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Viele von ihnen genießen es, sich nur um ihre eigenen Bedürfnisse zu kümmern und sich nur dann in Gesellschaft zu begeben, wenn sie es wirklich möchten. Doch was ist, wenn das Alleinsein nicht selbst gewählt ist und damit zum unfreiwilligen Dauerzustand wird?

Studien zufolge leiden etwa zwölf Prozent der Bevölkerung unter Einsamkeit. Vor allem Alleinstehende über 60 Jahren kennen das zermürbende Gefühl der Isolation. Oft sind es Frauen, deren Partner entweder gestorben ist oder die sich in höherem Alter haben scheiden lassen. Sie sind deutlich häufiger von Einsamkeit betroffen als jüngere Singles.

DAK-PODCAST: GANZ SCHÖN KRANK, LEUTE!

Psychologe und Journalist René Träder

In unserer Podcast-Reihe spricht  Moderator René Träder (Foto) mit spannenden Menschen über ihre persönlichen Erfolge und Misserfolge und fragt, was sie antreibt und was sie aus Rückschlägen gelernt haben. Jetzt reinhören! https://gesundes-miteinander.de/podcast/

Kein Wunder: Sie sind meist nicht (mehr) berufstätig und haben sich in den vorherigen Jahrzehnten oft ausschließlich auf ihren Partner fokussiert. So mündet das plötzliche Alleinsein schnell in die Einsamkeit. Und darunter leidet nicht nur die Seele, sondern auch der Körper: Einsamkeit schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und chronische Leiden.

Doch es kann auch ganz anders kommen – wenn Betroffene die Herausforderung annehmen und aktiv etwas gegen ihre Einsamkeit unternehmen. Was es dazu vor allem braucht, ist Mut. Denn Betroffene müssen sich erst einmal trauen, alleine etwas zu unternehmen, vielleicht ein neues Hobby anzufangen oder sich einem Literaturkreis oder anderen Interessensgruppen mit fremden Menschen anzuschließen. Haben sie das erst einmal gewagt, stellen viele von ihnen sogar fest, dass sie sich in den vergangenen Jahren nur nach ihrem Partner gerichtet haben, ohne ihren eigenen Interessen und Vorlieben nachzugehen. Dann kann ihr Leben sich plötzlich erfüllter anfühlen – und das Alleinsein als Chance genutzt werden, sich selbst zu verwirklichen.

Fest steht: Ob es nun ein Partner ist, Freunde oder Familienmitglieder – gute zwischenmenschliche Beziehungen stärken die Seele, das Herz und das Immunsystem und verlängern damit nachweislich das Leben. Daher lohnt es sich, dafür zu kämpfen und auch mal einen mutigen Schritt zu gehen. Und dafür ist es niemals zu spät.