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Corona: Mehr Angststörungen bei Bremer Jugendlichen

Bremen, 17. Oktober 2022. Die Corona-Zeit hat der ganzen Gesellschaft Einschränkungen abverlangt. Nach Daten der DAK-Gesundheit zeigen sich jetzt gesundheitliche Folgen bei den Jugendlichen in Bremen. Vor allem die seelische Gesundheit ist betroffen. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit stiegen Angststörungen bei den 15- bis 17-Jährigen um 30 Prozent an. Auch bei Depressionen gab es in dieser Altersgruppe einen Zuwachs von acht Prozent. Das ist das Ergebnis des Kinder- und Jugendreports der DAK-Gesundheit für Bremen. Für die Analyse wurden ambulante und stationäre Behandlungsdaten von rund 4.500 Kindern und Jugendlichen wissenschaftlich untersucht und mit der Situation vor der Pandemie verglichen. Danach gingen Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Arzneimittelverschreibungen in 2021 insgesamt weiter zurück.

„Unser aktueller Report zeigt die dramatische Entwicklung bei unseren Kindern und Jugendlichen, wir müssen in Bremen mit Langzeitfolgen rechnen. Hier ist dringender Handlungsbedarf in der Kinder- und Jugendgesundheit gefordert. Wir wollen mit dem Report die Basis geben, damit Politik und Fachleute aus allen beteiligten Bereichen die Folgen der Pandemie kurzfristig bewerten können“, so Jens Juncker, Leiter der Landesvertretung Bremen der DAK-Gesundheit.

Anstieg bei Angststörungen im Jugendalter
Die Daten des Bremer Kinder- und Jugendreports zeigen, dass bei Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren die Neuerkrankungsraten bei bestimmten psychischen Erkrankungen zunehmen. So wurden 2021 im Vergleich zu 2019 fast ein Drittel mehr Teenager mit einer Angststörung (plus 30 Prozent) behandelt. Die Zahl der Jugendlichen in diesem Alter mit einer Depression nahm um acht Prozent zu. Die Depressions-Neuerkrankungsrate ist in Bremen höher als im Bundesdurchschnitt (2 Prozent). 

Weniger Arztbesuche, Medikamente und Krankenhausaufenthalte
Im zweiten Corona-Jahr kamen insgesamt weniger Kinder und Jugendliche in Bremens Arztpraxen und Krankenhäuser als vor der Pandemie. So gingen in 2021 Arztbesuche um acht Prozent und Krankenhausaufenthalte um 21 Prozent im Vergleich zu 2019 zurück. Besonders groß fielen die Rückgänge bei Infektionskrankheiten (minus 49 Prozent) und Atemwegserkrankungen (minus 36 Prozent) aus. 2021 bekamen auch 12 Prozent weniger Kinder und Jugendliche Arzneimittel als in der Vor-Corona-Zeit verschrieben. Die Zahl der verordneten Antibiotika sank um 45 Prozent, die der Reserveantibiotika sogar um 47 Prozent.

Für den Bremer Kinder- und Jugendreport analysierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Vandage und der Universität Bielefeld beispielsweise für das Jahr 2021 18.000 Arzneimittelverschreibungen und 19.000 Arztbesuche.

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,5 Millionen Versicherten die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands und engagiert sich besonders für Kinder- und Jugendgesundheit. Insgesamt sind bei der Krankenkasse in Bremen rund 33.000 Menschen versichert.






Anke Eschweiler

Pressesprecherin für Bremen

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