Sicherheitshinweis

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  • Abhängigkeit

    Unterschieden wird zwischen körperlicher und psychischer (also seelischer) Abhängigkeit. Bei der körperlichen Abhängigkeit hat sich der Körper an den Alkohol gewöhnt. Der Mensch bekommt starke körperliche Entzugserscheinungen, wenn er nicht mehr trinkt.
    Bei der seelischen Abhängigkeit denkt der Mensch ständig an den Alkohol, er hat ständigen Suchtdruck. Dieser Suchtdruck tritt auch auf, wenn der Mensch körperlich schon gar nicht mehr abhängig ist. Die körperliche Abhängigkeit ist relativ schnell überwunden. Die seelische Abhängigkeit nicht.

  • Alkoholvergiftung

    Bei der Alkoholvergiftung besteht zunächst ein Rauschzustand. Der entsteht durch die Wirkung des Alkohols auf das Gehirn. Bei weiterer Alkoholzufuhr können gefährliche Erregungszustände auftreten. Die Regelung von Herz, Kreislauf und Atmung wird beeinträchtigt und es kommt zur Lähmung des Atemzentrums. So kann es zum Kreislaufschock und auch zum Herzstillstand kommen.

  • Black-out

    Plötzlicher, vorübergehender Verlust des Erinnerungsvermögens (Gedächtnislücke) nach Alkoholkonsum. Im Nachhinein äußerst peinlich.

  • Blut-Hirn-Schranke

    So wird ein Schutz des Gehirns genannt. Durch den speziellen Aufbau der Blutgefäßwände im Gehirn können bestimmte Stoffe (z. B. Giftstoffe, Medikamente) nicht aus dem Blut in das Hirngewebe eindringen. So soll das Gehirn vor schädlichen Stoffen geschützt werden. So genannte fettlösliche Stoffe, z. B. auch Alkohol, können die Schranke jedoch durchbrechen.

  • Blut-Alkohol-Konzentration

    Die Blut-Alkohol-Konzentration (BAK) ist die Konzentration des Alkohols im Blut. Die Konzentration wird üblicherweise in Promille angegeben. Die BAK kann durch eine Blutprobe bestimmt werden.

  • Designerdrinks

    Die so genannten "Designerdrinks" sind bereits fertig gemischte alkoholische Getränke mit versüßenden Zusatzstoffen in schick aufgemachten Dosen oder Flaschen.
    Die Getränkeindustrie versucht seit einigen Jahren, neue Kunden für alkoholische Getränke zu finden. Die Designerdrinks sind gezielt auf junge Leute zugeschnitten, das merkt man, wenn man nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf die Verpackung achtet. Diese Getränke haben in der Regel einen Alkoholgehalt von 4 und 6 Prozent.

  • Destillation

    Destillation (bei Alkohol auch Brennen genannt) ist ein Verfahren, um verschiedene Flüssigkeiten voneinander zu trennen. Dabei wird der Ausgangsstoff erhitzt und die entstehenden Dämpfe werden aufgefangen und kondensiert (d. h., aus dem Dampf wird wieder Flüssigkeit, ähnlich wie bei einer beschlagenen Scheibe).
    Die wohl älteste und bekannteste Anwendung der Destillation ist die Herstellung hochprozentiger alkoholischer Getränke (Schnapsbrennen).

  • Entgiftung

    Bei einer Entgiftung wird versucht, dem Körper die schädliche Substanz zu entziehen. Die Entgiftung ist oft sehr schmerzhaft für die Abhängigen.

  • Entwöhnungstherapie

    Behandlung zur Entwöhnung vom Alkohol, die in spezialisierten Kliniken durchgeführt wird. Die Entwöhnung dauert in der Regel einige Monate.

  • Entzugserscheinungen

    Entzugserscheinungen entstehen, wenn ein Alkoholabhängiger keinen oder viel weniger Alkohol als üblich trinkt. Dann kann es zu Erregungszuständen, tiefer Niedergeschlagenheit, Angst, Blutdruckabfall, Schweißausbruch, Zittern der Hände, Schlafstörungen oder Halluzinationen kommen.

  • Ethanol

    Ethanol (oder Äthanol) ist eine chemische Verbindung aus verschiedenen Stoffen. Häufig wird diese Verbindung als Alkohol, auch Weingeist oder Spiritus, bezeichnet.
    Ethanol ist als Lösungsmittel für viele Stoffe besonders geeignet. Darum werden in der Apotheke viele Medikamente als alkoholische Lösung angeboten.
    Ethanol ist für Bakterien giftig und wird daher häufig als Desinfektionsmittel verwendet.
    Und Ethanol wird als Brennspiritus verwendet, beispielsweise für Campingkocher.

  • Gärung

    Bei der alkoholischen Gärung wird Zucker durch Hefe in Alkohol verwandelt. Die alkoholische Gärung ist das wichtigste Verfahren bei der Herstellung vieler alkoholischer Getränke.

  • Kalorien

    Kalorie (von lat. calor, Wärme) ist eine Einheit der Energie, insbesondere der Wärmemenge. Das Einheitszeichen der Kalorie ist cal bzw. kcal für Kilokalorie und eine Kilokalorie = 1000 Kalorien.

