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Klickst du dich in den Kaufrausch?

Shoppen macht Spaß. Wenn du allerdings exzessiv einkaufst – sei es online oder in der City –, ist das eine andere Hausnummer. Wir verraten dir, ab wann man von einer Kaufsucht spricht und was du dagegen tun kannst.

Was ist Kaufsucht?

Wenn du dir hin und wieder neue Sachen kaufst, ist das völlig unbedenklich. Problematisch wird es erst, wenn du dir immer wieder Dinge anschaffst, die du nicht wirklich benötigst. Vielleicht sogar in allen möglichen Farben und Größen. Für Kaufsüchtige ist Shopping keine Option mehr, sondern ein Zwang. Sie müssen das Cap, die Uhr, die Sneakers, … kaufen, weil sie keine Kontrolle mehr über ihr Kaufverhalten haben. Spätestens, wenn Betroffene Geld aus dem Portemonnaie ihrer Eltern stehlen, sie Freunde beklauen oder sich extrem verschulden ist klar: Jetzt muss etwas geschehen!

Wie kommt es zum Kaufrausch?

Das kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen werden wir alle von der Werbung beeinflusst. Selbst wenn du versuchst, diese zu ignorieren, drängt sie sich dir auf wie ein unwillkommener Gast – im Social Media-Feed, auf den Plakaten an der Bushaltestelle, im YouTube-Channel. Besonders fies: Welche Produkte du dir im Netz anguckst, kann mittels Webtracking genau beobachtet und analysiert werden. Wozu das Ganze? Um Werbung deinen spezifischen Interessen entsprechend zu schalten. Wenn du im Internet immer wieder über die Produkte stolperst, die dich ohnehin interessieren, ist der Reiz noch größer, diese zu kaufen. 

Werbung ist also ziemlich schlau, gibt Trends vor, weckt Begehrlichkeiten, verführt. Ein weiterer Grund für Kaufsucht ist außerdem der Wunsch nach sozialer Anerkennung. Wenn du das neueste It-Piece trägst, fühlst du dich womöglich selbstbewusster und kaufst immer mehr.  

Nicht zuletzt führen auch Frustrationen zu spontanen Rauscheinkäufen. Schulstress, Zoff mit der Familie, Pickel im Gesicht – egal, was dich frustriert, wenn du deine Traurigkeit ständig mit neuer Kleidung oder anderen Sachen kompensierst, ist das nicht hilfreich. Materielles löst nicht deine Probleme. Nach kurzzeitigem Glücksrausch landest du wieder in der Realität: und die ist dann in der Regel um ein paar Euro ärmer. 

Tipps für ein gesundes Einkaufsverhalten

Auf einem Wunschzettel kannst du beispielsweise materielle Wünsche sammeln. So verlierst du nicht die Orientierung, wenn dich Werbung bombardiert. 

Lass dich zudem nicht mehr zu Frustkäufen verleiten. Wenn der Shopping-Drang wieder ganz groß ist, quatsch mit Freunden, deinen Eltern oder anderen Vertrauten darüber. Oder lenk dich mit Sport oder Musikhören ab. Am wichtigsten aber: Definiere dich nicht über angeblich coole Kleidung und Gegenstände. Der Trend von heute, ist häufig morgen schon Schnee von gestern. Setze lieber deine eigenen Trends – ohne dabei in den Konsumzwang zu verfallen. 

Nichts davon hilft? Dann lass dir von Profis helfen! Zum Beispiel vom Sorgentelefon "Nummer gegen Kummer" oder dem Online-Beratungsdienst "JugendNotmail".  

Wie sehr bestimmt „online“ dein Leben?

Das Smartphone ist für die meisten Menschen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Schätzungen zufolge leiden etwa vier Prozent der Jugendlichen unter einer so genannten internetbezogenen Störung. Die Frage ist also: Bestimmst du noch über dein Smartphone oder bestimmt dein Smartphone über dein Leben?

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