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Arbeitgeber

Alle Unternehmen erhalten einen Ausgleich bei Mutterschaft (U2)

Eine Ihrer Beschäftigten wird Mutter? Dann haben Sie als Arbeitgeber Anspruch darauf, dass die Aufwendungen für fortgezahlten Lohn zu 100 Prozent von der Krankenkasse Ihrer Mitarbeiterin erstattet werden. Dies gilt unabhängig davon, wie viele Beschäftigte Sie haben. Und: Auch Unternehmen, die ausschließlich Männer beschäftigen, werden aus Solidaritätsgründen in das Ausgleichsverfahren einbezogen. Der Erstattungsanspruch kann seitens der Krankenkassen nicht durch eine Satzungsregelung beschränkt werden.

Ist Ihre schwangere Beschäftigte bei der DAK-Gesundheit versichert, beantragen Sie bitte schriftlich bei uns die Erstattung der Aufwendungen, die aus Anlass der Mutterschaft entstehen. Sie erhalten den fortgezahlten Lohn dann zu 100 Prozent zurück. Es gibt nur diese Einschränkungen: Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt kann nicht berücksichtigt werden. Und der Erstattungsanspruch besteht nur für Arbeitgeberaufwendungen auf der Grundlage des Mutterschutzgesetzes (MuSchG).

Was sagt das Mutterschutzgesetz?

Wird eine Ihrer Beschäftigten Mutter, gelten für sie nach deutschem Mutterschutzgesetz (MuSchG) besondere Rechte. So erhält sie für die Dauer von sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, für den Entbindungstag sowie für die Dauer von acht bzw. zwölf Wochen nach der Entbindung Geld (§ 20 Abs. 1 MuSchG). Der Arbeitgeber zahlt zu diesem Mutterschaftsgeld einen Zuschuss. Diesen erstattet die DAK-Gesundheit zu 100 Prozent (§ 3 Abs. 1 und Abs. 2 MuSchG).

Wer kann nicht am Ausgleichsverfahren teilnehmen?

Für folgende Beschäftige können Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld nicht erstattet werden:

  • nach dem Zweiten Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte versicherte mitarbeitende Familienangehörige eines landwirtschaftlichen Unternehmers
  • Beschäftigte in Dienststellen ausländischer Streitkräfte und der NATO mit Ausnahme der zivilen Arbeitskräfte

Gelten die U1-Regelungen auch im Fall der Mutterschaft?

Alle Angaben, die Sie im Unterpunkt Berechnungsgrundlagen und Einzugsverfahren zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Umlage U1) finden, gelten ebenfalls für das Erstattungsverfahren bei Mutterschaft (U2).

Was ist bei einem Beschäftigungsverbot zu beachten?

Manche werdende Mutter bekommt ein Beschäftigungsverbot nach § 16, § 11 MuSchG. Oder sie muss wegen eines Mehr-, Nachts- oder Sonntagsarbeitsverbots nach § 4, 5 und 6 MuSchG teilweise oder völlig mit der Arbeit aussetzen. In diesen Fällen erstattet die DAK-Gesundheit Arbeitgebern das Bruttoarbeitsentgelt, das fortgezahlt wird, zu 100 Prozent. Zu den erstattungsfähigen Aufwendungen gehören auch die Beitragsanteile am Gesamtsozialversicherungsbeitrag, die Beitragszuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung und zu einer berufsständischen Versorgungseinrichtung. Arbeitgeber erhalten eine Erstattung in Höhe von 20 Prozent des fortgezahlten Bruttoarbeitsentgelt, jedoch nicht mehr als die tatsächlich abzuführenden Beitragsanteile.

Welche Ausnahmen gibt es?

Für Beschäftigte, die weniger als vier Wochen in einem Unternehmen beschäftigt sind, werden keine Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld erstattet.