    Anwendung:

    In der Ernährungslehre wird die Kalorie zur Angabe des Nährwerts von Lebensmitteln verwendet.

    Beispiele:
    Der Nährwert von Lebensmitteln beträgt in Kilokalorien:
    1 g Kohlenhydrate = 4,1 kcal
    1 g Eiweiß = 4,1 kcal
    1 g Fett = 9,3 kcal

  • Kontrollverlust

    Einen Kontrollverlust der eher harmlosen Art kennt jeder. Denken wir nur an die Tüte mit den leckeren Gummibärchen. Sie liegt vor uns, wir öffnen sie und möchten nur ein, zwei Gummibärchen daraus naschen - und plötzlich ist die Tüte leer.
    Kontrollverlust beim Alkoholkranken bedeutet, dass er den Drang zum Alkohol nicht mehr kontrollieren kann. Er kann nicht mehr aufhören und trinkt mehr, als er eigentlich wollte.

  • Korsakow-Erkrankung

    Nach dem russischen Psychiater S. S. Korsakow (geb. 1854, gest. 1900) genannte Gehirnerkrankung als Folge der Alkoholabhängigkeit. Die Patienten können sich nichts Neues mehr merken und wissen schließlich gar nicht mehr, wer und wo sie sind.

  • Leberzirrhose

    Die Leberzirrhose ist eine relativ häufige Erkrankung der Leber. Sie entsteht, wenn Leberzellen absterben. Die Leber schrumpft dabei und ihre Oberfläche wird runzlig und knotig. Die Funktion der Leberzellen ist bei einer Leberzirrhose so geschädigt, dass sie nicht mehr repariert werden kann.
    Die Leberzirrhose entwickelt sich meist sehr langsam über einen langen Zeitraum, oft aus der Alkoholabhängigkeit heraus.

  • Promille

    Die Bezeichnung Promille (von lat. pro = für; mille = tausend) steht für einen in Tausendstel ausgedrückten Bruchteil "Promille" wird meist durch das Symbol 0/00 abgekürzt.
    Beispiel: 2‰ = 2 Promille = 2/1000 = 1/500. Wenn z. B. ein Betrunkener 2‰ Alkohol im Blut hat, dann enthalten 1000 Teile Blut 2 Teile Alkohol. Wenn der Mensch insgesamt 4 Liter Blut besitzt, dann gilt bei 1/500 Alkohol also: 4 Liter / 500 = 0,008 Liter.

  • Suchtdruck

    Suchtdruck ist der starke Drang, Alkohol oder andere Drogen zu nehmen. Suchtdruck äußert sich durch Nervosität, Schlafstörungen und darin, die Gedanken an die Droge nicht abstellen zu können. Suchtdruck tritt oft dann auf, wenn ein Mensch in einer Situation ist, in der er früher auch immer getrunken hat.

  • Toleranz

    Toleranz (= Gewöhnung) bezeichnet die Anpassung des Körpers an den Einfluss des Alkohols. Durch diese Toleranz wird die Wirkung des Alkohols verringert oder beseitigt. Das heißt nicht, dass der Körper den Alkohol besser verträgt! Der Körper „toleriert“ Alkohol besser, aber die Leber wird noch stärker geschädigt.

  • Zahnschmelz

    Der Zahnschmelz ist das härteste Gewebe im menschlichen Körper und bildet die äußerste Schicht des Zahnes. Zahnschmelz ist nicht von Nerven durchzogen und kann nicht wieder nachgebildet werden. Dies erklärt, warum man Karies nicht sofort spürt und warum man sie entfernen und den Zahn mit anderen Materialien "reparieren" muss.

  • Belohnungszentrum

    Das Belohnungszentrum ist eine bestimmte Gehirnregion, die aktiv ist, wenn man sich gut oder euphorisch fühlt. Alkohol, Nikotin und illegale Drogen wie z. B. Cannabis und
    Heroin haben einen großen Einfluss auf das Belohnungszentrum und verändern es auf Dauer. Es ist dann weniger aktiv und ein betroffener Mensch fühlt sich ohne seinen „Stoff“ nicht mehr wohl.

  • Depression

    Eine Depression ist eine ernste Krankheit. Die Betroffenen fühlen sich hoffnungslos, traurig und niedergeschlagen, haben zu nichts mehr Lust, keinen Appetit und können nur noch
    schlecht schlafen. Sie haben das Gefühl, nichts wert zu sein. Viele Menschen mit Depressionen haben Selbstmordgedanken, die bei einigen sogar zum Selbstmord führen können.
    Eine Depression kann von Psychologen und Ärzten behandelt werden. Es gibt auch Medikamente, die helfen.

  • Missbrauch

    Von Alkoholmissbrauch spricht man, wenn jemand Alkohol immer wieder in Situationen trinkt, in denen es dadurch zu Problemen kommen kann (z. B. Alkohol am Steuer, Fehlen bei der Arbeit oder Streitereien in der Familie wegen des Alkohols).

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