Blase regelmäßig entleeren, nicht „anhalten“ – sonst können sich Bakterien besser ausbreiten und vermehren.
  • Nicht sofort Antibiotika einnehmen – die häufige Einnahme begünstigt, dass die Blasenentzündung chronisch wird.
  • Die Abwehr durch einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und dem Verzicht auf Zigaretten unterstützen.
  • Unterleib, Nierenbereich und Füße bei Kälte immer warm halten.
  • Möglichst nicht für längere Zeit auf kaltem Untergrund sitzen.
  • Während einer Blasenentzündung auf Kaffee verzichten – er reizt die Blasenschleimhaut zusätzlich.
  • Baumwollunterwäsche tragen und diese immer bei 60 Grad waschen.