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Die Droge Instagram

Du zeigst dich gern von deiner Schokoladenseite, hast vom Scrollen Muskelkater und kannst keinen Film mehr schauen, ohne nebenbei deine Likes zu checken? Du zündest eine Trauerkerze an, wenn deine Freund*innen mehr Follower haben als du? Dann bist du wahrscheinlich süchtig nach Instagram. Eine App, die dafür sorgt, dass in deinem Gehirn das Hormon für Lust, Motivation und Sucht ausgeschüttet wird: Dopamin. Aber was macht das genau mit dir und wie profitiert Instagram davon? 

Körpereigener Drugstore

Die meisten werden es kennen: Ihr ladet ein Foto hoch und schon flackern die ersten roten Herzchen auf. Drei Likes, ein Kommentar, zwei neue Follower. Geil. In deinem Gehirn knistert es, der Botenstoff Dopamin wird freigesetzt. Du fühlst dich belohnt und bestätigt. Die Hintergründe für diese Emotion sind neurowissenschaftlich belegt.

Ob du nun ein lachendes Gesicht siehst, eine Eins geschrieben hast oder von Leuten im Internet abgefeiert wirst: Was da bei dir im Oberstübchen passiert, ist vergleichbar mit dem Konsum von Drogen. Nur, dass es sich um körpereigene Chemie handelt, die dich anspornt, mehr und mehr zu posten. Um mehr und mehr das Gefühl zu haben, gemocht zu werden.

Fütter mein Ego

Unser Wunsch gemocht zu werden: Darauf basiert Instagram. Wir Menschen sind soziale Wesen, wir streben nach Austausch und sozialer Anerkennung. Wenn wir keine Bestätigung durch andere bekommen, werden wir depressiv. Einer der bequemsten Wege für unsere regelmäßige „Dosis“ Anerkennung sind die sozialen Netzwerke.

Wenn die Likes und Abos reinprasseln, wächst unser Selbstvertrauen. Dadurch fällt es uns beispielsweise leichter, knifflige Situationen zu handhaben oder auf Leute zuzugehen. Tja, und diesen Drang nach Selbstoptimierung nutzt Instagram, um richtig Schotter zu machen. Aber wie funktioniert das eigentlich?

Kohle durch Likes

Instagram geht es vor allem um eins: unsere Daten. Wenn wir viel abonnieren und liken, erfährt die App, was wir mögen und wie wir ticken. Und auf dieser Grundlage spült uns ein Algorithmus maßgeschneiderte Werbung in den Feed. Damit wir die dann ordentlich klicken und Instagram Geld verdient.

Das System funktioniert deshalb so gut, weil wir unseren Feed mit vertrauten Inhalten assoziieren. Und wenn da eine Werbung dazwischen rutscht, die zudem ähnlich wie ein normaler Instapost aussieht, denkt unser Gehirn: Das ist ja super, da greife ich bedenkenlos zu. 

Digital Detox

Aber auch unabhängig davon, dass unser Geldbeutel schmaler wird, kann uns Instagram und Co. zum Verhängnis werden. Die exzessive Nutzung von digitalen Medien senkt unsere Motivation, Leute im "real life" zu treffen.

Zudem schrumpft unsere generelle Aufmerksamkeitsspanne, wenn wir ständig aufs Handy schauen. Ganz zu schweigen davon, dass der Online-Entzug in Angst und Aggression münden kann. Wenn du deinen Alltag nicht allzu sehr von Apps beherrschen lassen willst, helfen dir vielleicht diese Tipps:

  • Push-Nachrichten ausschalten: Damit du nicht dem Zwang unterliegst, sofort jedes noch so kleine Update zu checken.
  • Screen auf schwarz-weiß umstellen: Um die Signalfarben von Notifications zu umgehen, die dich zusätzlich triggern.
  • Smartphone außer Reichweite legen: Damit du keine Chance hast draufzuschauen.
  • Apps nur noch am PC nutzen: Um eine natürliche Begrenzung zu schaffen.

Natürlich erfordern auch diese Maßnahmen immer noch einiges an Selbstdisziplin, und du bekämpfst so nur die Symptome und nicht das Problem an sich. Aber probiere doch einfach mal aus und schau, was es mit dir macht. 

Wie sehr bestimmt „online“ dein Leben?

Das Smartphone ist für die meisten Menschen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Schätzungen zufolge leiden etwa vier Prozent der Jugendlichen unter einer so genannten internetbezogenen Störung. Die Frage ist also: Bestimmst du noch über dein Smartphone oder bestimmt dein Smartphone über dein Leben?

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